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Test: Lenovo C2 – preiswertes Smartphone mit Dual-SIM

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Telefone wie das C2 der Lenovo-Vibe-Reihe sind nicht nur in Ländern wie Brasilien, Indien, Indonesien und Polen beliebt, sondern auch bei uns in Deutschland. Wer kein High-End-Smartphone braucht und sich mit grundlegenden Funktionen zufrieden gibt, für denjenigen ist ein kostengünstiges Gerät wie das C2 sicher eine gute Wahl. Wie viel Werthaftigkeit es für rund 100 Euro gibt, das erfahrt Ihr in diesem Test.

Das C2 wird mit Googles Betriebssystem Android OS in der Version 6.0 Marshmallow betrieben. Genau wie bei den Modellen P2 und K6 soll auch hier ein Upgrade auf OS 7.X Nougat folgen. Das hat der Hersteller zwar bestätigt, nennt aber kein konkretes Datum. Immerhin: Während der Testzeit hat Lenovo stets Sicherheits-Updates auf das Telefon geliefert. Das ist leider nicht selbstverständlich.

In der Bedienoberfläche gibt es kein Hauptmenü, den sogenannten App-Drawer, in dem sich üblicherweise alle auf dem System installierten Apps befinden. Stattdessen landen die Applikationen direkt auf dem Homescreen, genau wie es bei den Widgets der Fall ist.

Startseiten des Lenovo C2

Im Gegensatz zu anderen aktuellen Lenovo-Smartphones ist auf dem C2 ab Werk ziemlich viel Müll installiert. Dinge, die nicht jeder benötigt. Zum Beispiel Evernote, Navigate, UC Browser, McAfee Security und mehr. Das Schlechte: Diese Apps verbrauchen Speicher. Das Gute: Sie lassen sich alle deinstallieren. Das relativiert die Kritik etwas. Gerade bei einem internen Speicher von lediglich 8 GByte, wovon dem Nutzer nur 4,81 GByte zur Verfügung stehen, ist das wichtig.

Wer auf seinem C2 beispielsweise eine große Musiksammlung oder viele Videos speichern möchte, wird den Speicher erweitern müssen. Die Rückseite des Telefons lässt sich abnehmen. Neben den zwei Plätzen für die microSIM-Karten (3FF) ist in der Mitte auch Platz für eine Speicherkarte vom Typ microSDHC.

Zwei microSIM-Karten und sogar eine microSDHC-Speicherkarte.

Es ist selten geworden: Der Akku kann vom Nutzer ausgetauscht werden. Unter der Kunststoffabdeckung der Rückseite befindet sich der Energieträger mit einer Nennladung von 2750 mAh. Bei einer moderaten Nutzung sind Laufzeiten von bis zu 2,5 Tagen möglich. Selbst bei einer extensiver Verwendung kommt man auf einen Tag. Das Vollladen dauert um die zwei Stunden.

Zur Hardware-Ausstattung zählt auch der vergleichsweise einfache und günstige Quad-Core-Prozessor von MediaTek samt Arbeitsspeicher in Höhe von 1024 MByte. Viel Rechenleistung verspricht das nicht. Für Alltagsaufgaben wie Surfen im Internet mit Google Chrome, Messaging oder Telefonieren reicht es aber vollkommen aus. Allgemein liegt die Reaktionszeit des Systems im akzeptablen Bereich, ein Unterschied zu leistungsstärkeren – aber auch teureren – Geräten ist durchaus spürbar.

Die Kamera des C2 ragt leicht aus dem Gehäuse heraus.

Das Display des C2 hat eine Diagonale von 5 Zoll und löst High-Definition auf, also 1280 × 720 Pixel. Die Anzeige basiert Flüssigkristalltechnologie und ist hell beleuchtet. Ein kleines Handikap gibt es im Sommer, wenn die Sonne direkt auf den Bildschirm strahlt. Dann ist das Ablesen trotz voller Helligkeitseinstellung eine große Herausforderung.

Im C2 sitzen zwei Kameras: eine mit 5 Megapixel vorne und eine mit 8 hinten. Die Hauptkamera verfügt zudem über Autofokus und eine kleine LED, die auch als Taschenlampe genutzt werden kann. Die Bildqualität ist okay, aber nicht sonderlich klar. Für simple Schnappschüsse und Videotelefonie reicht es aus.

Die Rückseite ist aus Kunststoff und kann abgenommen werden.

Telefonieren kann man mit dem C2 dank Dual-SIM über zwei verschiedene SIM-Karten. Klang und Empfang sind tadellos; etwas Negatives ist uns während des Testzeitraums nicht aufgefallen. Das mobile Internet über 4G LTE sowie das lokale über WLAN funktionierten einwandfrei.

Lenovos C2 ist ein preiswertes Smartphone mit genügsamer Ausstattung. Die Verarbeitung ist qualitativ hochwertig: Der Rahmen ist aus Metall, die Knöpfe verfügen über einen festen Druckpunkt und nichts am Gehäuse knarzt. Das Schutzglas auf der vorderen Seite wirkt stabil, fängt aber schnell Fingerabdrücke ein. Eine abweisende Schicht wäre wünschenswert gewesen.

Wem viel Brimborium nicht wichtig ist, der wird sich mit der Power des verbauten Chips zufrieden geben. Gut gefallen hat uns die einfache und unmittelbar verständliche Handhabung; eine Bedienungsanleitung ist nicht notwendig. Mit dem Upgrade auf die aktuelle Android-Version und einem bezahlbaren Preis bei Saturn, Amazon und Co. stellt das C2 ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis dar.

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