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Test: Google Nexus 7 (2013)

von Bestboyz Signet  //  Facebook Twitter Google+

Das neueste Tablet aus dem Hause Google ist ab heute weltweit erhältlich. Es wurde auf einem speziellen Event vor etwa einem Monat angekündigt. Mit der zweiten Generation hat Google nicht nur eine verbesserte Hardware präsentiert, sondern auch eine leicht veränderte Android-Version: OS 4.3 Jelly Bean. In diesem Test lest und seht Ihr alles Wichtige über das Google Nexus 7 (2013).

Ganz grob gesagt: Das Nexus 7 (2013) sieht aus, wie eine dünne schwarze Platte. Auf der vorderen Seite befindet sich das Schutzglas, das übrigens eine fettabweisende Schicht besitzt. Das ist unter anderem ein Merkmal, das hochwertige Tablets von gewöhnlichen unterscheidet. Die Sicht ist klar und die Bedienung macht Spaß. Die Rückseite wird von einer matten Softtouch-Oberfläche abgedeckt. Sie fühlt sich äußerst angenehm an und ermöglicht einen festen Halt. Der Überzug hat eine flache und gleichmäßige Ebene. Bei der ersten Generation war diese noch gepunktet. Auch hier bilden sich kaum Fettflecken oder Spuren von Feuchtigkeit. Und selbst wenn es welche gibt, kann man diese mühelos wegwischen. Das Design ist hervorragend; es ist gelungen finden wir. Die Optik ist eine Zusammenfügung aus Mattigkeit und Glanz. Gerade diese Kombination wirkt simple und selbsterklärend auf den Nutzer. Einen herausstechenden Akzent gibt es nicht. Einige Elemente kommen aus dem Gehäuse heraus und sind poliert, andere sind eingedrückt und glanzlos. Nexus 7 ist so leicht und dünn, dass das Anfassen zu einem Vergnügen wird. Das neue Nexus 7 ist schlanker und dünner geworden, als das ältere. Es ist 200mm hoch und 8,65mm dünn. Dabei wiegt es super leichte 290g. Es passt problemlos in einer Hand und kann unschwer über eine längere Zeit gehalten werden. Eine Bedienung mit einer normalgroßen Hand ist nahezu unmöglich. Es gibt insgesamt drei Tasten – alle sind gut positioniert und man kommt einfach ran. Der Druckpunkt ist ebenfalls ordentlich.

BestRankZ zu dem Google Nexus 7 (2013)
BestRankZ zu dem Google Nexus 7 (2013)

Der Akku des 7-Zoll großen Tablets ist 3.950mAh Stunden stark. Das sind 375mAh weniger, als in der vorherigen Generation. Wie dem auch sei, bei voller Nutzung und einer maximaler Displayhelligkeit haben wir 6 Stunden und 25 Minuten erreicht. Danach muss es aufgeladen werden: 3 Stunden bei einer Eingangsspannung von 5,2 Volt. Die Stromzufuhr funktioniert über einen gewöhnlichen microUSB-Anschluss. Das Nexus 7 gibt es in drei Variationen: 16GB, 32GB und 32GB mit LTE. Die Version mit 16GB bietet einen frei nutzbaren Speicher von 11,42GB. Für ein Gerät, das ein hochauflösendes Display besitzt und somit große Dateien darstellen soll, ist das nicht viel. Erweiterbar ist der Speicher leider auch nicht.

Google Nexus 7 (2013) im Querschnitt
Google Nexus 7 (2013) im Querschnitt

Das Display ist – wie der Name schon sagt – 7-Zoll in der Diagonale groß. Die Größe hat sich nicht verändert. Was sich jedoch verändert hat, ist die Auflösung: Von WXGA auf gigantisch große WUXGA. Das sind 1.920 Pixel in der Höhe multipliziert 1.200 Pixel in der Breite. Die Anzeige stellt somit 2,3 Millionen Pixel dar, also 125 Prozent mehr, als die Anzeige des Nexus 7 2012. Das Panel ist ein IPS-LCDisplay und punktet in allen Bereichen: Schärfe, Helligkeit, Schwarzwert, Farbexaktheit sowie Blickwinkelstabilität. Selbst kleinere Texte kann man einfach ablesen. Für uns persönlich ist es mit Abstand das beste 7-Zoll Display. Es ist phänomenal.

5-Megapixel Kamera im Google Nexus 7 (2013)
5-Megapixel Kamera im Google Nexus 7 (2013)

Googles-Tablet kommt mit zwei Kameras. Eine auf der Rückseite mit 5-Megapixel und Autofokus und eine auf der vorderen Seite mit 1,2-Megapixel und einem Fixfokus. Die Qualität beider Systeme ist befriedigend. Die primäre Kamera ist ein Tick besser und kann zudem Videos in Full High Definition aufzeichnen. Ein LED fehlt, ist aber auch nicht notwendig denken wir. Uns persönlich wäre es lieber gewesen, wenn man den Schwerpunkt auf die vordere Kamera gelegt hätte. Denn mit einem Tablet macht man eher Videotelefonie, als Bilder schießen. Eventuell könnte man sogar noch am Preis etwas drehen...

Mit Android OS 4.3 Jelly Bean hat Google nicht allzu viele Features vorgestellt, wie es sonst üblich ist. Die Optik ist gleich geblieben, das Konzept nach wie vor auch. Google Play Games ist etwas Neues. Dieser Dienst wurde schon auf der Google I/O im zweiten Quartal präsentiert. Hier auf dem Nexus 7 ist er schon vorinstalliert. Mit Google Play Games können Entwickler ihre Spiele einfacher entwickeln. Eine Multiplayer-Funktion erfordert beispielsweise nicht mehr viel Aufwand, wie früher, wenn man die neuen Schnittstellen nutzt. Gut, das ist etwas für die Entwickler. Was springt für den Nutzer heraus? Neben Errungenschaften, Bestenlisten und Co. bietet Google Play Games etwas wirklich Essentielles an, das schon seit längerem fehlt: Spielstände werden in der Cloud gespeichert und auf allen Geräten synchronisiert.

Eine weitere Funktion von Android 4.3 Jelly Bean ist Bluetooth Smart. Einige Hersteller hatten die Schnittstelle schon drin – jetzt wird es nativ von dem Betriebssystem unterstützt. Bluetooth Smart, oder auch Bluetooth Low Energy genannt, ist wichtig für Geräte, die nahezu immer aktiv sein müssen. Dabei muss der Energieverbrauch gering sein. Kompatibles Zubehör von Herstellern, zum Beispiel von HTC, werden wir zur IFA 2013 sehen.

Neu sind auch die sogenannten eingeschränkten Profile. Seit OS 4.2 Jelly Bean kann jedes Tablet mehrere Nutzer haben, die separat verwaltet werden können. Wie der Name sagt, lassen sich Nutzerprofile einschränken. Szenario: Eltern können ihren Kindern ein System in die Hände drücken, wo beispielsweise keine In-App-Käufe möglich sind oder Applikationen sich anders verhalten. Zwei Sachen, die im Unterbau von Android 4.3 stecken: Es unterstützt nun Open GL ES 3.0. Ein Programmiergerüst für Grafik, hierdurch kriegt man viel Detail und allgemein eine intensivere Grafik. Mit TRIM werden ältere Geräte arbeiten, wie neue aus der Fabrik. Außerdem: Eine sehr versteckte Sache die sich TRIM nennt. Damit wird der nicht flüchtige Speicher optimiert. Sodass eine kontinuierliche Leistungsbereitschaft zur Verfügung steht. Ältere Geräte, die über einen längeren Zeitraum genutzt werden, verlieren ihre Performance. Mit TRIM bleibt alles gleich schnell. Also etwas Geniales für alle Geräte, die noch OS 4.3 Jelly Bean erhalten werden. Sprechen wir über Performance: Das Nexus 7 arbeitet wie eine Rakete. Applikationen werden zügig ausgeführt und auch der Browser Google Chrome ist schnell. Seiten werden nahtlos gerendert und die Darstellung ist flüssig.

IPS-LCDisplay des Google Nexus 7 (2013)
IPS-LCDisplay des Google Nexus 7 (2013)

Das Nexus 7 ist ein wirklich großartiges Tablet. Es sieht gut aus, kann das, was es verspricht und kostet wenig. Tatsächlich gibt es so gut wie keine Schwächen am Tablet. Man könnte den Akku etwas stärker machen, aber das ist eigentlich auch schon alles. Wer viele Dateien speichern möchte, sollte sich nicht die 16GB Version kaufen, stattdessen lieber die größere mit 32GB. Zu Stärken gehören: das hochauflösende Display, großartiger Sound, einfaches und elegantes Design, der WLAN-Empfang ist solide und auch die Verarbeitung hat uns gefallen. Wer etwas Portables für wenig Geld möchte, das mit richtig viel Power und aktuell Software arbeiten soll, der soll sich das Nexus 7 2013 von Google kaufen. Die Preise beginnen ab 229€.

microUSB- und SlimPort-Anschluss des Google Nexus 7 (2013)
microUSB- und SlimPort-Anschluss des Google Nexus 7 (2013)

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