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Samsung R5: 360-Grad-Multiroom mit sattem Wumms

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Neben dem kürzlich von uns getesteten WLAN-Lautsprecher R1 von Samsung konnten wir auch die ne ganze Ecke leistungsstärkere Ausführung R5 intensiv testen. Bei meinen Nachbarn dürfte ich mir damit wohl keine Freunde gemacht haben, galt es doch vor allem dabei herauszufinden, ob das mehr an Leistung und Lautstärke den Preisunterschied von knapp 100 Euro rechtfertigt. Wenn man gerne mal so richtig aufdreht, dann würde ich sagen auf jeden Fall.


Optisch geben sich der R1 (Samsung R1 im Test) und der R5 nicht viel – abgesehen davon, dass der R5 ein gutes Stück größer und auch schwerer ist: Der zylinderförmige Lautsprecher misst 313 Millimeter in der Höhe bei einem Durchmesser von 166 Millimeter und einem Gewicht von 2,7 Kilogramm. Wie beim kleinen Bruder gibt es rundum einen Stoffbezug und oben eine berührungsempfindliche Bedienoberfläche. Das gut verarbeitete und optisch ansprechende Gerät hat auf der Unterseite ein Gewinde zur Befestigung an einem Ständer.

Mit dem heimischen WLAN verbunden spielt der R5 diverse Streaming-Dienste und Musik vom Smartphone oder Tablet aus ab. Auch auf dem PC oder Mac befindliche Songs können abgespielt werden – dazu gibt es von Samsung ein spezielles Programm für das jeweilige Betriebssystem. Der R5 hat auch Bluetooth integriert, Musik vom gekoppelten Smartphone tönt aber immer nur aus dem gerade verbundenen Lautsprecher. Unterstütze Formate sind MP3, WMA, AAC, OGG, FLAC, WAV, ALAC und AIFF.

Alle Speaker der Wireless-Audio-360-Serie lassen sich nicht nur zu Gruppen zusammenfassen, um in verschiedenen Räumen dieselbe Musik abzuspielen, jeweils zwei Geräte können untereinander auch nach belieben zu Stereopaaren gebündelt werden. Wie schon beim R1 verrät Samsung kaum technische Details, nur die Leistung gibt das Unternehmen bekannt: 80 Watt RMS haut die Box raus. Im WLAN unterstützt der WLAN-Lautsprecher das 2,4-GHz- und 5-GHz-Band.

Die Liste der unterstützen Streaming-Dienste ist nicht allzu groß. Es handelt sich dabei um TuneIn, Deezer, Qobuz, Napster, Juke, Spotify, 7digital, Murfie und Tidal. Neben – wie schon erwähnt – Musik vom Handy, Tablet und Computer kann der R5 außerdem auf im Netzwerk laufende Speicher und Medienserver zugreifen. Da Bluetooth nicht im Multiroom-Verbund funktioniert und Chromecast nicht unterstützt wird, hinkt Samsung der Konkurrenz bezüglich der Auswahl an abspielbarer Musik etwas hinterher.

Wie bei den meisten Multiroom-Systemen gibt es ein App für Android und iOS, die zur Ersteinrichtung und zur Bedienung dient. Einen Speaker ins Netzwerk einzufügen ging im Test schnell und problemlos, aber auch der prinzipiellen Bedienung des Systems – inklusive des Erstellens von Gruppen und Stereopaaren – gefiel uns. Die Nutzung der App ist in den meisten Bereichen selbsterklärend.

Direkt am Gerät darf der Nutzer den R5 optionale auch mit Wischgesten steuern: Einfach Antippen für Pause und Play und nach links oder rechts wischen, um Songs durchzuschalten. Für die Lautstärkeregelung gibt es spezielle, ebenfalls berührungsempfindliche Buttons.

Sowohl App als auch das Multiroom-System liefen im Test reibungslos und ohne technische Probleme. Wie auch bei allen bislang von uns getesteten Multiroom-Speakern kamen eine Fritzbox 7360 und eine 50-Mbit-Leitung zum Einsatz.

Schon der R1 mit seiner Leistung von um die 40 Watt hat uns klanglich sehr gut gefallen, der R5 mit seinen 80 Watt hat uns diesbezüglich ebenfalls nicht enttäuscht. Wie sein kleiner Bruder bietet er einen satten und druckvollen Bass, klare und detailfreudigen Höhen und warmen Mitten. Für den nach allen Seiten abstrahlenden Sound und den in der App regelbaren 7-Band-Equalizer gibt es weitere Pluspunkte. Und in Sachen Lautstärke bietet der R5 Reserven ohne Ende. Schon auf 50 Prozent gestellt befindet man sich in einem Bereich, der schon grenzwertig ist – und bei den Nachbarn nicht auf viel Gegenliebe stoßen dürfte. Und auch sehr laut gestellt klingt die Box noch klar und präzise.

Klanglich ist der R5 ein toller WLAN-Lautsprecher mit massig Reserven. Wer kein Freund sehr hoher Lautstärken ist, der dürfte aber schon mit dem knapp 100 Euro günstigeren R1 voll zufrieden sein. Bezüglich der Audioquellen sind viele Konkurrenzprodukte allerdings besser aufgestellt: Manche Speaker anderer Hersteller haben beispielsweise zusätzliche Line-In-Eingänge, Chromecast-Unterstützung oder aber Multiroom-kompatibles Bluetooth. Bei Samsung sind die Möglichkeiten diesbezüglich etwas limitiert.

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