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Samsung Galaxy A3 (2017): Schick, günstig, altes Android

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Die Neuauflage des Samsung Galaxy A3 wirkt mit seinem 4,7-Zoll-Bildschirm wie ein geschrumpftes Galaxy S7. Wir haben getestet, wie sich das günstige Gerät im Alltag schlägt und für wen sich der Kauf lohnt.

Die Verarbeitung des Galaxy A3 lässt keine Wünsche offen: Die Spaltmaße sind minimal und sehr gleichmäßig. Der abgerundete Bildschirm und die Rückseite aus Glas fühlen sich hochwertig an und hinterlassen nicht den Eindruck eines günstigen Einsteiger-Geräts. Das Galaxy A3 hat eine ansprechende Haptik und auch die Einhandbedienung klappt hervorragend.

Das Galaxy A3 ist erfreulicherweise wasserdicht nach IP68 – bei einem Einsteiger-Gerät ist das keine Selbstverständlichkeit.

Bild: Die Verarbeitung ist wirklich gut.

Während viele Hersteller inzwischen mindestens 5-Zoll-Bildschirme verbauen, kommt das Galaxy A3 nur mit einem kleinen 4,7-Zoll-Display auf den Markt. Das kommt vor allem Nutzern mit kleineren Händen zugute.

Die zwei getrennten Lautstärken-Tasten finden sich auf der linken Geräteseite. Auf der gegenüberliegenden Seite sind der Power-Taster und eine Öffnung für den Lautsprecher untergebracht. Der Einschub für SIM- und Micro-SD-Karte befindet sich auf der Oberseite. Die USB-C-Buchse zum Laden und eine klassische 3,5-mm-Klinkenbuchse für Kopfhörer sind auf der Unterseite untergebracht. Auch das ist keine Selbstverständlichkeit: HTC beispielsweise setzt bei dem Modell U Play nurnoch auf den USB-C-Standard und verzichtet komplett auf einen Kopfhöreranschluss. Wir finden es super, dass die Klinkenbuchse trotzdem vorhanden ist. Ältere Audiogeräte können so auch ohne zusätzlichen Adapter weiter verwendet werden.

Die Ausstattung des Galaxy A3 ist ausreichend für den Alltag – Maßstäbe setzt sie aber nicht.

Anders als beim Vorgängermodell aus dem Jahr 2016 ist beim aktuellen Galaxy ein Fingerabdrucksensor im Home-Button verbaut. Neben dem mittig platzierten Sensor erscheinen bei Berührung die Touchfelder für Zurück und die App-Übersicht.

Der interne Speicher hat leider kein Upgrade bekommen: 16 GByte müssen ausreichen. Das ist extrem schade, denn Android und die vorinstallierten Apps brauchen alleine schon fast die Hälfte des Speicherplatzes. Dem Nutzer stehen also gerade mal etwas über 8 GByte zur Verfügung. Für heutige Verhältnisse ist das einfach zu wenig: Spiele wie Hearthstone brauchen alleine schon gut 3 GByte. Für weitere Apps, Musik oder gar Videos bleibt da nicht viel Platz übrig. Der Speicher kann zwar mittels Micro-SD-Karte erweitert werden – Apps lassen sich aber nicht einfach auslagern.

Der Einschub für SIM- und Micro-SD-Karte findet sich auf der Oberseite.

Eine Status-LED oder eine Schnellladefunktion wie bei den teureren Galaxy-Modellen ist nicht vorhanden. Aber auch ohne die Turbo-Ladefunktion ist unser Testgerät bereits nach zwei Stunden wieder voll aufgeladen. Durch das kleine Display und den sparsamen Prozessor hält der fest verbaute Akku mit 2350 mAH locker den ganzen Tag durch – auch bei intensiver Nutzung.

Im Inneren arbeiten ein Samsung Exynos-7870-Prozessor mit maximal 1600 MHz und zwei GByte Arbeitsspeicher. Die Leistung haut einen zwar nicht vom Hocker – reicht aber für den Alltag aus. Der Antutu-Benchmark ermittelt eine Gesamtpunktzahl von 45.860. Damit liegt das Galaxy A3 leistungstechnisch im mittleren Bereich. Die Bedienung klappt flüssig und ohne Ruckler; zumindest, solange nicht zu viele Apps gleichzeitig laufen.

Die getesteten Spiele wie Hearthstone oder Asphalt 8 liefen auch problemlos – allerdings waren die Ladezeiten deutlich länger als beispielsweise beim Flagship-Phone Galaxy S8.

Das Samsung Galaxy A3 kommt mit Android 6.0.1. Ob und wann das Update auf Android Nougat erscheint, ist derzeit noch nicht sicher. Sobald wir die Information von Samsung haben, werden wir diese nachreichen.

Die vorab installierten Apps von Google gehen noch in Ordnung – auch wenn sie nicht jeder Nutzer braucht. So erkauft sich Samsung schließlich das "kostenlose" Android.

Die über 600 MByte Microsoft-Apps aber sind ein Unding – insbesondere bei einem so kleinen internen Speicher. Ließen sich Word, Excel und Co. wenigstens deinstallieren, könnte man das noch akzeptieren. Wir können die Apps aber nur deaktivieren und nicht deinstallieren.

Das 4,7-Zoll Display hat nur eine Auflösung von 720 × 1280 Bildpunkten, also HD. Damit ergibt sich zwar rechnerisch eine Pixeldichte von passablen 312 ppi (Pixel per Inch); das Ergebnis ist aber bei weitem nicht so scharf, wie wir es von anderen aktuellen Geräten gewohnt sind. Auf den Produktfotos sind teils deutlich die einzelnen Pixel erkennbar. Das liegt neben der Auflösung vor allem am eingesetzten AMOLED-Display mit PenTile-Matrix.

Der Bildschirm ist deshalb zwar nicht unbrauchbar, aber die Schärfe ist definitiv unterdurchschnittlich. Das 5,3-Zoll-Display des LG K10 mit derselben Auflösung wirkt weit schärfer. LG verbaut aber auch ein LCD statt eines AMOLED-Panels.

Der Darstellung fehlt es an Schärfe.

Immerhin sind Helligkeit und Kontrast ausreichend hoch, so dass die Bedienung auch im Freien bei direktem Sonnenschein gut funktioniert. Auch bei einem schrägen Blickwinkel sind die Farben nahezu unverfälscht und knackig.

Die beiden Kameras des Galaxy A3 haben nur eine sehr durchschnittliche Auflösung von 13 beziehungsweise 8 Megapixeln. Die Ergebnisse können sich aber, trotz schwacher Hardware, durchaus sehen lassen: Solange es ausreichend hell ist, werden die Fotos wirklich ansehnlich. Auch Makroaufnahmen funktionieren erstaunlich gut; allerdings braucht der Autofokus teils mehrere Sekunden, bis er die richtige Schärfeebene findet.

Bei schlechten Lichtverhältnissen beginnen die Bilder stark zu rauschen, und der Kontrast geht verloren: ein typisches Verhalten bei allen günstigen Smartphone-Kameras.

Der Dynamikumfang ist nicht besonders hoch. Starke Hell-Dunkel-Kontraste kann die Kamera nicht vernünftig einfangen. Die Ergebnisse sind entweder zu dunkel oder überbelichtet.

Die Videoqualität ist ebenfalls in Ordnung. Die Full-HD-Aufnahmen bei Tageslicht sehen gut aus. Bei abnehmender Beleuchtung beginnen die Filme aber stark zu rauschen.

Für Schnappschüsse reicht die verbaute Hardware aber auf jeden Fall aus.

Das Samsung Galaxy A3 (2017) ist in schwarz, blau, gold und pink erhältlich.

  • schwarz
    Samsung Galaxy A3 (2017) A320F schwarz
  • blau
    Samsung Galaxy A3 (2017) A320F blau
  • gold
    Samsung Galaxy A3 (2017) A320F gold
  • pink
    Samsung Galaxy A3 (2017) A320F pink

Das Samsung Galaxy A3 ist ein solides und gut verarbeitetes Smartphone für Einsteiger und Wenignutzer. Wer mehr Wert auf ein gutes Design als auf ein hochaufgelöstes Display legt, wird mit dem Samsung sehr zufrieden sein.

Auf einen klassischen Kopfhöreranschluss muss man beim Galaxy A3 nicht verzichten.

Wer allerdings viel Speicher für Apps, Musik oder Videos braucht, sollte sich nach einer Alternative umsehen. Auch Heavy-User mit hohen Ansprüchen bezüglich der Rechenleistung oder einer High-End-Kamera werden mit dem Galaxy A3 nicht glücklich.

Wirklich enttäuschend ist die Tatsache, dass Samsung ein altes Android einsetzt. Wäre Android Nougat installiert würde unsere Bewertung klar besser ausfallen. Auch ein Einsteiger-Smartphone sollte immer mit aktueller Software auf den Markt kommen.

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