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Sony ZR5: Multiroom-Box mit vielen Anschlussmöglichkeiten

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Zwar bietet der Multiroom-Speaker ZR5 von Sony innerhalb seiner App keinen Zugriff auf Streaming-Dienste, hat allerdings neben Chromecast-Unterstützung diverse Anschlussmöglichkeiten wie USB, Bluetooth und Aux-Eingang. Ob das die fehlenden Dienste wie Tidal, Napster oder Juke wettmacht, erfahrt Ihr in unserem Test.

Sonys ZR5 präsentiert sich in einfachem, aber zeitlosen Design. Der kleine Speaker mit Metallgitter an der Front und an den Seiten hat die Abmessungen 101 × 161 × 101 Millimeter und wiegt knapp 1,7 Kilogramm. Oben sitzen der Einschalter und drei berührungsempfindliche Buttons, mit denen die Einstellung der Lautstärke und das Durchschalten der verschiedenen Audio-Quellen erfolgt. Auf der Rückseite finden sich neben einem Gewinde für Halterungen Audio-Eingang, USB-Anschluss, Ethernet-Anschluss, HDMI-Port und der Anschluss für die Stromversorgung.

Wie üblich bei den meisten Multiroom-Systemen wird der ZR5 per App mit dem eigenen WLAN-Netz verbunden. Darüber hat der Lautsprecher – und, wenn vorhanden, auch weitere Sony-WLAN-Boxen – Zugriff auf das Netzwerk und das Internet. Gleichzeitig ist der ZR5 auch ein herkömmlicher Bluetooth-Speaker. Verschiedene Geräte aus Sonys Multiroom-Serie bilden miteinander Gruppen und spielen dann in mehreren Räumen dieselbe Musik ab. Ebenso können aus verschiedenen Boxen auch verschiedene Songs tönen und aus zwei ZR5 Stereopaare gebildet werden.

Was die Ausstattung angeht, sorgen ein 14-Millimeter-Hochtöner und ein 70-Millimeter-Woofer für den Klang. Der Übertragungsbereich geht von 20 Hz bis 20 KHz. An Codecs unterstützt der ZR5 SBC, AAC und LDAC, kompatible Profile sind A2DP, AVRCP und SPP und Bluetooth arbeitet in Version 4.2.

Innerhalb der Bedienungs-App für Android und iOS gibt es bei Sony keinen Zugriff auf Streaming-Dienste, wie es bei den meisten Konkurrenten der Fall ist. Dafür hat das System Chromecast integriert und ermöglicht somit den Zugriff auf so ziemlich alle bekannten Dienste. Mehr zu diesem Thema findet Ihr in einem gesonderten Artikel (Chromecast: Multiroom mit Teufel, Sony, Pioneer & Co.). Das Abspielen von Musik auf Handy oder im Netzwerk befindlichen Speichern und Medienservern geht per App komfortabel und reibungslos, und auch auf USB-Speicher befindliche Musik findet problemlos ihren Weg auf die anderen Boxen.

Weiterhin lassen sich Abspielgeräte per Audio-Kabel anschließen und eine Bluetooth-Verbindung zur Audiowiedergabe nutzen. Beides funktioniert dann allerdings nur auf dem jeweiligen Gerät und nicht im Multiroom-Verbund. Und auch Stereopaare mit zwei ZR5-Lautsprechern arbeiten leider nicht problemlos mit weiteren Speakern zusammen. Sie funktionieren in einem größeren Verbund nur als getrennte Lautsprecher.

Die App leistet sowohl bei der Ersteinrichtung als auch beim Abrufen diverser Quellen gute Dienste. Sie ist übersichtlich aufgebaut: Das Erstellen von Gruppen und Stereopaaren ist selbsterklärend und schnell erledigt. Für jedes Gerät gibt es Einstellungsmöglichkeiten den Klang betreffend, beim ZR5 einen 5-Band-Equalizer zum Finetuning. Performancemäßig gab es in unserem Test mit zwei ZR5-Lautsprechern und einem ZR7 über eine Fritzbox 7360 und eine 50-Mbit-Leitung laufend keinerlei Probleme.

Die ZR5 ist eine kleine Box mit großem Klang. Sie kommt zwar bei hohen Lautstärken nicht an vergleichbare Speaker von Sonos, Bose und Raumfeld heran, bei moderaten Lautstärken klingt sie allerdings top: sehr detailreich mit klaren und brillanten Höhen und einem satten, aber nicht zu dick auftragenden Bass. Als Stereopaar bringt sie dann noch eine ganze Ecke mehr her, allerdings ist es ein nicht unwesentlicher Kritikpunkt, dass sie sich so nicht im Multiroom-System nutzen lässt. Bei anderen Systemen wie Sonos ist dies kein Problem.

Es gibt den WLAN-Lautsprecher von Sony in Weiß und in Schwarz.

  • Weiß
    Sony SRS-ZR5 weiß
  • Schwarz
    Sony SRS-ZR5 schwarz

Sonys ZR5 kommt zwar ohne integrierte Streaming-Dienste, protzt aber geradezu mit Anschlussmöglichkeiten. Diese schwächeln allerdings teilweise im Multiroom-Betrieb: Bluetooth und Line-In geht jeweils nur auf einem Speaker und ist somit in Sachen vernetze Lautsprecher im ganzen Haus witzlos. Praktischer finden wir hingegen sowieso die Möglichkeit per Chromecast build-in alles, was das Herz begehrt, auf mehrere miteinander verbundenen Boxen zu bringen. Klanglich spielt das Gerät nicht ganz in einer Liga mit den Großen Sonos, Raumfeld und Bose, kostet aber auch etwas weniger als vergleichbare Geräte Konkurrenz.

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