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Raumfeld One S: Multiroom-Lautsprecher im Test

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Teufels Raumfeld One S ist die günstigste Multiroom-Komponente des Herstellers. Der kleine Lautsprecher ist mit allen weiteren Produkten der Raumfeld-Multiroom-Serie kombinierbar, soll aber auch als Stand-Alone-Box schon einiges zu bieten haben. Wir haben den WLAN-Lautsprecher ausführlich getestet.

Der One S ist mit Abmessungen von 18 × 13 × 11 Zentimetern und einem Gewicht von 1,4 Kilogramm ein kompakter Lautsprecher, der auch in der kleinsten Ecke seinen Platz findet. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, die Abdeckung der tönenden Komponenten aus Stoff. Auf der Oberseite sitzen hinter gegen Wasser geschütztem Silikon vier Direktwahltasten und zwei Buttons für die Lautstärke. Laut Teufel eignet sich der One S aufgrund der geschützten Bedienelemente auch für den Einsatz in Feuchträumen – also etwa im Bad, im Keller oder in der Garage.

Bild: Techstage Der One S ist ein kompakter WLAN-Lautsprecher.

Auf der Rückseite hat der Hersteller einen Ethernetanschluss, einen USB-Port und den Anschluss für das Netzteil untergebracht. Die rutschfeste, gummierte Abdeckung unten lässt sich abnehmen – dort findet sich ein Gewinde zur Befestigung einer Wandhalterung. Der One S präsentiert sich gut und solide verarbeitet. Optisch tritt er unauffällig auf, er dürfte sich in den meisten Räumen gut ins Gesamtbild einfügen. Es gibt ihn in einer weißen Ausführung mit schwarzer Stoffabdeckung und komplett schwarz.

An Technik sitzt im Inneren des WLAN-Lautsprechers ein 2-Wege-Koaxial-System mit 90-mm-Mitteltieftöner und 25-mm-Hochtöner. Weiterhin gehören zwei 95 Millimeter große Basstreiber, ein digitaler Signalprozessor und ein laut Hersteller rauscharmer 60-Watt-Class-D-Verstärker zu den technischen Spezifikationen. Der Frequenzbereich geht von 60 bis 20000 Hz.

Um Musik abspielen zu können, benötigt der One S eine Verbindung ins vorhandene WLAN. Der Lautsprecher unterstützt die WLAN-Standards im 2,4-GHz-Band nach 802.11b, g und n. Sollte das private Netzwerk für Musik-Streaming nicht stabil genug sein, gibt es mit dem Raumfeld Expand ein Gerät von Teufel, dass ein eigenes Netz exklusiv für das Multiroom-System aufbaut.

Bild: Techstage Auf der Rückseite sitzt ein USB-Anschluss für Speichersticks und Festplatten.

Um das Multiroom-System mit weiteren Geräten der Raumklang-Serie zu erweitern, verbindet man diese mit dem gleichen WLAN. Zur Steuerung kommt eine Fernbedienungs-App für Android und iOS zum Einsatz. Verschiedene Boxen können die selbe Musik synchron, aber auch verschiedene Songs abspielen. Zwei One S arbeiten auf Wunsch außerdem als Stereopaar, wenn man sie entsprechend konfiguriert.

Musik findet auf verschiedene Art und Weise ihren Weg auf den One S: per angeschlossenem USB-Stick oder Festplatte direkt am Lautsprecher, per Netzlaufwerk, per DLNA oder per UPnP-Medienserver, vom Smartphone aus oder aus dem Internet per Streaming-Dienst. Teufels Multiroom-Speaker unterstützt hierbei Tidal, Wimp, Napster, SoundCloud, Spotify (allerdings nur mit dem Premiumdienst Spotify Connect), TuneIn und Last.fm.

Wer beispielsweise Google Play Music in dieser Liste vermisst, der kann auf die integrierte Chromcast-Funktion zurückgreifen und die gewünschten Songs direkt vom Smartphone aus auf den Lautsprecher casten. Dies gilt natürlich auch für Streaming-Apps anderer Dienste, von denen die meisten Chromecast-Unterstützung haben. Nur für Amazon-Prime-Kunden gibt es bislang keine Möglichkeit, Prime Music auf Raumfeld-Geräte zu bringen. An Formaten unterstützt der One S ASF, MP3, WMA, WAV, AAC, FLAC, OGG und Apple Lossless.

Die Bedienung des One S erfolgt per App für Android oder iOS. Die Applikation unterstützt einen auch dabei, die Speaker ins WLAN einzubinden, was mit entsprechendem Wizard schnell und problemlos gelingt. In erster Linie zeigt sich die App für die Auswahl und das Abspielen von Musik verantwortlich, dies geht dank übersichtlicher und selbsterklärender Benutzeroberfläche gut von der Hand. Innerhalb des Programms können außerdem verschiedene Geräte zu einer Zone zusammengefasst werden, auf der dann in verschiedenen Räumen dieselbe Musik läuft. Natürlich ist auch die Lautstärke in der App regelbar, außerdem gibt es einen Dreiband-Equalizer.

Teufel Raumfeld One S im Test

Das Einbinden verschiedener Musikressourcen ging im Test ohne Probleme. Genutzt haben wir unter anderem einen USB-Stick, Musik auf dem Smartphone, den PC als Medienserver, TuneIn und die Chromecast-Funktion in Verbindung mit Google Play Music. All dies lief reibungslos und ohne technische Probleme wie irgendwelche Hänger oder Verbindungsabbrüche. An Formaten kam vor allem FLAC und MP3s mit Bitrates zwischen 192 und 320 Kilobit pro Sekunde zum Einsatz.

Trotz seiner kompakten Abmessungen klingt der One S im Bassbereich sehr fett, aber immer noch präzise. In der Grundeinstellung fehlen mir persönlich etwas Höhen, was per Equalizer in der App schnell behoben ist. Dieser beschert dem Klang dann auch die von mir gern gehörte Brillanz im oberen Frequenzspektrum. Die Mitten hingegen präsentieren sich im positiven Sinne neutral. Der Gesamtsound lässt sich als ausgewogen, aber auch voluminös bezeichnen. Der Kleine klingt auch bei hoher Lautstärke – nicht nur in Kombination mit einem weiteren One S als Stereopaar wie in unserem Test – noch richtig gut und dröhnt oder scheppert nicht.

Das Raumfeld One S ist in zwei Farbvarianten zu haben, technisch gibt es keine Unterschiede zwischen den Modellen. Interessanterweise ist das weiße Modell aktuell günstiger als die komplett schwarze Ausführung:

Hier findet Ihr die günstigsten Angebote für das Raumfeld One S in Schwarz:

Teufels Raumfeld One S ist mit seinem Preis von 250 Euro (UVP) ein relativ günstiger und sehr gut klingender Einstieg in die Multiroom-Welt. Zwar gibt es die preiswertesten Multiroom-Geräte der Konkurrenz teils noch etwas günstiger, die haben dann aber beispielsweise keine Chromecast-Unterstützung, die sich im Test als eine sehr praktische Sache zeigte. Und wer sein Multiroom-System nach und nach erweitern will, der findet bei Teufels Raumfeld-Serie eine ordentliche Auswahl an weiteren Komponenten. Einzig Amazon-Prime-Music-Nutzer dürften mit dem One S mangels bislang fehlender Unterstützung für den Streaming-Dienst nicht glücklich werden.

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