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Review: Motorola RAZR i

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von Bestboyz Signet  //  Facebook Twitter Google+

Nach dem RAZR und RAZR MAXX bringt Motorola das RAZR i, das dritte Smartphone der legendären Reihe nach Deutschland. In der Pipeline befindet sich auch das RAZR HD, das in Kürze bei Telefónica Germany erhältlich sein wird. Das RAZR i ist Motorola Mobilitys erstes Smartphone, das mit einem Intel-, statt ARM-Prozessor arbeitet. Dennoch ist es keine Überraschung, denn beide Unternehmen hatten eine Kooperation auf der Consumer Electronics Show in Januar 2012 in Las Vegas, Nevada angekündigt gehabt. Das erste Ergebnis dieser Zusammenarbeit sollte noch in diesem Jahr folgen. Alles was Ihr zu dem Motorola RAZR i wissen müsst, erfahrt Ihr in diesem Review.

Review

Verarbeitung und Design

App-Favoriten im App-Drawer des Motorola RAZR i
App-Favoriten im App-Drawer des Motorola RAZR i

Bei dem RAZR i verwendet Motorola – wie üblich – sehr hochwertige Materialien: Hauptsächlich kommt hier Flugzeugaluminium zum Einsatz. Das Metall ist sehr fest und gleichzeitig super leicht – ein Punkt, das der Hersteller auch so bewirbt. Kunststoff-Bereiche gibt es aber dennoch: Die Kamera-Abdeckung und das vorne verbaute Mikrofonstück bestehen aus Plastik. Negativ ist es aber nicht, denn es gibt zwei weitere Punkte, womit das RAZR i überzeugt: das widerstandsfähige Corning Gorilla Glass ist gegen normale Kratzer immun, die Rückseite des Telefon ist mit DuPont KEVLAR überzogen. Drumherum sitzt ein Rahmen, das leicht gummiert ist. Diese Eigenschaften machen das Telefon fest und stark.

Das Gehäuse des RAZR i ist keilförmig. Die dickste Stelle misst 8,3mm. Es ist 122,5mm hoch und wiegt leichte 126g. Wegen der exzellenten Verarbeitung und kompakten Größe ist die Haptik hervorragend, obwohl das Display genauso groß ist, wie das des Motorola RAZR.

Photos Motorola RAZR i 2
Photos Motorola RAZR i 2

Das Highlight ist hier das sogenannte „Edge-to-Edge“-Display: Das Telefon ist nahezu kantenlos. Wären das Display und die sehr fein geriffelten Ränder auf einer Höhe, so dass beide Komponenten nahtlos ineinander übergehen, dann käme das „Edge-to-Edge“ noch besser zu Geltung. Das Design macht einen soliden, festen und maskulinen Eindruck – gerade weil die Optik matt ist. An den Seiten befinden sich außerdem jeweils drei erkennbare Schrauben – lässt etwas Maschinelles spüren...

Testfoto: Motorola RAZR i
Testfoto: Motorola RAZR i | BestBoyZ

Der im Motorola RAZR i sitzende 2.000mAh-Akku lässt sich nicht austauschen, da das Gehäuse fest verschlossen ist. Die Bereitschaftszeit bei mittlerer Display-Helligkeit, aktiviertem WLAN und 3G beträgt 4-5 Tage. Bei intensiver Nutzung kamen wir 15 Stunden. Das sind ausgezeichnete Werte für ein Smartphone der Oberklasse. Die Speicherkonstellation sieht wie folgt aus: 8GB interner Speicher, davon stehen einem 5,26GB frei zur Verfügung. Wer erweitern möchte, der kann‘s mittels microSDHC-Karte um 32GB machen. Auf der linken Seite befindet sich hierfür eine Klappe, darunter lässt sich die microSIM- und Speicherkarte einlegen. Apropos Gehäuse: Es ist Spritzwasser fest.

Aufbau

App-Drawer des Motorola RAZR i
App-Drawer des Motorola RAZR i
Photos Motorola RAZR i 5
Photos Motorola RAZR i 5

Auf der vorderen Seite, oben-links, wurde eine LED platziert. Sie ist groß und auffällig. Bei verpassten Anrufen, eingegangen E-Mails oder SMS leuchtet sie grün, bei Facebook-Ereignisse blau und foursquare-Checkins weiß. Die zu dem Anwender gerichtete Kamera löst mit VGA-Auflösung (= 640x480 Pixel) auf. Qualitativ ist es eine schlechte Kamera – und das nicht nur wegen der geringen Auflösung. Deutlich besser ist die 8-Megapixel Kamera auf der Rückseite. Bei viel Licht werden die Aufnahmen gut und zeigen Detail. Wohingegen bei wenig Licht schlechte Bilder entstehen. Der Grund hierfür ist die zu klein geöffnete Blende von f/2.7. Eine LED ist an Bord und sorgt bei Dunkelheit für Licht. Dank eines speziellen Bildprozessors, kann das RAZR i zehn Bilder pro Sekunde aufnehmen. Videos lassen in dem Vektor High Definition (= 1920x1080 Pixel) bei 30 Vollbilder pro Sekunde aufzeichnen. Einen Videostabilisator besitzt das RAZR i nicht. Ton als auch Videobild sind zufriedenstellend.

Testbilder

Homescreen des Motorola RAZR i
Homescreen des Motorola RAZR i
Testfoto: Motorola RAZR i
Testfoto: Motorola RAZR i | BestBoyZ
Displaysperre des Motorola RAZR i
Displaysperre des Motorola RAZR i
Testfoto: Motorola RAZR i
Testfoto: Motorola RAZR i | BestBoyZ
RG-BG Matrix im Display des Motorola RAZR i
RG-BG Matrix im Display des Motorola RAZR i
Browser und Tastatur des Motorola RAZR i
Browser und Tastatur des Motorola RAZR i
Photos Motorola RAZR i 4
Photos Motorola RAZR i 4
Testfoto: Motorola RAZR i
Testfoto: Motorola RAZR i | BestBoyZ

Testvideo

Wie Google, gestaltet auch Motorola sein Telefon tastenlos: Elektronisch oder physische Tasten zum Steuern des Systems gibt es nicht. Stattdessen sind‘s virtuelle Tasten, die dann zum Vorschein kommen, wenn das RAZR i eingeschaltet ist. Neben dem microUSB-Anschluss auf der linken Seite, gibt es auf der rechten Seite vier Tasten: eine einstufige Kamerataste, Wippe für die Lautstärke und einen An/Aus/Sleep/Wake-Button. Die gut verarbeiteten Tasten haben einen guten und angenehmen Druckpunkt.

Display

Im RAZR i hat Motorola ein 4,3-Zoll großes Super AMOLED-Display verbaut. Der Hersteller nennt es „Super AMOLED Advanced“ – im Grunde ist es ein etwas helleres Display. Die Auflösung des Panels ist qHD; 540x960 Pixel. Bei einer Diagonale von 109mm resultiert eine Pixeldichte von 256ppi. Bei sehr, sehr kleinen Schriften kann das Ablesen ab einer gewissen Distanz schwierig werden. Die Farben der Anzeige sind – zum Glück – nicht so stark übersättigt, wie man es sonst üblich von anderen Smartphones mit Super AMOLED-Displays kennt. Hervorzuheben ist der extrem gute Schwarzwert des RAZR i. In der Dunkelheit sieht man lediglich einzelne Applikationen; der Umriss des Displays ist nicht  erkennbar.

Technische Daten des Motorola RAZR i:

Software

Photos Motorola RAZR i 6
Photos Motorola RAZR i 6
Testfoto: Motorola RAZR i
Testfoto: Motorola RAZR i | BestBoyZ
Testfoto: Motorola RAZR i
Testfoto: Motorola RAZR i | BestBoyZ
Testfoto: Motorola RAZR i
Testfoto: Motorola RAZR i | BestBoyZ

Auf dem RAZR i ist ab Werk OS 4.0 Ice Cream Sandwich installiert. Ein Update auf OS 4.1 Jelly Bean wird‘s zeitnah geben. Schade ist es aber dennoch, dass Googles hauseigene Hardware-Schmiede Motorola es nicht schafft, das aktuellste Betriebssystem drauf zu setzen. Dabei gibt es schon eine Handvoll Hersteller, die erste Jelly Bean-Geräte auf den Markt bringen, siehe Acer, HTC, Samsung Electronics oder ZTE. Als Oberfläche verwendet Motorola eine leicht veränderte Version von Motorola MOTOBLUR. In der Displaysperre kann man das Telefon auf laut oder Vibration schalten. Es gibt drei Applikationen (Telefon, SMS/MMS und Kamera), die man direkt von dieser Anzeige ausführen kann. Startet man das Telefon das erste Mal, so findet man vor sich ein Homescreen. Dieser ist mit einem Uhren-Widget ausgerüstet. Wer die Ansicht um weitere Homescreens erweitern möchte, kann eine von drei Vorlagen oder eine komplett leere Seite verwenden. Die Kurzeinstellungen, wie das Ein- und Ausschalten von WLAN, Bluetooth, GPS, befinden sich links von der Hauptanzeige.

Das Hauptmenü, der App-Drawer, listet zwanzig Applikationen auf einer Seite. Unterteilt ist die Ansicht in drei Reitern: Favoriten (Apps lassen sich „bookmarken“, damit man einen Schnellzugriff hat), alle sich auf dem RAZR i befindenden Apps und Widgets. Zusätzlich gibt es einen Shortcut zu dem Google Play Store.

Testfoto: Motorola RAZR i
Testfoto: Motorola RAZR i | BestBoyZ

Apps

Motorola verzichtet auf eine eigene Tastatur und verwendet stattdessen die native aus OS 4.0 Ice Cream Sandwich. Auf dem RAZR i ist nicht viel installiert – dabei sind Standard-Applikationen und Motorola-eigene Sachen wie: ein Fahrzeugmodus für Autofahrer, Guide Me (Einrichtungsassistent), Quickoffice und Motorola SmartActions. Letztere erlaubt es Regeln aufzustellen, die Aktionen automatisch ausführen, wenn eine bestimmte Kondition erfüllt wird. Beispiel: Wenn das RAZR i mit Bluetooth des PKWs verbunden ist, dann führe Navigation aus.

Viele Applikationen sind kompatibel

Smartphones mit Intel-Prozessoren sind mit vielen Apps aus dem Google Play Store nicht kompatibel, heißt es. Diese Erfahrung konnten wir nicht machen: Ziemliche viele Applikationen sind kompatibel – meistens ist es eine kleinere Dichte. Die Bekanntesten, einige nachfolgend aufgelistet, haben sich problemlos installieren lassen:

  • Google Analytics
  • Rovio Bad Piggies
  • Google Chrome für Android OS
  • Dropbox
  • Evernote
  • Fieldrunners
  • Google Finance
  • foursquare
  • Instagram von Facebook, Inc.
  • Facebook von Facebook, Inc.
  • MobisleNotes
  • Photoshop Express von Adobe Systems
  • TuneIn Radio
  • Twitter für Android OS
  • WordPress von Automattic
  • XING für Android OS

Benchmarks

Fazit

Gefallen hat uns die Verarbeitung und die Performance des Systems sowie des WLANs. Außerordentlich gut zeigte sich auch die Gesprächsqualität des RAZR i. Was wir negativ finden ist das nicht zeitgemäße Betriebssystem und die geringe Auflösung der vorderen Kamera. Ab dem 20. Oktober beginnt der offizielle Verkauf des RAZR i. Ohne Handyvertrag kostet das Smartphone 399€ – Preis-Leistungs-technisch: Sehr empfehlenswert.

  • Wert auf Verarbeitung und Haptik legst
  • Dir ein Smartphone mit sehr guter Gesprächsqualität und/oder Akku-Performance zulegen möchtest
  • sehr hochwertige Fotos mit Deinem Smartphone aufnehmen möchtest

BestRankZ

BestRankZ zu dem Motorola RAZR i
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