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Multiroom vom Marktführer: Sonos Play:1 im Test

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In Sachen Multiroom ist Sonos der Platzhirsch. Das Einstiegsgerät des Herstellers ist der kleine Lautsprecher Play:1. Trotz seiner kompakten Abmessungen hat er es faustdick hinter den Ohren, wie wir im Test feststellen konnten. Alles Wissenswerte zum recht preisgünstigen Einstieg in die Welt der Musikbeschallung fürs ganze Haus erfahrt Ihr im Artikel und im Video.

Mit seinen Abmessungen von knapp 161 × 120 × 120 Millimeter ist der Play:1 einer der kompaktesten Multiroom-Lautsprecher auf dem Markt. Am Gewicht von 1,85 Kilogramm und der guten Verarbeitungsqualität lässt sich aber schon erahnen, dass der Speaker durchaus einen soliden Sound produzieren kann. Mit seinem umlaufenden Metallgitter präsentiert er sich wertig und optisch ansprechend, aber gleichzeitig auch unauffällig genug um sich in jede Raumausstattung gut einzufügen.

Bild: Techstage Die Sonos Play:1 ist eine kompakte Box, die nicht nur optisch was hermacht.

Unten ist der Anschluss für das Netzkabel, oben sitzen Tasten um die Lautstärke zu regeln, Musik abzuspielen und zu pausieren und zum nächsten Lied zu springen. Über dem Ethernetanschluss hinten ist ein ¼-Zoll-Gewinde zum Anschrauben von Wandhalterungen und Ständern. Der Play:1 ist feuchtigkeitsbeständig und so problemlos auch im Badezimmer nutzbar.

Im Inneren des Play:1 sorgen zwei digitale Verstärker der Klasse D in Verbindung mit einem Mittel- und einem Hochtöner für die Audiowiedergabe. Genauere technische Spezifikationen verrät Sonos nicht.

Wie bei den meisten Multiroom-Systemen werden auch die Geräte von Sonos einfach mit dem heimischen WLAN verbunden und per App angesteuert. Für ein autarkes Multiroom-System gibt es von Sonos den BOOST, der ein eigenes WLAN nur für die Boxen des Herstellers aufbaut, falls das vorhandene WLAN nicht stabil genug ist.

Auf mehreren Speakern lässt sich synchron Musik abspielen, verschiedene Songs in verschiedenen Räumen sind ebenso möglich. In Verbindung mit weiteren Produkten von Sonos können Play:1-Boxen auch als Speaker einer Surroundanlage ihren Dienst verrichten oder aber Stereopaare bilden.

Als Musik-Quellen können alle im Netzwerk eingebundenen Speichermedien & Medienserver herhalten. Diese sind in der App aufrufbar. Der Nutzer kann außerdem die Songs auf Handy oder Tablet auf den Play:1 schicken. An Audio-Formaten unterstützt der Play:1 ALAC, FLAC, AIFF, WAV, MP3, WMA, AAC und OGG.

In Sachen Streaming-Diensten und Internetradio ist die Liste von unterstützten Anbietern lang. Hierzu gehören neben Apple Music, Deezer, Last.fm, TuneIn, Juke, Napster, SoundCloud, Tidal, Wimp, Amazon Music und Google Play Music noch einige weitere. Natürlich ist auch Spotify an Bord, die Nutzung geht allerdings nur mit Premium-Abo. Wer Plex als Medienserver nutzt, kommt dank entsprechender Integration ebenfalls nicht zu kurz.

Zur Bedienung des Play:1 und anderer Sonos-Lautsprecher gibt es eine spezielle App für Android & iOS. Die Einrichtung eines Gerätes geschieht auch über diese Applikation. Ähnlich wie beim One S von Raumfeld führt ein entsprechender Wizard durch das Setup, bei dem die Verbindung mit dem WLAN hergestellt wird. Dies ist in der App ausführlich beschrieben und geht schnell und reibungslos.

Die App zeigt sich bei der Auswahl der Musikquellen übersichtlich und intuitiv bedienbar. Die Auflistung von Medien erfolgt nach den üblichen Kategorien Künstler, Album, Genres & Co. und natürlich gibt es auch eine Suchfunktion. Innerhalb der Player-Ansicht ist die Raumauswahl möglich. Dort ist es auch möglich Gruppen zu bilden, um dieselbe Musik in mehreren Räumen synchron abzuspielen. In der App finden sich weiterhin die Möglichkeit Stereopaare zu bilden und ein Zweiband-Equalizer.

Was für ein Sound und was für eine Lautstärke aus so einer kleinen Box herauskommt, ist schon unglaublich. Im Test hatten wir unter anderem zwei Play:1 als Stereopaar in einem 30 Quadratmeter großen Wohnzimmer laufen und dort keine Stereoanlage mit größeren Boxen vermisst. Aber auch einzeln klingt die Play:1 schon sehr gut. Das Klangbild ist klar und präzise, der Bass gut und definiert zu hören. Mir persönlich haben in der Grundeinstellung etwas die Höhen gefehlt, was sich per Equalizer in der App leicht beheben lies. Selbst bei hoher Lautstärke bleibt der Sound transparent und definiert mit gutem Detailreichtum.

Im Test haben wir MP3- und FLAC-Dateien vom Smartphone, per Plex-Medienserver und vom PC abgespielt, außerdem Google Play Music, Amazon Prime Music und TuneIn genutzt. Dies alles ging mit einer Fritzbox 7360, einer 50-Mbit-Leitung und drei Play:1- und einem Play:3-Lautsprecher reibungslos und ohne Streaming-Probleme.

Die Play:1 gibt es in zwei Varianten: in Weiß mit alufarbener Front und in Schwarz mit graphitfarbener Front.

Die Play:1 ist eine kleine Box mit großem Klang. Als Stereopaar kann sie größere Räume problemlos gutklingend beschallen, aber auch einzeln macht sie schon einen sehr guten Job. Aufgrund ihrer kompakten Größe eignet sie sich sehr gut zur Aufhängung an Wänden oder in Ecken.

Das ganz große Plus im Vergleich zur Konkurrenz ist die Auswahl an unterstützten Streaming-Diensten: Wo manche Multiroom-Systeme mit gerademal drei vier Anbietern zusammenspielen, ist die Liste bei Sonos sehr lang. Dort dürfte jeder den Dienst der Wahl finden.

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