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Rockt oder Ramsch? Günstige IP-Cam von Xiaomi

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Heute geht es in „Rockt oder Ramsch“ um die „Small Ants Camera“ von Xiaomi. Die HD-IP-Cam kostet nur um die 30 bis 40 Euro und bietet eine solide technische Ausstattung. Wir haben die Überwachungskamera die letzten Tage genauer unter die Lupe genommen und verraten Euch in unserem Video, was von dem Gadget zu halten ist.

Wer lieber liest, statt ein Video zu gucken: Nachfolgend findet Ihr den Inhalt des Clips als Text.

Die „Small Ants Camera“ von Xiaomi ist eine IP-Kamera, auf die sich von unterwegs übers Internet zugreifen lässt. Auf technischer Seite bietet sie WLAN nach 802.11 b, g und n, 720p-Auflösung, ein 110-Grad-Weitwinkel-Objektiv, 4-fachen Digitalzoom, einen microSD-Karten-Slot und hat einen Lautsprecher und ein Mikro verbaut. Das knapp 260 Gramm schwere Gadget wird per Standardnetzteil über einen microUSB-Anschluss mit Energie versorgt.

Wie man es von Xiaomi gewohnt ist, gibt es an der Verarbeitung des Gerätes nichts zu mäkeln. Das Gehäuse wirkt solide, der Standfuß macht mit seinem austarierten Gewicht und einem rutschhemmenden Ring auf der Unterseite einen guten Job, wodurch sich das Gerät komfortabel in die gewünschte Position bringen lässt. Die 110-Grad-Weitwinkel-Kamera trägt ihren Teil dazu bei, dass man die Cam gar nicht übermäßig penibel platzieren muss, um möglichst viel eines gewünschten Bereiches im Blick zu haben.

Zur Überwachung des eigenen Zuhauses gibt es entsprechende Apps für Android und iOS, über die die Kamera auch ins Netzwerk eingebunden wird. Ist dies einmal geschehen, lässt sich auch von unterwegs übers mobile Internet auf die IP-Cam zugreifen. Dies hat im Test im LTE-Netz jederzeit reibungslos funktioniert, aber auch mit UMTS-Geschwindigkeit ist dies möglich – allerdings läuft die Videoübertragung dann nicht immer ruckelfrei.

Innerhalb der App lassen sich unter anderem Bilder und Videos vom aktuellen Geschehen vor der Linse machen – bei Bedarf geschieht dies aber auch automatisch, wenn eine Bewegung im Blickfeld der Linse erkannt wird. Auch als Aufpasser und potentieller Einbrecher-Identifizierer kann die Kamera also herhalten und informiert bei Wunsch auch auf dem Smartphone darüber, dass sich just vor einer Sekunde irgendwas vor dem Sucher getan hat. Dies hat im Test einwandfrei funktioniert.

Aufgezeichnete Bilder und Videos landen auf der Speicherkarte, die eingelegt sein muss, um diese Möglichkeit nutzen zu können. Innerhalb der App können Sie direkt von der Kamera aufs Handy heruntergeladen werden. Bei Videos wird jeweils auch Ton aufgenommen, über den integrierten Lautsprecher hingegen lässt sich mithilfe der App durch die Kamera sprechen. Der Sound klingt in beiden Fällen recht blechern, beim Sprechen über das Mikro gibt es auch im WLAN eingeloggt längere Verzögerungen.

Abgesehen von den nicht besonders beeindruckenden Klangqualitäten hat mich die „Small Ants Camera“ von Xiaomi in den wichtigsten Bereichen überzeugt: Ich habe jederzeit mein Zuhause im Blick, denn es gab zu keiner Zeit Probleme eine Verbindung mit der Kamera herzustellen und auch die App arbeitet stabil und ohne Probleme oder Abstürze. Auch die Benachrichtigungsfunktion funktionierte absolut zuverlässig im Test.

Da Xiaomi seine „Small Ants Camera“ nicht international vertreibt, stellt sich allerdings die Frage, ob sich ein Import des Gadgets über einen der üblichen Verdächtigen China-Shops lohnt. Dort kostet der Spaß zwischen 30 und 40 Euro und man muss sich darauf gefasst machen, dass der Versand recht lange dauert – außerdem kann es passieren, dass noch Zollgebühren oben draufkommen. Und für nicht viel mehr Geld bekommt man in Deutschland ganz offiziell ähnlich gut ausgestattete IP-Kameras.

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