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Luxus-Smartwatch: TAG Heuer zeigt Connected Modular 45

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Mit der zweiten Smartwatch-Generation geht TAG Heuer dem Konzept eines Baukastensystems nach und macht seine intelligente Armbanduhr modular. Damit soll sie ein wenig nachhaltiger sein.

In unserer schnelllebigen Welt ist Elektronik heute viel wert – und morgen fast nichts mehr. Mit jedem weiteren Tag sinkt der Wert des Gegenstandes, unaufhaltsam geht es Richtung null. Nicht nur Smartphones und Tablets sind von der Obsoleszenz betroffen, sondern auch Smartwatches. Wie geht ein Hersteller von Luxusgütern damit um?

Die Strategie im frankoprovenzalischen La Chaux-de-Fonds ist klar: Modularität. Werthaltigkeit zerlegen und mit Neuem kombinieren oder auf etwas Zeitloses wechseln. Auch in ferner Zukunft werden Menschen noch immer mechanische Armbanduhren tragen; das glaubt zumindest TAG Heuer aus der Schweiz. Trotzdem sei es wichtig, den Menschen zum aktuellen Zeitpunkt das zu geben, was sie möchten, erklärte der Vorstandsvorsitzende Jean-Claude Biver in Rahmen einer Pressekonferenz am gestrigen Dienstag, den 14. März 2017.

Auf der Veranstaltung befanden sich um die 200 Leute: Mitarbeiter von TAG Heuer, Journalisten, Fashion-Blogger und andere Trendsetter aus der digitalen Szene. Parallel zu diesem Ereignis fand im kalifornischen San Francisco ein ähnlicher Termin mit gleichem Programm statt. Gezeigt wurde die Connected Modular 45, eine Luxus-Smartwatch.

Im Kern geht es darum, dass sich die intelligente Armbanduhr auseinandernehmen und individualisieren lässt. Keine große Neuheit: Der Kombinationsgrad bei TAG Heuer ist zwar ausgesprochen hoch, aber auch die Uhren von Apple, Huawei, LG, Samsung & Co. lassen sich individuell gestalten. Was denen aber fehlt, ist die Exklusivität, die die weltbekannte Marke „Swiss Made“ der TAG Heuer glänzen kann.

Der Käufer einer Connected Modular 45 kann bestimmte Teile wie Armband, Lasche oder Schnalle selbst auswechseln, aber auch die gesamte Smartwatch-Einheit. Zur Auswahl stehen derzeit neben der aktuellen Smartwatch zwei mechanische Zeitmesser, in Zukunft soll es Technologie-Upgrades mit aktueller Hardware geben.

Und wer sich dann doch gegen Touchscreen, Display und das regelmäßige Nachladen entscheidet, setzt einen mechanischen Chronographen ein. Danach besitzt er zwar nichts Intelligentes mehr am Arm, aber dafür etwas zeitloses.

Die Smartwatch von TAG Heuer gibt es in verschiedenen Varianten, Farben und aus unterschiedlichen Materialien. Sie kann sportlich, dezent oder hochexklusiv sein. Mit allen Teilen und Watchfaces, den digitalen Ziffernblättern, sollen bis zu 4000 Kombinationen möglich sein. Jeder Käufer kann das Design individuell am Computer zusammenstellen. Die Herstellung läuft zu 100 Prozent in den Schweizer Manufakturen, ausgeliefert wird sie drei Wochen nach Bestellung.

Von den technischen Daten her gleicht die Connected Modular 45 einer aktuellen Serien-Smartwatch mit Android Wear, vor allem das Display sticht aber positiv heraus. Das runde AMOLED-Panel hat eine Diagonale von 1,39 mm und löst 400 × 400 Pixel auf. Auffällig ist die extreme Helligkeit des Bildschirms.

Gerade bei sonnigen Tagen ist das ein Plus. In allen Variationen wird die Anzeige von einem 2,5 mm dicken Saphirkristall geschützt. Grundsätzlich ist Gehäuse wuchtig, dick und fühlt sich extrem edle an. Das System ist Android Wear OS 2.0, so wie es Google herausgibt. Die Performance kommt von einem Intel-Cloverdale-Prozessor mit 512 MByte RAM. Neben Bluetooth, WLAN und GPS hat die Uhr auch NFC und ermöglicht somit mobiles Bezahlen über Android Pay – zumindest im Ausland. Das Gehäuse ist fest verschlossen und wasserdicht bis 50 Meter – der integrierte Akku mit einer Kapazität von 410 mAh wird über Federkontaktstifte in einem Cradle aufgeladen und hält etwas mehr als einen Tag. Ein Schnellladegerät ist nicht dabei; die Aufladezeit beträgt 1:50 Stunden, erklärt der Hersteller.

Die TAG Heuer Connected Modular 45 ist ab 1600 Euro erhältlich. Darüber hinaus wird es ein Deluxe-Box-Set mit einer Uhr im Titangehäuse mit Armbänder aus Titan und braunem Leder geben. Im Lieferumfang enthalten ist zudem der vollständige und von der COSC-zertifizierte Chronograph Heuer-02T Tourbillon mit einem schwarzen Gummiarmband für insgesamt 16.650 Euro. Alle Preise ohne Mehrwertsteuer.

Zur Vorstellung dieses Produktes wurde der Autor in die Schweiz eingeladen. Die Kosten für den Flug, den Bodentransfer zum Veranstaltungsort sowie für die Verpflegung vor Ort wurden von der LVMH Watch & Jewelry Central Europe GmbH und TAG Heuer Société Anonyme getragen. Darüber hinaus wurde dem Autor eine Tüte mit Merchandising-Artikeln überlassen. Darin enthalten war ein Schweizer Taschenmesser der Marke Victorinox, ein Stück Schweizerkäse, ein Apfel, ein Schneidebrett mit TAG-Heuer-Gravur sowie ein USB-Stick mit vier GByte Speicher, auf dem sich Pressematerial befand.

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