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Terratec Mobile Protect: Bluetooth-Keyfinder im Test

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Der Terratec Keyfinder wirbt mit einer ungewöhnlich hohen Reichweite von 40 Metern und einem integrierten Fernauslöser für die Kamera. Wir haben uns den Bluetooth-Schlüsselfinder angesehen und getestet, wie sich der kleine Helfer in der Praxis schlägt.

Mit den Maßen 50 × 33 × 11 Millimetern und einem Gewicht von 12 Gramm ist der Terratec-Transponder einer der schwersten Schlüsselfinder in unserem Testfeld. Der Tile Mate beispielsweise wiegt nur knapp die Hälfte. Die Größe und das Gewicht gehen trotzdem in Ordnung: In der Hosentasche fällt der Tracker nicht weiter auf.

Das hochwertige Gehäuse besteht aus geruchsfreiem, gummierten Kunststoff und macht einen stabilen Eindruck. Zur Befestigung am Schlüsselbund ist eine Metallschlaufe vorgesehen. Das Mittelteil des Tags dient gleichzeitig als Taster; der Druckpunkt ist relativ leicht und die Taste ist nicht gegen unbeabsichtigtes Drücken gesichert.

Der Bluetooth-4.0-Transponder funktioniert bidirektional. Das bedeutet das Smartphone kann sowohl den Keyfinder klingeln lassen, als auch umgekehrt. Laut Terratec liegt die maximale Reichweite bei rund 40 Metern.

Der Terratec Tracker im Größenvergleich zum Gigaset Keeper.

Die App speichert bei Kontakt zum Empfänger dessen GPS-Position. Letztendlich hilft diese Funktion dabei, wieder in Bluetooth-Reichweite zu kommen. Zusätzlich wird ein Alarm ausgelöst, wenn sich Handy und Transponder voneinander entfernen. Auch die Handy-Kamera lässt sich mit dem Schlüsselfinder auslösen.

Der Protect Mobile ist offiziell nur mit der iOS-App KeyGuard nutzbar. In der Praxis funktioniert der Tracker aber auch mit der gleichnamigen Android-App. Diese ist laut Software eigentlich für den Keyfinder Xmarty gedacht – sie funktioniert aber auch mit dem Protect Mobile von Terratec. Der Funktionsumfang ist mit der originalen App identisch. Ausprobiert haben wir das Ganze mit einem LG K10.

Positiv finden wir, dass der Tracker nicht in den Müll wandern muss, wenn nach circa einem halben Jahr die Batterie leer ist. Die integrierte Knopfzelle CR2032 lässt sich unkompliziert vom Nutzer austauschen. Das ist ein echter Pluspunkt, denn bei den Geräten Slim und Mate von Tile ist das leider nicht so. Der Mate passt dafür aber auch ins Portemonnaie.

Ungewöhnlich ist die maximale Reichweite von 40 Metern. Alle anderen Bluetooth-Keyfinder schaffen 30 Meter. In der Praxis kommt der Protect Mobile dann auch nur auf circa 35 Meter. Das ist unbedeutend mehr als beispielsweise beim Gigaset Keeper – auch der kommt über die versprochenen 30 Meter hinaus.Uns ist es aber lieber, wenn etwas weniger versprochen und dann überboten wird, als ein höheres Versprechen, was in der Praxis kaum einzuhalten ist.

Mit Hilfe des Keyfinders sind die Schlüssel schnell gefunden.

Die Bluetooth-Verbindung des Schlüsselfinders ist auch über ein Stockwerk hinweg stabil. Ein Druck auf den Knopf des Keyfinders und unser iPhone beginnt zu klingeln; vorausgesetzt, die App läuft im Hintergrund, Bluetooth ist aktiv und alle Berechtigungen wurden erteilt. Umgekehrt reicht ein Fingerzeig in der App, und wenige Sekunden darauf beginnt der Protect Mobile zu piepsen. Die Lautstärke reicht aus, um einen verlegten Schlüssel auch unter einem Haufen Kissen oder in einem Nebenzimmer wiederzufinden.

Die Oberfläche der App ist selbsterklärend und sehr übersichtlich.

Besteht keine Bluetooth-Verbindung können wir in der App nachsehen, wo unser Handy als letztes Kontakt zu unseren Schlüsselfinder hatte. So kommen wir wieder in Reichweite unseres kleinen Helfers und können diesen piepsen lassen. Als angenehm hat sich in der Praxis auch die sogenannte Homezone in der App herausgestellt. Diese ermöglicht es, den Entfernungsalarm einfach zu deaktivieren.

Wirklich praktisch ist die Zusatzfunktion als Fernauslöser. Dazu starten wir in der App die Fotofunktion. So ist es möglich, die Kamera mit Hilfe des Protect Mobile auszulösen, statt den Alarm zu aktivieren.

Eine gemeinsame Crowd-Suche wie beim TrackR Bravo oder beim Tile Slim ist beim Terratec Keyfinder nicht vorhanden. Diese würde das Auffinden des Trackers auch durch andere Nutzer mit der KeyGuard-App ermöglichen – vorausgesetzt, es gibt genügend Nutzer mit laufender App.

Der Schlüsselfinder von Terratec gefällt uns gut. Die für uns wichtige Suchfunktion erfüllt der Protect Mobile dank bidirektionaler Kommunikation voll und ganz. Die Reichweite ist gut, wenn auch nicht bedeutend höher als bei anderen Trackern, obwohl im Datenblatt angegeben.

Richtig praktisch ist die Auslöse-Funktion für die Kamera. Diese war bei bisher keinem getesteten Keyfinder vorhanden und bedeutet einen echten Mehrwert. Auch die austauschbare Batterie gibt einen Pluspunkt. Die Crowd-Suche fehlt zwar, deren tatsächlicher Mehrwert ist aber auch fraglich.

Per Knopfdruck kann man mit dem Protct Mobile auch die Handykamera auslösen.

Einzig der relativ leichte Druckpunkt des Tasters am Protect Mobile hat uns gestört. Zahlreiche in der Tasche ausgelöste Fehlalarme waren die Folge.

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