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Test: LG Rolly Keyboard – diese Tastatur fällt aus der Rolle

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Wie tippt Ihr eigentlich auf Eurem Smartphone oder Tablet? „Mit einer Bildschirmtastatur, nä?", würde so mancher auf meine hinfällige Frage antworten. Gibt ja auch noch so etwas wie BlackBerry Priv oder Passport mit physischer Tastatur. Wobei viele Nutzer meinen, dass sie mit virtuellen Tasten und intelligenten Funktionen schneller tippen als auf kleinen Flächen aus Kunststoff. Wie auch immer, jedem das Seine. Für jene, die Fan einer richtigen Tastatur sind und gelegentlich längere Texte tippen, haben wir etwas.

Der G5-Hersteller LG Electronics hat auf der IFA 2015 eine schön kompakte und faltbare Hard-Tastatur gezeigt, die Rolly Keyboard. In diesem Test werfen wir einen Blick auf das neue Zubehör.

Das Produkt hat eine UVP von 99 Euro. Was bekommt man dafür? Ein mobile Bluetooth-Tastatur. Das Besondere daran: Man kann sie zu einem 26 Zentimeter langen Stab (Durchmesser: 2,5 cm) einrollen und platzsparend unterbringen. Also sprechen wir über Produktivität. Wer unterwegs Dinge zum Rollen bringen möchte – das war der letzte Flachwitz, versprochen – kann längere Texte effizienter und komfortabler über die Rolly Keyboard abtippen. Nicht wir sagen das, sondern LG. TechStage hat hierzu eine andere Meinung, wie Ihr gleich erfahren werdet.

LG Rolly Keyboard

Die Kommunikation läuft über den mittelalterlichen Bluetooth-Standard 3.0 mit bis zu zwei Geräten; per Druck auf die Funktions- und die D-Taste schaltet man zwischen beiden um. Karl der Große wäre von Bluetooth 3.0 sicher angetan, aber wir stehen auf Bluetooth 4.0 mit Low Energy. Statt eines Akkus gibt es bei der Rolly Keyboard eine Micro-Batterie (AAA). Mit einer Batterie soll die Tastatur bis zu 3 Monate funktionieren, sagt der Hersteller.

LG Rolly Keyboard

Die Tasten auf der Tastatur sind etwas eigenartig angeordnet. Das gilt für die Belegung der Tasten, zum Beispiel „Escape“ und auch für die Positionierung, zum Beispiel Pfeil-Tasten. Für dieses System braucht der Nutzer etwas Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Blind lostippen klappte in den ersten Versuchen nicht. Auch Tippen mit zehn Fingern funktioniert nicht intuitiv: Der Abstand der Tastenreihen ist geringer als der der Spalten. Damit haben wir uns am Anfang schwer getan.

LG Rolly Keyboard

Das Tippgefühl als solches ist angenehm. Oberflächensensibilität und Feedback sind gut. Im Test hatten wir die QWERTY-Variante. Für den deutschen Raum steht die QWERTZ-Ausführung zur Verfügung, jedoch ohne Umlaute. Eine weitere Besonderheit der Tastatur sind die integrierten Standfüße für Smartphones und Tablets, die man ausfahren kann. Die Qualität macht einen billigen Eindruck. Geräte lassen sich nur im Querformat aufstellen. Ansonsten kippt das Gebilde. Das ist nicht gut, denn nicht jedes Smartphone hat einen durchgehenden horizontalen Modus.

Wir finden die Tastatur von LG praktisch, aber sehen viele Dinge als unglücklich gelöst: Die Anordnung der Tasten, der alte Kommunikationsstandard und die geringe Stabilität. Darüber hinaus rutscht die Tastatur auf dem Tisch. Für die zweite Generation gibt es also noch sehr viel nachzubessern.

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