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Rockt oder Ramsch? USB-Kühlschrank für den PC

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Heute geht es bei „Rockt oder Ramsch“ um einen kleinen Kühlschrank, den man an einen USB-Port seines PCs anschließen kann. So soll immer ein kühles Getränk parat stehen.

Der USB-Kühlschrank vom Geek-Stuff-Shop Getdigital verspricht am PC angeschlossen Getränke auf bis zu 8,5 Grad herunterzukühlen. Er bietet Platz für eine Getränkedose oder ein ähnlich großes Glas. Ob das 22,95 Euro teure Gadget halten kann, was es verspricht, erfahrt Ihr im Video:

Wer lieber liest, statt ein Video zu gucken: Nachfolgend findet Ihr den Inhalt des Clips als Text.

USB-Tassenwärmer kennt man ja, das ist nichts Außergewöhnliches. Mit dem Computer verbunden wird der Kaffee oder der Tee warmgehalten, was aber ja durchaus eine nützliche Sache ist. Anders herum sieht es allerdings auf dem Gadget-Markt eher mau aus. Ein kleiner Kühlschrank, den man an den PC anschließt, und der ein kaltes Getränk bereithalten kann, ist mir zumindest bislang nicht untergekommen. Den gibt es für 22,95 Euro im Onlineshop von Getdigital.de und wir haben ihn auf Herz und Nieren getestet.

Neben dem Mini-Kühlschrank mit seinem USB-Kabel gehört zum Lieferumfang nur noch eine Kurzanleitung. Die Abmessungen des Gadgets betragen 14 × 8 × 7 Zentimeter. Um das Teil in Betrieb zu nehmen, wird das USB-Kabel des Kühlschranks einfach an einen freien Steckplatz am PC oder ein Handyladegerät angeschlossen, einen Ein/Aus-Schalter gibt es nicht. Mit einem leisen Surren setzt sich dann ein Propeller im unteren Teil des Gadgets in Bewegung, der Luft auf die mit einer Art Kühlrippe versehene Bodenplatte bläst. Schon nach kurzer Zeit wird diese dann auch spürbar kalt. Der Plastikkühlschrank besitzt keine Dichtung und keine Isolierung - dafür, dass Getränke gekühlt werden, zeigt sich alleine das unten sitzende Metallelement verantwortlich.

Viel Platz ist in dem kleinen USB-Kühlschrank nicht – es passt ziemlich exakt eine herkömmliche 330-ml-Getränkedose oder aber ein ebenso hohes und nicht viel dickeres Glas hinein. Im Inneren sitzt eine kleine LED, die den Eindruck vermitteln soll, dass man in einen gewöhnlichen Kühlschrank blickt. So wirklich gelingen will das allerdings nicht.

Um eine möglichst optimale Kühlung zu erreichen, empfiehlt es sich einen USB-Anschluss mit möglichst hohem Output zu nutzen, wie sich auch aus der Beschreibung auf der Verpackung herauslesen lässt. Und in der Tat ließ sich eine in heißem Wasser erwärmte Getränkedose an einem USB-Port mit 5 Volt bei 2 Ampere innerhalb einer halben Stunde wieder spürbar herunterkühlen. Zimmertemperaturwarme Drinks hingegen lassen sich so auch annähernd auf Temperaturen bringen, wie man sie von normalen Kühlschränken kennt – laut Produktbeschreibung allerdings nicht unter 8,5 Grad Celsius. Wenig verwunderlich geht das jedoch nicht so schnell, wie bei herkömmlichen Kühlschränken. Das USB-Gadget bietet sich also in erster Linie zur Aufbewahrung von schon gekühlten Drinks an, die dann zur gewünschten Zeit immer noch schön kalt entnommen werden können.

Abzüge in der B-Note gibt es jedoch für die Verarbeitung des Kühlschranks. Bei genauerer Betrachtung zeigten sich eine nicht ganz akkurat ausgeführte helle Lackierung und einige Unebenheiten an den Rändern vom sich ohnehin nicht besonders hochwertig anfühlenden Plastikgehäuse und der Tür.

Trotz der erwähnten Kritikpunkte ist der USB-Kühlschrank in meinen Augen ein im wahrsten Sinne des Wortes cooles Gadget, das im nächsten Sommer wohl einen Platz auf meinem Schreibtisch haben wird. Zum einen natürlich, weil es in Sachen Kühlung hält, was es verspricht, und bei Bedarf immer ein wohltemperiertes Getränk bereithält. Und zum anderen, weil es auch recht cool ausschaut.

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