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Sengled Pulse Flex im Test: LED-Lampe mit WLAN-Sound-System

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Ihr wollt in einem Zimmer ein paar Boxen installieren, aber habt einfach nicht genug Platz oder wisst einfach nicht wohin mit dem ganzen Kabel-Salat? Einen intelligenten Ansatz dafür gibt's von Sengled. Mit der neuen Pulse Flex verspricht der Hersteller guten Sound und einfaches Musik-Streaming vom eigenen Handy – ganz ohne Kabel! Die JBL-Lautsprecher sitzen in der "Glühbirne". Alles, was Ihr braucht, sind eine oder mehrere Lampenfassungen und ein WLAN-Netz. Wir haben die Wunderlampen unter die Lupe genommen.

Kaufen kann man die Lampen ab ungefähr 100 Euro in den Farben Silber oder Champagner. Dafür erhält man eine 370 g schwere „Birne“ mit einer Länge von ca. 16 cm und einem Durchmesser von fast 10 cm. Achtung: Sie passt deswegen von der Größe her nicht in jede Lampe! Auch passt sie nur in E27- oder B22-Lampenfassungen. Sie ist gegen Spritzwasser von oben geschützt und kann daher sogar in der Terasse oder im Wintergarten zum Einsatz kommen. Der Lautsprecher ist klar erkennbar im Glas verbaut.

Solltet Ihr die Lampe ausschalten, verbindet sie sich beim Einschalten automatisch wieder mit dem WLAN-Netzwerk, dieser Vorgang kann allerdings ein bisschen dauern. Ist sie verbunden, drückt Ihr einfach noch auf den Refresh-Button oben rechts zum Aktualisieren der App.

Die Sengled App gibt es für iOS 8.0 und Android 2.2 oder höher. In unserem Test arbeitete sie schneller auf dem iPhone als dem Android-Handy, was allerdings auch am Alter des Android-Handys liegen kann. Grundsätzlich ist sie sehr übersichtlich und einfach zu bedienen. Allerdings ist die App komplett auf Englisch, was das Einrichten und Bedienen der Lampen erschwert. Positiv ist zu erwähnen, dass die App auch auf mehreren Handys gleichzeitig flüssig läuft und sich dabei schnell syncronisiert.

Da die Pulse Flex anders als die bereits bekannte Bluetooth-Version Pulse WLAN-fähig ist, erhält man zusätzlich zum Streamen von lokalen Musikdateien erstaunlich viele Extra-Funktionen wie das Streamen über Spotify oder Deezer. Da die Software allerdings noch relativ buggy ist, hat dies in unserem Test nicht so reibungslos funktioniert wie es Sengled verspricht. Wie ihr diese Funktionen trotzdem nutzen könnt, zeigen wir euch in der Fotostrecke.

Über die Klang-Qualität lässt sich streiten. Mit 13 Watt Leistung ist die Lautstärke des JBL-Lautsprechers für die geringe Größe zwar sehr gut, allerdings treten bei nur einem Lautsprecher auf voller Lautstärke Übersteuerungen auf. Abhilfe könnt Ihr aber mithilfe einem Zweiten schaffen. Außerdem ist der Bass kaum zu hören, ebenso klingen alle tieferen Töne eher dumpf und nicht eindeutig. Erst in den hohen Lagen zeigt der Lautsprecher, was er wirklich kann und die Töne sind sehr klar. Über die Sengled-App lassen sich verschiedene Equalizer einstellen, einen qualitativen Unterschied haben wir dabei allerdings nicht festgestellt. Befinden sich mehrere Lautsprecher im selben Raum, können diese Musik in Stereo-Sound wiedergeben. Die Sound-Qualität wird dadurch vor allem in den tieferen Lagen verbessert, man erhält sogar ein Surround-Sound Gefühl. Ob Mono- oder Stereo-Sound stellt Ihr manuell in der Sengled App unter „Ambient“ ein.

Die Birnen leuchten in einem warmes Weiß mit einer Farbtemperatur von 2700K und sehr hell mit einer Licht-Leistung von 470 Lumen (entspricht einer Standard-Glühbirne von 40W), die man aber per App unter „Ambient“ dimmen kann. Farbänderungen sind leider nicht möglich.

Die Klang-Qualität ist zwar jetzt nicht überragend, aber im Hinblick auf die Größe des Lautsprechers, sind sie ihren Preis von 100 Euro eindeutig wert. Zwar stört der fehlende Bass bei HipHop oder Dubstep – Musik und ist somit für Partys ungeeignet, allerdings ist der Klang mehr als ausreichend, um nebenbei etwas zu arbeiten. Solange einem die Größe der Birne nicht stört, können wir die Lampen auf jeden Fall zum Kochen, da Kabel in der Küche immer schwierig zu platzieren sind, oder aber auch für abends, um im gemütlichen Schein auf der Terrasse zusammen zu sitzen, empfehlen. Die Idee eines Soundsystems ohne Kabel oder generell sichtbare Technik ist auf jeden Fall genial.

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