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SoundTouch 10: kompakter Multiroom-Speaker im Test

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Neben dem kürzlich von uns getesteten WLAN-Lautsprecher SoundTouch 20 von Bose gehörten auch zwei SoundTouch 10 zu unserem Multiroom-Test-Setup. Ob uns der kleinste Speaker der Serie auch so begeistern konnte wie der SoundTouch 20 erfahrt Ihr in unserem Test.

Als kleinster Vertreter der SoundTouch-Serie von Bose präsentiert sich der SoundTouch 10 sehr kompakt mit seinen Abmessungen von 21,2 × 14,1 × 8,7 Zentimeter. Sein Gewicht beträgt knapp 1,9 Kilogramm. Wie beim größeren Bruder besteht das Gehäuse aus gut verarbeitetem stabilem Kunststoff, allerdings komplett in matt gehalten ohne eine schimmernde Textur wie beim SoundTouch 20. Als Abdeckung der Lautsprecher im Inneren ist vorne Stoff angebracht. Oberhalb eines schmalen Alu-Streifens vorne sitzen LEDs, die signalisieren, ob Verbindung mit dem WLAN besteht und welche Audio-Quelle ausgewählt ist.

Auf der Oberseite sind sechs Schnellwahltasten untergebracht – beispielsweise um selbst festgelegte Internet-Sender oder Musik-Alben aufzurufen. Außerdem finden sich dort Lautstärke-Tasten, der Einschalter und ein Taster um Bluetooth oder Aux als Eingangsquelle auszuwählen. Die zum Lieferumfang gehörende Fernbedienung entspricht der des SoundTouch 20. Neben den schon erwähnten Bedienelementen direkt am Lautsprecher gibt es dort noch eine Play/Pause-Taste. Auf der Rückseite ist neben Stromanschluss und einem Service-Port zum Verbinden mit einem PC nur der Aux-Eingang zum Anschluss von Audioquellen.

Der SoundTouch 10, wie auch die anderen Speaker der Serie, haben mit dem heimischen Router verbunden Zugriff auf das Internet und auf im Netzwerk eingebundene Speicher. Sind mehrere SoundTouch-Boxen im Einsatz können diese identische oder verschiedene Musik abspielen. Neben Streaming-Diensten und Netzwerkspeichern gelangt die Musik wahlweise auch per Bluetooth in das System. Bei Nutzung des Aux-Eingangs erfolgt die Wiedergabe des Eingangssignals leider nur auf dem entsprechenden Gerät, das Abspielen auf mehreren Speakern ist nicht möglich. Dass dies technisch eigentlich kein Problem ist zeigt Teufel mit dem Raumfeld One M (Testbericht) und Philips mit seinen Geräten aus der Izzy-Serie (Philips BM6 Testbericht).

Wie auch schon beim SoundTouch 20 gibt der Hersteller keinerlei technische Details zur Technik im Inneren des SoundTouch 10 preis. Weder Leistung noch Speaker-Bestückung ist bekannt. Beides macht allerdings akustisch einiges her, aber dazu in Kürze mehr.

Die möglichen Musikquellen unterteilt Bose in die Bereiche SoundTouch, Bluetooth und Aux. Bei Ersterem handelt es sich um alle per App für Android und iOS regelbaren Quellen. Dies ist ein Internetradio, einige wenige Streaming-Dienste und Zugriff auf im Netzwerk befindliche Speicher inklusive Unterstützung des beliebten Plex-Media-Servers. Bei den verfügbaren Streaming-Diensten handelt es sich um Spotify, das nur mit Premium-Account nutzbar ist, SiriusXM, Deezer und Amazon Music. Amazon Music steht allerdings bislang nur SoundTouch-Nutzern in den USA zur Verfügung.

Während Musik per Bluetooth und Aux sich problemlos mit Fernbedienung und den am Speaker befindlichen Bedienelementen abspielen und regeln lässt, gibt es für den Multiroom-Betrieb und den Bereich SoundTouch eine App für Android & iOS. Diese hilft auch bei der Ersteinrichtung, allerdings hakte es dabei im Test ordentlich. Bei jeder der Boxen in unserem Test-Setup benötigte es mehrere Anläufe, bis die Verbindung mit dem WLAN hergestellt war. Das bilden eines Stereopaars aus zwei SoundTouch 10 hingegen ging innerhalb der App reibungslos. Leider gilt auch hier: Aux funktioniert bei Bose immer nur an einem Speaker. Im Stereobetrieb mit zwei SoundTouch 10 ist der Line-In-Eingang nicht nutzbar.

Die prinzipielle Bedienung des Multiroom-Systems mit der App – inklusive dem zusammenstellen von Boxen-Gruppen um identische Musik abzuspielen und dem Ansteuern einzelner Boxen um dort verschiedene Musikquellen abzuspielen – funktioniert gut. Nervig ist nur das auch schon im SoundTouch-20-Testbericht beschriebene Problem, dass der Lautstärkeregler immer mal wieder nicht reagiert. Dann hilft nur ein hin und herschieben des Reglers, bis die Lautstärkeregelung endlich wieder funktioniert.

Im Test lief das Multiroom-System mit zwei SoundTouch 10 und einem SoundTouch 20 über eine Fritzbox 7360 inklusive 50-Mbit-Leitung und zeigte ansonsten keinerlei Probleme. Beim Abspielen kamen in erster Linie MP3- und FLAC-Dateien zum Einsatz, außerdem haben wir einen Plex-Media-Server angezapft und per Bluetooth von Google Music und Amazon Music Songs und Alben auf die Bose-Speaker übertragen.

Vom Klang des SoundTouch 20 (Testbericht) waren wir sehr angetan, sogar mehr als von den direkten Konkurrenten in Sachen Größe und Preis Sonos Play:3 und Raumfeld One M. Auch der SoundTouch 10 klingt toll, aber in diesem Fall empfanden wir den Unterschied zu den vergleichbaren Kompakt-Lautsprechern Sonos Play:1 und Raumfeld One S nicht gravierend. Alle drei WLAN-Boxen haben untenrum einen satten aber definierten Bass, warme Mitten und obenrum feine Höhen – alles in allem ein klar definiertes und aufgeräumtes Klangbild. Und auch laut klingen die kleinen Speaker von Bose, Sonos und Teufel noch richtig gut.

Der Bose SoundTouch 10 ist in einer weißen und einer schwarzen Ausführung erhältlich.

  • Weiß
    Bose SoundTouch 10 Serie III weiß
  • Schwarz
    Bose SoundTouch 10 Serie III schwarz

Während uns der SoundTouch 20 in Bezug auf seinen Sound deutlich besser gefiel als die beiden größten Konkurrenten Sonos Play:3 und Raumfeld One M, spielt der SoundTouch 10 klanglich in derselben Liga wie der Sonos Play:1 und der Raumfeld One S. Sie alle klingen verdammt gut für solch kompakte Speaker und bilden bei Bedarf Stereopaare. Was die gebotenen Features angeht hinkt der SoundTouch 20 der Konkurrenz in unseren Augen allerdings etwas hinterher.

Zwar kommt per Bluetooth zwar so ziemlich alles an Streaming-Diensten auf den Lautsprecher und ins Multiroom-System – allerdings benötigt es dazu immer Handy oder Tablet mit dort laufender Musik. Nicht so bei Sonos mit seiner großen Liste an Streaming-Anbietern innerhalb der App und des Systems oder bei Teufel mit Chromecast-Funktionalität. Auch erscheint es uns unverständlich, dass über den Aux-Eingang am SoundTouch 10 und am SoundTouch 20 nur Musik aus dem jeweiligen Speaker tönt – Multiroom sieht anders aus. Bei Teufel (Raumfeld One M Testbericht) und bei Philips (Philips BM6 Testbericht) geht das ja auch ohne Probleme.

Wer vor allem Internetradio und Musik von freigegeben Speicherplätzen im heimischen Netzwerk hört oder kein Problem damit hat, dass er für den Bluetooth-Betrieb immer noch zusätzlich ein Smartphone oder Tablet benötigt, der wird mit dem SoundTouch 10 absolut zufrieden sein. Sonos und Teufel dürften den meisten Nutzern allerdings in Bezug auf die unterstützten Musikquellen mehr Flexibilität bieten.

Raumfeld One S im Test
Raumfeld One M im Test
Sonos Play:1 im Test
Sonos Play:3 im Test
Bose SoundTouch 20 im Test
Philips BM6 im Test

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