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Philips BM50: Multiroom-Anlage mit CD, USB und Line In

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Der BM50 von Philips ist eine Mini-Stereoanlage, die sich in das Multiroom-Streaming-System von Philips einbindet. Es gibt viele Wiedergabemöglichkeiten, darunter CD, USB-Anschluss oder Line-In-Audioeingang. Preislich ist das Gerät mit seiner ordentlichen Leistung von 40 Watt noch recht günstig. Wie der BM50 in unserem Test abgeschnitten hat, erfahrt Ihr im Artikel und im Video.

Der flache BM50 – seine Abmessungen betragen 500 × 218 × 63 Millimeter – kann an die Wand gehängt oder mit zum Lieferumfang gehörendem Ständer am gewünschten Ort aufgestellt werden. Auf der Vorderseite sitzt mittig innerhalb eines Metallgitters ein schmaler, senkrecht angebrachter Streifen im Aludesign, der in erster Linie der Optik dient. In Sachen Funktion finden sich dort nur ein Taster und drei kleine LEDs, die über den Status der Multiroom-Funktionalität informieren. Der BM50 besitzt eine LED-Anzeige, die die aktuelle Quelle oder die Uhrzeit darstellt; sie sitzt hinter dem Metallgitter auf der rechten Seite.

Der CD-Player versteckt sich mittig auf der Oberseite. Links davon sind Einschalter, Auswahlschalter für die Musikquelle, ein Sound-Button zum durchschalten einiger Equalizer-Presets und Tasten um MP3-Ordner auf CD oder USB-Stick durchzublättern. Rechts sind Bedienelemente zur Mediensteuerung untergebracht: Play/Pause, Stop, Skip vor und zurück und die Lautstärkeregelung. Unten auf der aus Kunststoff bestehenden Rückseite sind der Eingang für das Netzteil, ein Kopfhörereingang, der Audioeingang und ein Antennenstecker für den Empfang von UKW-Radio. Der USB-Anschluss für Speichersticks und Festplatten hat seinen Platz rechts unten. Alles in allem wirkt der BM50 gut und solide verarbeitet.

Zunächst einmal ist der BM50 eine Mini-Stereoanlage die Musik per CD, über Bluetooth, über USB oder über den Audioeingang abspielt. Auch ein herkömmliches UKW-Radio ist an Bord. Da es für den BM50 keine App zur Bedienung gibt, ist das Abspielen von Audio-Daten auf USB-Stick und MP3s auf CD nicht besonders komfortabel. Dort abgelegte Alben und Songs werden auf der LED-Anzeige durchnummeriert gelistet, also beispielsweise A03 T004. Zwar geht das Navigieren zwischen den Alben und Songs dank entsprechender Tasten auf der Fernbedienung und direkt am BM50 prinzipiell gut von der Hand, was sich hinter den durchnummerierten Alben verbirgt muss man allerdings erraten, bzw. ausprobieren und sich für die Zukunft merken.

Das Bassreflex-Lautsprechersystem besteht aus zwei 2,5-Zoll-Woofern und bietet eine Ausgangsleistung von 40 Watt RMS.

Verbindet man das BM50 mit anderen Geräten der Izzy-Reihe von Philips, erklingt die auf dem BM50 abgespielte Musik auch auf den verbundenen Lautsprechern. Im Vergleich zur Konkurrenz geht Philips bezüglich Multiroom allerdings eigene Wege. Für die Verbindung mehrerer Izzy-Produkte ist kein Router oder Zusatzgerät nötig, das nötige WLAN ist bereits in die Multiroom-Lautsprecher integriert. Zum Verbinden von Speakern wird einfach der Group-Taster auf beiden Geräten mehrere Sekunden lang gedrückt. Im Test dauerte es jeweils weniger als eine Minute, bis die entsprechenden Boxen verbunden waren. Mehr als fünf Geräte zu einem Multiroom-Verbund zusammenschließen, ist allerdings nicht möglich.

Zum Steuern des Multiroom-Verbunds gibt es keine entsprechende App, dies geht nur am Speaker selbst. Schon beim Test des BM6 war dies ein Kritikpunkt. Wer in verschiedenen Räumen mehrere Izzy-Geräte nutzt, muss diese nämlich auch in jedem Raum einzeln durch Druck auf den Group-Taster aus der Multiroom-Gruppe nehmen, wenn dort gerade keine Musik laufen soll. Alle miteinander gekoppelten Izzy-Speaker lassen sich hingegen komplett ausschalten, indem der Power-Button an nur einem der Geräte gedrückt wird.

In unserem Test lief ein Multiroom-System mit einem BM6, einem BM50 und einem BM7 reibungslos und ohne Verbindungsabbrüche. Beim Trennen oder Zuschalten von Speakern zum Multiroom-Verbund stoppte allerdings hin und wieder kurz die Wiedergabe auf allen Boxen und wurde erst nach einigen Sekunden fortgesetzt.

Der BM50 liefert einen ordentlichen Sound ab, wenn er auch allgemein etwas trocken klingt. Vor allem im Bassbereich fehlt einfach etwas „Bauch“. Zur Änderung des Klangbilds gibt es mehrere Equalizer-Presets: Warm, Bright, Clear, Powerful und Balanced. In Sachen Detailreichtum und Brillianz in den oberen Frequenzbändern kann es der BM50 nicht mit der hochpreisigeren Konkurrenz wie beispielsweise Sonos, Teufel und Bose aufnehmen.

Video

Philips BM50 im Test

Rein als Mini-Anlage betrachtet macht der MB50 keinen schlechten Job. Der Klang ist ordentlich und es gibt viele Möglichkeiten, Musik auf das Gerät zu bringen. Nur das Abspielen von MP3s von USB-Stick und CD geht nicht gerade komfortabel von der Hand.

Was die Multiroom-Funktionalität angeht, hinkt Philips mit dem MB50 und seiner Izzy-Technologie der Konkurrenz allerdings etwas hinterher. Einzelne Speaker lassen sich nicht komfortabel per App aus dem Verbund nehmen oder hinzufügen – dies geht nur direkt an jedem Speaker. Und wer Streaming-Dienste oder Internetradio nutzen will benötigt dazu immer ein per Bluetooth gekoppeltes Handy oder Smartphone.

Wer mit diesen Kritikpunkten leben kann, der bekommt mit dem MB50 und Philips Izzy-System durchaus eine Alternative zur teureren Multiroom-Konkurrenz, allerdings sind die Preisunterschiede nicht allzu groß. Der SoundTouch 20 von Bose beispielsweise kostet nur circa 40 Euro mehr, ist bezüglich seines Klangs aber schon eine ganz andere Hausnummer.

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