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Im Test: Kingston UHS-I U3 microSDXC Kit

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Karte und SD-Adapter kosten aktuell rund 32 Euro. Damit ist sie ein gutes Stück teurer als viele Konkurrenzmodelle, soll aber auch mit einer sehr guten Schreibrate von 80 MByte/s punkten können.

Nicht alle microSDXC-Karten kann man eindeutig in ihrem Namen identifizieren. Unser UHS-I-U3-Modell aus dem Hause Kingston trägt die Modellnummer SDCA4/64GB. Solltet Ihr Euch für dieses Modell entscheiden, ist diese Nummer zu prüfen, denn der Hersteller grenzt seine kleinen Speicherkarten namentlich nicht weiter voneinander ab.

Kingston setzt auf eine simple Pappverpackung mit eingelassener Kunststoffbox, die nach dem Entnehmen des Speichermediums wiederverwendet werden kann, um die microSDXC-Karte zu transportieren oder sicher aufzubewahren.

Unsere Ausstattungsvariante umfasst einen zusätzlichen Adapter zur Verwendung der winzigen Karte im SD-Kartenslot in voller Baugröße, wie er sich beispielsweise an vielen Notebooks befindet.

Als Geschwindigkeitsklassifizierung führt Kingston Class 10 und UHS-I U3 auf, das sollte eine Mindestschreibgeschwindigkeit von 30 MByte/s garantieren. Der Hersteller selbst spricht von 80 MByte/s sowie einer Lesegeschwindigkeit von 90 MByte/s.

Immerhin gibt es satte 10 Jahre Herstellergarantie, kaum ein durchschnittlicher User wird die Speicherkarte wirklich über diesen Zeitraum hinweg nutzen.

Beim sequenziellen Datendurchsatz liefert Kingston im LG G6 unter AndroBench 5 solide Werte: Mit rund 79 MByte/s (Lesen) sowie 63 MByte/s (Schreiben) positioniert sie sich im vorderen Feld. Die Karte ist ohne Einschränkungen für Bild- sowie Videoaufnahmen per Smartphone zu empfehlen und bietet deutlich mehr Leistung als nötig.

Etwas mau sieht es demgegenüber beim zufälligen Lesen und Schreiben von 4K-Datenblöcken aus: Trotz eines ordentlichen Lesewerts von 2859 IOPS kommt die Speicherkarte beim Schreiben nicht über 169 IOPS hinaus. Das ist eigentlich zu wenig, wenn der Erweiterungsspeicher auch für die Auslagerung von Apps herhalten soll.

Wird die microSDXC-Karte im per PCI Express angebundenen Kartenlesers eines Dell XPS 13 platziert, erhalten wir im CrystalDiskMark Ergebnisse, die deutlich näher an den Herstellerangaben liegen, sie aber dennoch nicht ganz erreichen: Sequenziell werden rund 78 MByte/s gelesen und 66 MByte/s geschrieben, das ist insgesamt ordentlich. Aber auch hier schwächelt Kingston bei den 4K-Random-Werten mit 2131 (Lesen) und 257 (Schreiben) IOPS.

Testergebnisse Kingston UHS-I U3 MicroSD 64 GByte
Hersteller Kingston
Modell UHS-I U3 microSDXC Kit
Modellnummer SDCA3/64GB
Geschwindigkeitsklasse(n) UHS-I U3, Class 10
Formatierung exFat
Kapazität: Hersteller / Windows Datentägerverwaltung 64 / 57,95 GB
weitere Kapazitätsklassen 128 GB
Zubehör SD-Karten-Adapter
Garantie 10 Jahre
CrystalDiskMark seq. Read QD1 (Dell XPS 13) 78,2 MB/s
CrystalDiskMark seq. Write QD1 (Dell XPS 13) 66,3 MB/s
CrystalDiskMark 4K Rd. Read QD1 (Dell XPS 13) 2130,6 IOPS
CrystalDiskMark 4k Rd. Write QD1 (Dell XPS 13) 256,8 IOPS
AndroBench seq. Read (LG G6) 78,7 MB/s
AndroBench seq. Write (LG G6) 63,4 MB/s
AndroBench 4k Rd. Read (LG G6) 2858,7 IOPS
AndroBench 4k Rd. Write (LG G6) 169,1 IOPS
AndroBench seq. Read (Honor 5C) 52,35 MB/s
AndroBench seq. Write (Honor 5C) 33,88 MB/s
AndroBench 4k Rd. Read (Honor 5C) 2498,26 IOPS
AndroBench 4k Rd. Write (Honor 5C) 165 IOPS
A1 SD Bench seq. Read (Honor 5C) 53,51 MB/s
A1 SD Bench seq. Write (Honor 5C) 50,49 MB/s
A1 SD Bench 4K Rd. Read (Honor 5C) 26,39 MB/s
A1 SD Bench 4K Rd. Write (Honor 5C) 0,90 MB/s

Die Kingston-Speicherkarte mit der Modellnummer SDCA4 gibt es neben der von uns getesteten 64-GByte-Ausführung auch noch mit 32 GByte Speicher.

  • 32 GByte
    Kingston UHS-I U3 microSDHC  32GB Kit, UHS-I U3/Class 10 (SDCA3/32GB)
  • 64 GByte
    Kingston UHS-I U3 microSDXC  64GB Kit, UHS-I U3/Class 10 (SDCA3/64GB)

Unter dem Strich gehört die Kingston mit derzeit gut 30 Euro zu den teureren Karten. Wird sie als externe Erweiterungskarte für den knappen internen Smartphone-Speicher genutzt, um größere Dateien wie Bilder, Videos oder Musik auszulagern, dann überzeugt sie mit ihrer flotten Übertragungsgeschwindigkeit in beide Richtungen und gehört zu den schnellsten microSDXC-Karten.

Zur Installation und zum Ausführen von Apps eignet sie sich aufgrund der wenigen IOPS beim zufälligen Schreiben von 4K-Datenblöcken aber nicht. Da ist die microSD-Karte Samsung Evo Plus (Testbericht) mit 64 GByte schneller – und günstiger.

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