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Test: HTC One (M8)

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von Bestboyz Signet  //  Facebook Twitter Google+

HTC hat das One (M8) am 25. März 2014 in London und New York City vorgestellt. Es ist der Nachfolger des One aus dem Jahr 2013. Die zweite Generation hat sich nicht nur optisch weiterentwickelt, sondern auch technisch. Es macht zum Beispiel einige Umbrüche und bringt radikale Veränderungen mit sich. In diesem Test lest und seht Ihr alles Wichtige zum neuen Flaggschiff-Smartphone von HTC.

Das One (M8) kommt, wie sein Vorgänger auch, in einem Aluminiumgehäuse daher. Dieses Mal jedoch verwendet HTC nicht die Sandwich-Konstruktion, das heißt Metall, Kunststoff dann wieder Metall, sondern ein komplettes und wohl bekanntes Unibody-Design. HTC sagt: „Die gesamte Elektronik wird von der Metallplatte umschlossen und kompakt festgehalten“. Aufgrund dieser Veränderung hat der Metallanteil um 20 Prozent zugenommen – insgesamt besteht das Gehäuse nun aus 90 Prozent Aluminium.

BestRankZ zu dem  HTC One M8
BestRankZ zu dem HTC One M8

Uns persönlich gefällt das Design sehr, das Telefon ist viel runder geworden und es liegt hervorragend in der Hand. Nicht zu groß, nicht zu klein. Man spürt sehr deutlich das Kurvige an den Rändern, gerade wenn man ein One (M7)-Nutzer ist. Das Aussehen ist alles in allem sehr feiner und eleganter geworden. Ich habe das One (M8) nun seit einiger Zeit bei mir. Wenn ich zurück auf das ältere One blicke, will ich nicht zurück. Halten wir also fest: Die Metallpräsenz ist vorhanden. Das neue One ist 146mm hoch und 9,35mm dick. Die Masse liegt bei 160g. Im direkten Vergleich zu seinem Vorgänger ist das One (M8) größer, dicker und schwer geworden. Deshalb ist unter anderem eine Einhandbedienung mit einer mittelgroßen Hand nicht mehr möglich. „Power-Taste ist wieder oben, dieses Mal gibt es aber eine Alternative“ Hinzu kommt, dass HTC die Standby-Taste schon wieder auf der Kopfseite verbaut hat. Aber das ist eigentlich kein Problem mehr, denn HTC hat eine clevere Alternative eingebaut. Wir sprechen hier über eines der neuen Feature, das sich HTC Motion Launch nennt. Im Telefon sitzt ein extrem energieschonender Bewegungsprozessor, der dem System mitteilt, wann und wie das One (M8) gehalten wird. So viel zu der Technik. Der daraus entstandene Nutzen: Man kann das Smartphone über Wischgesten bedienen. Ein Double-Tap zeigt beispielsweise die Display-Sperre an. So kann man sehen, wie spät es ist und ob etwas eingegangen ist. Eine Wischgeste von links nach rechts entsperrt das Telefon und öffnet anschließend den HTC BlinkFeed.

Fußseite des HTC One (M8)
Fußseite des HTC One (M8)

Der Nutzer kann so auf News und Updates eingehen. Wer das Telefon ganz gewöhnlich entsperren und auf den Homescreen landen möchte, kann das gleiche machen, aber halt nur von rechts nach links oder unten nach oben. So kommt man etwas schneller zu seinen Apps und Widgets. Die letzte Richtung ist von oben nach unten, damit startet man den auf Nuance basierte Sprachbefehl für Anrufe. Wer möchte, kann auch die Kamera sehr zügig ausführen: Hierzu muss das Telefon horizontal in die Hand genommen und die Lautstärkentaste hoch gedrückt werden. Dann ist es sofort entsperrt und man kann ein Bild oder Video machen. Das HTC One (M8) kommt in diesem Jahr in den drei verschiedenen Farben Gunmetall Grey, Amber Gold und Glacial Silver auf den Markt. Bis auf diese Variante, die Ihr im Video seht, ist alles andere matt und nicht gebürstet.

Der Akku hat eine Nennladung von 2.600mAh Stunden. Für ein 2014er-High-End-Smartphone hört sich das im ersten Augenblick wenig an. Jedoch kommt man bei einer moderaten Nutzung auf 2 Tage. Bei einer aggressiven Nutzung, sprich Telefonie, YouTube, Facebook, Twitter, Kamera und Musik landet man auf einem Tag. Dank der Aufladetechnologie QUALCOMM QuickCharge 2.0 kann man das HTC One (M8) mit einem zusätzlichen Netzteil innerhalb von 47 Minuten voll aufgeladen. Mit Sense 6 kommt auch eine neue Akkuschonfunktion namens „Extermer Energiesparmodus“. Bei der Aktivierung wird aus dem Smartphone ein normales Handy mit Touch gemacht. Alle Funktionen werden auf das Mindeste reduziert. In unserem Test haben wir mit 10% Restladung 27 Stunden Standby erreicht.

5-Megapixel Kamera des HTC One (M8)
5-Megapixel Kamera des HTC One (M8)

Der interne Speicher ist 16GB groß. Das Betriebssystem und die Software schnappen sich knapp 5,4GB. Für den Nutzer bleiben am Ende 9GB für die Anwendung übrig. Das ist nicht viel, aber hier kommt auch schon der erste Umbruch: Das One (M8) kann mit einer microSDXC-Karte um bis zu 128GB auf insgesamt 144GB erweitert werden. Wir haben hier erst einmal eine 64GBer eingelegt und nun etwas besser ausgestattet.

HTC One (M8) Rückseite
HTC One (M8) Rückseite

Den Selfy-Trend hat auch HTC registriert und verbaut deshalb im One (M8) eine 5-Megapixel Kamera mit Ultraweitwinkel. Die vordere Kamera hat eine Blende von ƒ/2.0 und ist ideal für Leute, die sich selbst und ihre Freunde aufzeichnen möchten. Die Kamera kann außerdem HDR und 1080p-Videoaufnahme.

Auf der Rückseite des One (M8) hat sich einiges getan. Fangen aber zunächst mit dem an, was wir bereits kennen: HTC verwendet wieder einmal seine UltraPixel Kamera-Technologie. Der große Bildsensor hat eine maximale Auflösung von 4,1-Megapixel und ist eher für gute Qualität, statt hohe Auflösung entwickelt worden. Die einzelnen Pixel nehmen viel mehr Licht auf, als gewöhnliche Kamerasysteme in Smartphones. Das ist alles unverändert geblieben. Eine weitere Neuheit ist die Dual-LED mit zwei verschiedenen Temperaturen. HTC sagt dazu Smart Flash 2.0 – die Funktion ist dieselbe wie das True Tone von Apple, die im iPhone 5s steckt.

Duo Kamera des HTC One (M8)
Duo Kamera des HTC One (M8)

Aber nun das extremste Feature des neuen HTC One (M8): Das Telefon hat eine zweite Linse. Offiziell spricht man hier nicht von einer Kamera, sondern von einem Tiefenschärfesensor. Der Nutzer kann die Kamera auch nicht selbst aktivieren, ansteuern und 3D-Bilder oder ähnliches machen. Die einzige Aufgabe der sogenannten Duo Kamera ist es, Information über die Tiefenschärfe festzuhalten. Hierdurch ist einerseits ein sehr schneller Fokus mit untern 0,3 Sekunden möglich, anderseits kann der Nutzer die Schärfe nachträglich verschieben und einen guten Bokeh-Effekt anwenden. Konkret bedeutet das: Man macht ein Foto, öffnet es in der Bearbeitung und versetzt den Fokus über die Funktion „UFocus“. Des Weiteren gibt es einen etwas übertriebenen Parallax-Effekt mit perspektivischer Verschiebung. Das Feature mit dem Fokus wird von einigen Herstellern, wie Nokia und Sony, mit Software gelöst. Allerdings gefällt uns die Hardware-Lösung von HTC mehr, weil man sich darauf nicht einstellen und solch eine Aufnahme planen muss. Unabhängig davon kommt es hier bei HTC auch auf das Motiv und die Perspektive an. Man kann nicht einfach ein Bild machen und anschließend den Fokus versetzen, das geht einmal nicht und falls auch, würde es sehr künstlich aussehen. In einigen Situationen, wo die Parameter optimal sind, zum Beispiel eine Tiefe im Bild, erhält man nach der Anwendungen von UFocus sehr tolle Ergebnisse.

Zu der Bildqualität allgemein: Sie ist gut, es macht Spaß mit der Kamera Fotos und Videos zumachen. Wie aber gesagt: Die Auflösung reicht gerade einmal für ein DIN-A4 Blatt. Videos können nicht in 4K UHD, sondern nur in 1080p aufgenommen werden. Was in dieser Generation fehlt ist ein optischer Bildstabilisator. HTC meint, der schnelle Fokus kompensiere den OIS. Die neue Kamera-Applikation ist umfangreicher aber gleichzeitig einfacher geworden: Man nun eines von sechs Kamera-Modi verwenden. In der „Zoe Kamera“ werden alle Funktionen über die Betätigungsdauer der Kamerataste kombiniert.

  • QUALCOMM Snapdragon 801 Quad-Core Prozessor (MSM8974AB) mit 2,36GHz, weltweit
  • QUALCOMM Snapdragon 801 Quad-Core Prozessor (MSM8974AC) mit 2,46GHz für China
  • 2GB DDR2 RAM
  • Android OS 4.4.2 KitKiat
  • HTC Sense UI 6
  • 16GB interner Speicher, weltweit
  • 32GB interner Speicher für die USA
  • Erweiterung per microSDXC-Karte um 128GB auf insgesamt 144GB
  • 5-Zoll Full High Definition IPS-LCDisplay mit Corning Gorilla Glass 3
  • HTC UltraPixel Kamera-Technologie mit ImageSense 2-Bildsensor (4-Megapixel)
  • HTC Duo Kamera mit Duo-Effekten (UFocus, Dimension Plus, Saisons, Vordergrund)
  • 5-Megapixel Kamera vorne mit ƒ/2.0 und 88° Weitwinkel
  • LTE-A mit 150Mbit/s und DC-HSPA+ mit 42,2Mbit/s
  • WLAN 802.11 a ac g g n mit 2,4GHz und 5GHz
  • NFC
  • Bluetooth 4.0
  • Fitbit-Sensor
  • Barometer
  • HTC BoomSound Stereolautsprecher
  • 146,36mm hoch * 70,6mm breit * 9,35mm dick bei 160g Masse
  • nanoSIM-Karte

Das Display des HTC One (M8) ist um 0,3-Zoll auf 5-Zoll in der Diagonale gewachsen. Die Auflösung ist mit Full High Definition die gleiche geblieben. Nach wie vor verwendet HTC hier ein ausgezeichnetes IPS-LCDisplay. Dieses Mal ist es sogar ein Hochempfindliches, das sich auch mit herkömmlichen Handschuhen bedienen lässt. Die Farben der Anzeige sind realistisch, sie sind satt und hell genug für den Außeneinsatz. Etwas zu verbessern gibt es hier nicht.

Rückseite des HTC One (M8)
Rückseite des HTC One (M8)

Ähnlich wie das One aus dem Jahr 2013, hat auch das neue One Stereo-Lautsprecher auf der vorderen Seite. Die BoomSound-Technologie hat 25 Prozent mehr Volumen, als im vorherigen Modell. Ein 1:1-Vergleich macht den Unterschied deutlich. HTC setzt in diesem Jahr auf virtuelle, statt physische oder elektronische Tasten. Hängt einfach damit zusammen, dass Google und HTC in diesem Jahr beste Freunde sind.

Ein wirklich sehr cooles Feature ist der integrierte Fitbit-Sensor. Der Hersteller, der normalweise seine Fitness-Produkte für Apple und Samsung-Geräte anbietet, hat hier einen vollwertigen Flex eingebaut. Über die mitgelieferte Applikation kann man in Echtzeit sehen, wie viele Schritte man gegangen ist, welche Strecke zurückgelegt und ob das Tagespensum an Kalorien erreicht wurde.

IPS-LCDisplay des One (M8)
IPS-LCDisplay des One (M8)

Das HTC One (M8) ist ein äußerst hochwertiges High-End Smartphone. Es sieht gut aus, fühlt sich toll in den Händen an und wirkt definitiv nicht durchschnittlich. Wir finden das Design hat sich weiterentwickelt und es kommt einem vertraut vor. Zu den positiven Eigenschaften zählen wir das Display, das hell und sehr scharf ist, die BoomSound-Lautsprecher die trotz einer hohen Lautstärke noch viel Klang bieten. Außerdem finden wir die Kamera ganz gut, schade ist nur, dass das OIS fehlt. Was die Duo Kamera betrifft, haben wir unsere Bedenken: Aktuell stehen nur wenige Duo-Effekte zur Verfügung, die Frage ist auch: Wie häufig wird man dieses Feature im Alltag verwenden? Und rechtfertigt diese eine Funktion auch die Existenz der zweiten Kamera? Auf der negativen Seite haben wir eigentlich nicht viel aufzuzählen: Die Hardware ist super aktuell, das Betriebssystem ist das neueste. Akku und Gesprächsqualität sind sehr gut. Wer nicht unbedingt auf eine hohe Kameraauflösung angewiesen ist, wird mit dem HTC One (M8) sehr zufrieden sein. Von unserer Seite ist es eine absolute Kaufempfehlung.

Kopfseite des HTC One (M8)
Kopfseite des HTC One (M8)

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