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Test: Asus ZenWatch

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Der taiwanesische Computer- und Peripherie-Hersteller Asus hat die ZenWatch auf der IFA 2014 in Berlin vorgestellt. Das Wearable wurde zunächst nur angeteasert und erst später offiziell vorgestellt. Seit kurzem kann man die ZenWatch auch in Deutschland kaufen – wenn auch zunächst nur in beschränkter Stückzahl. Der Preis liegt bei 229 Euro – bei manchen Onlineshops gibt es das Teil auch schon für einen Zehner weniger.

Aber was macht die Armbanduhr so besonders? Immerhin gibt es so viele Android-Wear-Uhren – die Moto 360 oder G Watch R sind einige der nennenswerten Beispiele. Aber hier kommt’s: die ZenWatch ist unserer Meinung nach die schönste Smartwatch, die es aktuell auf den Markt gibt. Und das ist ein Punkt, der bei Dingen wie Accessoires eine hohe Relevanz hat.

Aus der Verpackung kommt die ZenWatch mit einem braunen Armband aus echtem Leder. Das sieht gut aus und fühlt sich extravagant an. Es ist ein hartes Leder, das sich nicht einfach biegen lässt; die Steifigkeit ist deutlich zu spüren. Gerade das vermittelt das Gefühl, dass man etwas Teures arm Armgelenk trägt. Falls Euch die Farbe und das Band nicht gefällt, könnt Ihr es auch austauschen: Asus benutzt hier den 22-Millimeter-Standard. Die Größe könnt Ihr selbst verstellen, hierfür gibt es ein Clip-System.

Verschluß der ASUS ZenWatch

Die eigentliche Smartwatch wird von einem Edelstahlgehäuse geschützt. Oben und unten hat es eine glänzende und chromartige Oberfläche, während die Mitte in Rosé-Gold gehalten ist. An der dicksten Stelle, das ist die Mitte, ist die Uhr 9,4 Millimeter dick. An den Seiten verjüngt sie sich oval auf 7,9 Millimeter. Die Uhr ist IP55-zertifiziert, sie ist also vor Staub und Spritzwasser geschützt. Bei der Scheibe über dem Display handelt es sich um Corning Gorilla Glass 3 mit einer Ovalität von 2,5D.

Smartwatch-Einheit der ASUS ZenWatch

Die ZenWatch kommuniziert über Bluetooth 4.0 mit Eurem Smartphone. Kompatibel sind die drei Android-Betriebssysteme: Jelly Bean (4.3), KitKat (4.4) sowie Lollipop (5.0). Wer ein Asus-Smartphone wie das ZenFone oder PadFone verwendet, dem stehen zusätzlich zu den Android-Wear-Funktionen weitere Hersteller-eigene Features zur Verfügung. Dazu gehört beispielsweise die nahtlose Zusammenarbeit mit den Apps der ZenUI-Oberfläche.

Aber die ZenWatch bringt ohnehin ziemlich viele Funktionen mit sich, die es nur bei wenigen Komkurrenten gibt. Konkret freuen wir uns über eine Taschenlampe, einen Finder, der das eigene Smartphone per Fingertipp zum Klingeln bringt und einen digitalen Kompass. Praktisch ist auch das automatische Entsperren des Gerätes, wenn sich die Uhr in der Nähe befindet. Außerdem sind diverse Fitness-Funktionen sowie einen Fernauslöser für die Kamera integriert. Mann kann sogar die Ausgabe von Präsentationen mit der Uhr steuern.

Das Display hat eine Diagonale von 1,63 Zoll und ist ein AMOLED-Panel. Laut Asus wurde es speziell für die ZenWatch entwickelt und ist perfekt für die Uhr gemacht. In unserem Test haben uns Dinge wie die hohe Helligkeit, Farbexaktheit und Blickwinkelstabilität gefallen. Die physische Auflösung beträgt 320 × 320 Pixel, jedoch ist die Darstellung der Texte unserer Meinung nach etwas klein geraten.

Rückseite der ASUS ZenWatch

Hier machen LG und Motorola einen besseren Job. Auch zu kritisieren: Das Display-Oberflächen-Verhältnis. Der Rahmen um die Anzeige ist einfach zu dick. In der nächsten Generation würden wir gerne dieselbe Größe sehen – aber dann mit einem Display, das nahezu randlos ist.

G Watch vs. ZenWatch vs. Moto 360 vs. G Watch R

Die Hardware ist nichts besonderes: Zum Einsatz kommen ein Snapdragon 400 Quad-Core-Prozessor, 512 MByte RAM und 4 GByte Speicher. Der Akku hat eine Nennladung von 369 Milliamperestunden und lässt sich über ein mitgeliefertes Cradle aufladen, das sich über Federstifte mit Kontakten auf der Unterseite der Uhr verbindet. Bei gewöhnlichen Nutzung sind wir über einen Arbeitstag gekommen. Die Always-on-Funktion war in unserem Test durchgehend aktiviert, die ZenWatch hat also permanent die Uhrzeit dargestellt.

Die 75 Gramm schwere ZenWatch sieht einfach fantastisch aus. Die Verarbeitung und die Optik stimmen. Wer damit nicht glücklich wird, der kann das Armband in wenigen Sekunden über eine Schnellwechsel-Funktion austauschen.

Die Hardware ist vergleichbar mit den anderen Uhren, die aktuell verfügbar sind. Lediglich der Akku hätte uns etwas mehr überzeugen können. Definitiv nachzubessern ist die optische Integration des Displays, dessen Rahmen auffallend dick ist. Auf der funktionalen Seite leistet die ZenWatch einiges, was viele andere Produkte aktuell nicht können.

Unterm Strich ist die ZenWatch unser aktueller Favorit. Der Preis ist angemessen. Für 229€ ist die Asus-Uhr im Onlineshop erhältlich.

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