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JBL Playlist: Multiroom-Speaker mit Google Cast im Test

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Seit Kurzem ist der JBL Playlist in Deutschland erhältlich: ein kompakter Lautsprecher, der mit mehreren seiner Artgenossen verbunden Musik im ganzen Haus abspielt. Das Gerät unterstützt Googles Cast-Technologie, hat Bluetooth an Bord und außerdem noch einen Klinkeneingang für CD-Player, Plattenspieler und Co. Mit seinem Preis von um die 180 Euro ist der JBL Playlist auch nicht allzu teuer. Wie er in unserem Test abgeschnitten hat, erfahrt Ihr hier im Artikel und im Video.

Der in blau, schwarz und weiß erhältliche JBL Playlist hat eine ovale Form mit den ungefähren Abmessungen 316 × 147 × 131 Millimeter und einem Gewicht von 1,1 Kilogramm. Für einen sicheren Stand gibt es unten rutschfeste Gummifüße. Gehäuse und Gitter auf der Front sind aus Kunststoff. Unterhalb des JBL-Logos vorne ist eine Status-LED fürs WLAN, oben sitzen Einschalter, Play/Pause-Button, Lautstärkeregelung und ein Knopf um Bluetooth ein oder auszuschalten. Netzteilanschluss und Aux-Eingang sind in einem Schacht auf der Unterseite, hinten lugt ein Passivradiator für ordentliche Bassleistung aus dem Gehäuse. Obwohl der JBL Playlist aus Kunststoff besteht, wirkt er wertig und auch an der Verarbeitungsqualität gibt es nichts zu mäkeln.

Der JBL Playlist ist ein aktiver Stereolautsprecher, der Musik vom per Bluetooth gekoppelten Handy oder per Line-In-Eingang abspielt. Der Witz an dem Gerät ist aber die Unterstützung von Googles Cast-Technologie. Diese erlaubt zum einen mehrere solcher Speaker zu Gruppen zusammenzufassen, zum anderen lässt sich Musik mit den gängigsten und bekanntesten Streaming- und Abspiel-Apps auf die Box bringen. Das Handy dient dabei letztendlich nur als Fernbedienung, abgerufen wird direkt aus dem Internet per integriertem WLAN. Zwei JBL Playlist zu einer Stereogruppe zusammenfügen geht mit Googles Cast-Technologie bislang nicht.

An Technik sitzen im Gehäuse zwei 57-Millimeter-Tieftöner mit einer Nennleistung von zweimal 15 Watt und einem Frequenzbereich von 60 Hz bis 20 kHz. Neben Bluetooth 4.2 gehört die Unterstützung von WLAN nach 802.11 ac, also im Dualband mit 2,4 GHz und 5 GHz zur Ausstattung.

Durch Google-Cast-Funktionalität ist die Auswahl an Musik-Quellen sehr groß. Alle Musik-Apps für Android und iOS die was auf sich halten, bringen mittlerweile Unterstützung für diese Streaming-Technologie mit sich, abgesehen von Amazon Music. Innerhalb der entsprechenden Applikation wird einfach das Cast-Icon am oberen Rand gedrückt und der gewünschte Speaker oder die gewünschte Gruppe ausgewählt.

Die Konfiguration eines oder mehreren JBL Playlist inklusive der Ersteinrichtung geschieht innerhalb der Google-Home-App. Das Setup ist schnell erledigt und auch das erstellen von Gruppen und das Regeln der Lautstärke der verschiedenen Speaker geht mit dem Programm gut von der Hand.

Googles Cast-Technologie läuft stabil und ohne Streaming-Probleme – eine schnelle Internetverbindung und ein stabiles WLAN vorausgesetzt. Im Test hatten wir mit einer 50-Mbit-Leitung und einer Fritzbox 7360 mit zwei JBL Playlist im Multiroom-Verbund keinerlei Probleme. Wie man es von Google Cast kennt, dauert es jedoch immer einen Moment, bis die Wiedergabe auf den entsprechenden Endgeräten beginnt.

Was den Sound angeht, hat JBL einen guten Job gemacht. Zwar kommt der WLAN-Lautsprecher nicht ganz an die noch highendigeren Klangqualitäten der großen Konkurrenten Sonos, Teufel und Bose heran, viel fehlt allerdings nicht. Der Bass ist druckvoll und definiert, Details im Klangbild sind gut zu hören. In den oberen Frequenzbändern dürfte hingegen etwas mehr Brillanz sein – einen Equalizer um noch etwas Finetuning zu betreiben gibt es innerhalb Googles Home-App leider nicht. Auch bei höheren Lautstärken klingt der JBL Playlist noch gut und schwächelt nicht.

Der JBL Playlist ist in den Farben Schwarz, Blau und Weiß erhältlich.

  • Schwarz
    JBL Playlist schwarz
  • Weiß
    JBL Playlist weiß
  • Blau
    JBL Playlist blau

Der JBL Playlist hat uns im Test gut gefallen. Dank integriertem Google Cast lässt der Speaker in Sachen Streaming – bis auf Amazon Music – keine Wünsche offen, bietet alternativ noch Bluetooth und einen Aux-Eingang. Mit seinem Preis von um die 180 Euro ist der Lautsprecher nicht allzu teuer und klingt fast so gut wie die kleineren Boxen der großen Mitbewerber Sonos, Teufel und Bose.

Was die Auswahl an miteinander kombinierbaren Multiroom-Geräten angeht, sieht es bei JBL aktuell allerdings mau aus. Wo andere Hersteller in der Regel mindestens zwei drei verschiedene WLAN-Speaker anbieten, gibt es bei JBL zum jetzigen Zeitpunkt nur den Playlist. Wer schon weiß, dass er sein Multiroom-System zukünftig noch mit größeren Speakern oder Soundbars fürs TV-Gerät oder anderen Komponenten erweitern will, der muss sich bei der Konkurrenz umsehen – oder aber darauf hoffen, dass der JBL Playlist auch mit Google-Cast-kompatiblen Boxen anderer Hersteller zusammen spielt. Theoretisch sollte dies eigentlich möglich sein, aus Ermangelung weiterer Google-Cast-Geräte konnten wir das jedoch nicht testen.

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