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Test: Apple iPad Air 2 – der Goldstandard

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iPad Air 2 – so heißt das neueste Tablet von Apple. Es ist die sechste Generation der 9,7-Zoller-Familie und sieht seinem Vorgänger, dem iPad Air, sehr ähnlich. Viel muss man zum Gerät nicht sagen: Das meiste ist unberührt geblieben, der Rest versteht sich von selbst. Nichtsdestotrotz ist es ein Produkt, das den Namen „Air“ trägt. Wie die meisten von Euch sicherlich wissen: Air-Produkte von Apple charakterisieren eine leichte Bauweise. Sie sind handlich, dünn und dennoch hochwertig.

Apple iPad Air (Silber) und iPad Air 2 (Gold)
Apple iPad Air (Silber) und iPad Air 2 (Gold)

Für das iPad Air 2 gibt es kein neues Design. Schaut man sich die erste und zweite Generation zeitgleich an, so stellt man auf den ersten Blick keinen Unterschied fest. Neu sind die Farben, in denen das iPad Air 2 nun verfügbar sein wird: Silber, Spacegrau und Gold.

Das Grundlegende ist aber gleich geblieben. Vorne gibt es ein großes Multi-Touch-Display mit Glasabdeckung und hinten befindet sich das Unibody-Gehäuse aus eloxiertem Aluminium. Die Glasscheibe auf der vorderen Seite hat eine Anti-Reflexionsbeschichtung erhalten. Das einfallende und sichtverschlechternde Licht soll damit um bis 56 Prozent reduziert werden. Wir sehen zwar einen Unterschied, aber ehrlich gesagt fällt dieser nicht so groß aus. Hätte Apple es nicht kommuniziert, wäre es uns nicht aufgefallen.

Neu: Das neue Apple-Tablet kommt jetzt auch in Gold
Neu: Das neue Apple-Tablet kommt jetzt auch in Gold

Im Vergleich zu dem iPad Air hat das iPad Air 2 eine Anzeige, die optisch laminiert ist. Das heißt: Zwischen dem Schutzglas und dem eigentlichen IPS-LCDisplay-Panel gibt es keinen Zwischenraum. Diese Methode bringt zahlreiche Vorteile: lebendigere Farben, bessere Blickwinkel, klare Sicht und niedere Helligkeitsstufe, was wiederum dem Akku gut tut. Jedenfalls ist das ein Punkt, der mich im vergangenen Jahr sehr gestört hat.

Apple Touch ID
Touch ID: Mit einer Fingerabdrucksensor lässt sich das Gerät entsperren. Außerdem können Käufe über iTunes und den Apple App Store getätigt werden.

Nach wie vor muss man sich keine Gedanken, wie man das Tablet hält: Ein Erkennungs-Feature sorgt dafür, dass die Berührung des Daumens ignoriert wird. Das ist gut, weil das iPad Air 2 einen dünnen Rahmen hat. Mit etwas weniger als 444 g ist das iPad Air 2 eines der leichtesten oder vielleicht sogar das leichteste Tablet der 10-Zoll-Klasse – dabei ist es 6,1 mm dünn, 18 Prozent dünner als der Vorgänger. Es liegt unglaublich gut in den Händen und man spürt wortwörtlich die Hochwertig des Gerätes.

Wie alle iOS-Produkte hat auch das iPad Air eine physische Home-Taste, die sich unter dem Display befindet. Dieses Mal integriert die Taste einen kapazitiven Fingerabdrucksensor, wie wir ihn vom iPhone 5s, iPhone 6 und iPhone 6 Plus kennen. Man kann also das Gerät entsperren; nach einer erfolgreichen Authentifizierung Apps oder andere Medieninhalte kaufen und/oder sich identifizieren und Zugänge freischalten.

Schade: Apple hat beim neuen Modell den mechanischen Schalter zum Blockieren der Display-Rotation oder zum Stummschalten entfernt. Warum dies der Fall ist, teilt der Hersteller nicht mit. Diese Funktionen sind nun ausschließlich über die Software erreichbar.

Die Anzeige des Apple iPad Air 2 ist 9,7 Zoll in der Diagonale groß. Diese Dimension wurde über die Generationen nicht verändert. Die Darstellungsfläche misst 2048 × 1536 Pixel. Das Produkt dieser Multiplikation ergibt 3,1 Millionen Pixel. Am IPS-LCDisplay gibt nichts auszusetzen: Farben, Schwarz- und Weißwerte sind klasse. Es ist scharf und erfüllt seine Aufgabe prima.

Kamera des Apple iPad Air 2
Die Apple iSight-Kamera des iPad Air 2 löst mit 8 Megapixeln auf.

Die Kameras in einem Tablet sind in erster Linie nicht ganz so wichtig. Dennoch möchte man ab und zu ein Videogespräch führen, dafür wird eine gute Kamera auf der vorderen Seite vorausgesetzt. Die FaceTime-HD-Kamera des iPad Air 2 bringt 1,2-Megapixeln – zwar wurde sie verbessert und auch die Qualität stimmt soweit, dennoch ist es Zeit für eine mit mindestens 2 Megapixeln. Außerdem könnte Weitwinkel nicht schaden. Die Kamera auf der Rückseite, auch „Apple iSight“ genannt, löst 8 Megapixel auf. Und wie gesagt: Primär möchte man mit einem Tablet keine Fotos oder Videos machen, dennoch ist die iSight-Kamera besser als die Digicams so manche Smartphones. Sie ist echt gut und zeigt erfreulich viele Details.

Das Apple iPad Air 2 ist das beste Tablet, das Ihr aktuell kaufen könnt: Es ist der Goldstandard. Für seine Größe ist es handlich, leistungsmäßig stark und solide verarbeitet. Außerdem fühlt es sich prima in den Händen an. Zudem sieht es gut aus und ist komfortabel im Transport.

Was uns gut gefallen hat, sind Punkte wie Display, Akku, WLAN und LTE-Geschwindigkeit sowie Empfang. Darüber hinaus hat Apples Ökosystem die besten Apps, die man für Tablets bekommen kann, das sei ehrlich gesagt. Was wir langsam im iPad sehen möchten, sind Stereo-Lautsprecher in einer zu dem Nutzer ausgerichteten Position. So ein Gerät ist für Filme und Serien gedacht --- warum also den Sound nicht besser machen?

Das iPad Air 2 eine starke Produktivitäts- und Kreativitätsmaschine. Es macht viel Spaß. Wer ein iPad Air hat, der sollte nicht unbedingt auf das neuere Modell aufrüsten, denn Touch ID, neuer Prozessor, dünneres Gehäuse sowie eine verbesserte Sicht auf das Display sprechen nicht wirklich für einen Upgrade.

Im Vergleich zu vielen Android-Tablets stößt aber der hohe Preis negativ auf.

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