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PR-041: intelligenter Fensterputz-Roboter im Test

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Lästige Sache, dieses Fensterputzen - vor allem wenn man sehr viele Glasflächen zuhause hat. Abhilfe soll da der intelligente Profi-Fensterputz-Roboter PR-041 V3 von Sichler schaffen. Ob dem Gadget das gelingt, erfahrt Ihr in unserem Test.


Den Profi-Fensterputz-Roboter PR-041 V3 von Sichler gibt es für knapp 300 Euro im Onlineshop von Pearl. Das ist zwar eine Stange Geld, die aber ja nicht schlecht angelegt sein dürfte, wenn man viele Fenster und Glasflächen hat, das Gadget aber natürlich auch hält, was es verspricht. Das habe ich in den vergangenen Wochen ausprobiert und kann eines schon vorwegnehmen: Ich persönlich lasse zukünftig nur noch putzen.

Was die Specs des Fensterputzroboters angeht, wären da beispielsweise laut Datenblatt eine Reinigungsgeschwindigkeit von 0,41 m² pro Minute, eine Leistung von 72 Watt und eine Lautstärke von 64 dB. Die Abmessungen betragen 24 × 24 × 10 Zentimeter bei einem Gewicht von 1,2 Kilogramm.

Zur Stromversorgung gibt es ein Netzteil und eine Kabelverlängerung, mit der eine Gesamtlänge von 5 Metern zusammenkommt. Das genügt innerhalb der Wohnung in der Regel ohne Weiteres, zur Not muss man eben noch ein Verlängerungskabel hernehmen. Zwar hat der Fensterputzroboter auch einen integrierten Akku, der zeichnet sich aber nur dafür zuständig, dass das Gadget nicht bei Stromausfall ausgeht und von der Scheibe fällt. Das am Roboter hängende Stromkabel fällt beim Putzvorgang übrigens nicht negativ ins Gewicht – man muss also nicht darauf achten, dass es sich irgendwo verheddert, in meinem ausgiebigen Test war dies nicht einmal der Fall.

Bild: Techstage

Zur Sicherheit gibt es ein Seil mit Karabinerhaken, das am Roboter befestigt werden kann, um Abstürzen zu vermeiden. Das Problem hierbei ist allerdings in vielen Fällen: Wo mach ich denn jetzt das andere Ende fest? Im Test habe ich persönlich diesen Absturzschutz nicht genutzt, denn der Roboter haftet so fest, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass er sich von alleine von der Scheibe löst, was auch nicht einmal passiert ist. Aus versicherungstechnischen Gründen sollte man allerdings das Seil eigentlich schon nutzen – für eventuelle Schäden durch einen heruntergefallenen Roboter ist der Besitzer verantwortlich.

Die Funktionsweise ist simpel: Eingeschaltet baut das Gerät einen Unterdruck auf und hält so an Glasflächen, per Fernbedienung wird dann das entsprechende Reinigungsprogramm gestartet. Es gibt drei an der Zahl, die sich aber nur dadurch unterscheiden, in welche Richtung der Roboter mit seinen automatisch berechneten Putzwegen loslegt. Pro Reinigungsprogramm fährt er horizontal, vertikal und zickzack und arbeitet so die komplette Fläche ab. Rahmen erkennt er per spezieller Sensoren, aber auch Kanten nimmt er wahr und kann somit auch rahmenlose Glasflächen – beispielsweise eine Duschabtrennung – reinigen. Bei Bedarf lässt sich das Gerät mit der Fernbedienung auch manuell steuern, die Notwendigkeit dazu gab es im Test allerdings nicht.

Im Lieferumfang befinden sich drei Mikrofaserpads zum Reinigen und drei zum Polieren, die sich bei Verschmutzung einfach waschen lassen und am Roboter per spezieller Klettfläche angebracht werden. Die Gebrauchsanleitung empfiehlt zum Putzen von Scheiben jeweils einmal trocken mit einem Reinigungspad und einmal – mit etwas Glasreiniger auf der Scheibe – einem Polierpad drüberzufahren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Selbst bei (unter anderem durch Renovierungsarbeiten) stark verschmutzen Scheiben erstrahlten meine Fenster nach der Behandlung in neuem Glanz – besser würde ich das in Handarbeit auch nicht hinbekommen. Bei ganz hartnäckigen Verschmutzungen muss man eventuell am Schluss selbst noch mal kurz Handanlegen, prinzipiell nimmt einem aber der Fensterputzroboter die ganze Putzarbeit ab.

Bild: Techstage

Beim Polieren mit dem Glasreiniger muss man allerdings darauf achten, dass man nicht zu viel davon auf die Scheibe macht, sonst hat der Roboter keine so gute Haftung mehr und kann seine Bahnen nicht mehr gerade ziehen. Heruntergefallen ist er im Test aber auch mit zu viel Reinigungsflüssigkeit auf der Oberfläche nicht. Im Zweifelsfall quittiert er an der Scheibe hängend einfach piepsend seinen Dienst und bekommt es erneut gestartet letztendlich dann auch mit zu viel Glasreiniger irgendwann hin, sein Programm durchzuexerzieren und das Fenster zu putzen.

Ich persönlich lasse zukünftig nur noch Fenster putzen, werde mir das praktische Gadget – nicht zuletzt wegen der großen Menge an Glasflächen bei mir zuhause – auf jeden Fall zulegen. Größere Kritikpunkte am Gerät gibt es in meinen Augen nicht, man sollte sich allerdings dessen bewusst sein, dass man aus versicherungstechnischen Gründen eigentlich immer mit der Sicherungsleine hantieren müsste, was etwas nervig sein kann. Wer nicht in einem Mehrparteienhaus lebt und keinen Gehweg direkt unter seinen Fenstern hat, der kann dies aber eventuell ähnlich locker sehen wie ich – und die Leine einfach weglassen.

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