TechStage
Suche

Ein Angebot von

Raumfeld One M: Multiroom-Speaker mit 120 Watt im Test

0
von  //  Twitter Google+

Im Vergleich zu dem schon von uns getesteten WLAN-Lautsprecher One S von Teufel hat der One M unter anderem um einiges mehr Power und Stereo-Speaker. Ob uns der One M im Test überzeugen konnte, erfahrt Ihr in unserem ausführlichen Testbericht und im Video.

Während der kürzlich von uns getestete Raumfeld One S (Testbericht) ein kompakter Lautsprecher ist, der trotz seiner kleinen Abmessungen einen sehr guten Sound produziert, präsentiert sich der One M schon als erwachsene Minianlage. Die Abmessungen des Gerätes betragen 40,9 × 20,2 × 18,2 Zentimeter bei einem Gewicht von 4,8 Kilogramm. Die nach vorne abstrahlenden Lautsprecher sind mit einem Stoffbezug verhüllt, das Gehäuse besteht aus stabilem Kunststoff. Auf der Unterseite schaut ein Subwoofer aus dem Gehäuse der Box. Alles in allem präsentiert sich der WLAN-Lautsprecher gut verarbeitet und wirkt wertig.

Auf der Vorderseite finden sich ein Standby-Button und ein Drehknopf zur Regelung der Lautstärke. Außerdem sitzen dort vier Direktwahltasten zum Aufrufen von Medien aus der eigenen Bibliothek oder zum Abruf von Streaming-Diensten. Neben einem USB-Anschluss für Speichersticks und Festplatten hat Teufel hinten noch einen Line-In-Chinch-Eingang und einen Ethernetanschluss zur direkten Verbindung mit einem Router untergebracht.

Der One M hat eine satte Leistung von 120 Watt, die aus einer Class-D-Endstufe kommen. In Sachen Klang werkelt ein 2-Wege-System mit 5 Tönern und dem schon erwähnten, nach unten abstrahlenden Subwoofer. Der Frequenzbereich des Speakers geht von 62 Hz bis 20 KHz. An WLAN-Standards unterstützt der One M 802.11 b, g und n, aber keine 5-GHz-Netze. In belebten Großstädten kann das hilfreich sein, um trotz extremer WLAN-Dichte noch einen guten Datendurchsatz zu erzielen.

Eine Verbindung des Lautsprechers mit dem WLAN ist nötig, um Streaming-Dienste abzurufen und die Kommunikation mehrerer Geräte im Multiroom-Verbund zu ermöglichen. Alle Raumfeld-Komponenten lassen sich per entsprechender App gemäß den eigenen Wünschen kombinieren und zusammenfassen. Wie üblich bei Multiroom-Systemen ist es so möglich, unterschiedliche Musik in verschiedenen Räumen abzuspielen – oder die gleichen Songs exakt parallel zu hören, das ist der sogenannte Party-Modus.

Im Vergleich zum One S hat der One M neben einem USB-Port zum Anstöpseln von Speichermedien auch einen Audio-Eingang mit zwei Chinch-Buchsen. Das ist praktisch, um CD-Player, Plattenspieler oder andere Audioquellen auf der Box abzuspielen. Innerhalb der App lässt sich für den Line-In-Eingang der Eingangspegel einstellen.

Weiterhin findet Musik per Netzlaufwerk, per DLNA oder per UPnP-Medienserver, vom Smartphone aus oder aus dem Internet per Streaming-Dienst seinen Weg auf den One M. Unterstütze Anbieter sind Tidal, Wimp, Napster, SoundCloud, Spotify (allerdings nur mit dem Premiumdienst Spotify Connect), TuneIn und Last.fm. Das ist zwar eine recht überschaubare Menge an Streaming-Diensten, dank integrierter Chromecast-Unterstützung fällt dieser Kritikpunkt letztendlich kaum ins Gewicht. Schon beim One S zeigte sich, dass dies eine sehr praktische Sache ist. Die meisten Streaming-Apps für Android und iOS kommen mit Chromecast-Funktionalität und spielen so also auch mit den Geräten von Raumfeld zusammen.

Wer Amazon Music nutzt, hat allerdings Pech: Bislang gibt es keine Möglichkeit, Amazon mit Raumfeld-Boxen zu nutzen. Vom One M unterstützte Audioformate sind ASF, MP3, WMA, WAV, AAC, FLAC, OGG und Apple Lossless.

Wie auch beim One S ist die Raumfeld-Controller-App zur Einrichtung des Lautsprechers und zur Auswahl der gewünschten Musik zuständig. Die App gibt es für Android & iOS. Das Setup klappt schnell und unkompliziert. Sind schon Raumfeld-Lautsprecher mit dem heimischen WLAN verbunden, geht es noch einen Tacken schneller als bei der Ersteinrichtung.

Die App zeigt sich hinsichtlich der Auswahl der gewünschten Musik-Quellen und –Dienste, der Bedienung und der Konfiguration von Speakern übersichtlich und selbsterklärend. Auch das Anlegen von Zonen – also dem Zusammenfassen mehrerer Lautsprecher, um in verschiedenen Räumen dieselbe Musik abspielen zu können, geht schnell und komfortabel. Für die einzelnen Speaker gibt es zum Finetuning jeweils einen Dreiband-Equalizer.

Die Nutzung der vier Direktwahltasten auf der Vorderseite ist simpel und erinnert an die Programmierung eines Auto-Radios: Drückt man während des Abspielens von Liedern aus der eigenen Bibliothek oder per Streaming-Dienst lange auf einen der vier Buttons, wird zukünftig auf Knopfdruck der so abgespeicherte Inhalt gestartet.

Bei kleineren Boxen ist es mit dem Stereosound ja so eine Sache, oft kann man da nicht von einem deutlich wahrnehmbaren Stereoeffekt reden. Beim One M ist das anders: Befindet man sich einigermaßen zentriert vor dem Lautsprecher, hört man den Stereo-Effekt. Diesbezüglich gibt es in den Einstellungen der App noch die Option „Stereoverbreiterung aktivieren“. Der Klang soll so noch voller wirken. Ich persönlich finde jedoch, dass die Stereoverbreiterung den Sound etwas merkwürdig verfälscht. Das ist letztendlich wohl Geschmackssache, dem ein oder anderen gefällt der Klang so vielleicht ja wirklich besser, zumindest ändert er sich im Vergleich zum normalen Stereosound deutlich hörbar.

Bild: Techstage Der vollere Klang per Option Stereoverbreiterung ist wohl Geschmackssache.

Abgesehen vom gut wahrnehmbaren Stereo-Panorama klingt der One M im Gesamtsound dank des integrierten Subwoofers untenrum warm mit einem satten, aber präzisen Bass. Die Box zeigt sich detailfreudig mit sehr klaren, aber nicht zu klirrenden Höhen und einem in meinen Augen sehr gut ausgewählten Mittenspektrum. Auch sehr hohe Lautstärken – und das ist mit den 120 Watt Leistung kein Problem – bringen den One M nicht in Verlegenheit. Selbst dann klingt das Gerät noch klar und definiert, ohne zu übersteuern.

Im Test haben wir unter anderem Musik von USB-Stick, vom Smartphone und vom als Medienserver laufenden PC auf einem Multiroom-System bestehend aus einem One M und zwei One S gehört. Außerdem haben wir TuneIn und die Chromecast-Funktion in Verbindung mit Google Play Music genutzt. Auch den Eingang für externe Audioquellen hatten wir im Einsatz. Vor allem wollten wir diesbezüglich sehen, ob so eingespeiste Songs auch auf anderen WLAN-Boxen im Netzwerk abgespielt werden können. Ja, das klappt. Bei per USB an einem Speaker angeschlossenen Speichermedien ist dies übrigens auch so.

Was das Streaming und die Performance in Verbindung mit einer Fritzbox 7360 und einer 50-Mbit-Leitung angeht, hatten wir im Test keinerlei technische Probleme – das Raumfeld-Multiroom-System zeigte sich stabil und schnell. Bei Musik von PC, USB-Speicher und Handy kamen vor allem die Formate FLAC und MP3 mit Bitrates zwischen 192 und 320 Kilobit pro Sekunde zum Einsatz.

Den Raumfeld One M gibt es in zwei Ausführungen: mit schwarzer Front und weißem Gehäuse und mit schwarzer Front und schwarzem Gehäuse. Preislich gibt es zwischen den beiden Varianten keine Unterschiede.

Der One M ist eigentlich mehr als nur ein WLAN-Lautsprecher. Schon eher eine WLAN-Mini-Stereo-Anlage mit ordentlicher Leistung und einem tollen Klang. Zwar ist die Auswahl an unterstützen Streaming-Diensten nicht allzu groß, dank Chromecast-Unterstützung lässt sich aber trotzdem fast alles, was in dieser Richtung Rang und Namen hat, vom Handy aus abspielen – nur nicht Amazon Music. Praktisch ist neben der Möglichkeit, seine Musiksammlung von der Festplatte direkt über USB-Anschluss auf den Lautsprecher und weitere Multiroom-Geräte zu übertragen, auch der Line-In-Anschluss für CD-Player oder Plattenspieler.

Raumfeld One S im Test
Sonos Play:1 im Test
Apple Car Play bei BMW im Test

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige