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Hands-on: Sony zeigt neues Flaggschiff Xperia XZ zur IFA

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Auf der 56. Internationalen Funkausstellung in Berlin hat der japanische Smartphone-Hersteller Sony Mobile Communications sein neues Flaggschiff-Modell vorgestellt, das Xperia XZ. Eingehüllt in einem Metallkorpus, soll es mit einer neuen Kamera und aktueller Hardware punkten.

So schnell geht es: Die im Februar auf dem GSMA Mobile World Congress in Barcelona vorgestellten Geräte Xperia X und Xperia X Performance bekommen einen Nachfolger. Er nennt sich Xperia XZ. Dieses Mal im Namen: Der für das Unternehmen besonders bedeutende Buchstabe „Z“, der über Jahre hinweg für das Maß aller Dinge stand: Xperia Z, Xperia Z1, Xperia Z3, Xperia Z3 Plus und vor einem Jahr das Xperia Z5. Nun ist der kleine, aber feine und signalgebende Unterschied wieder da.

Mit dem Xperia XZ und seiner überarbeiteten Designsprache, die jetzt auf den Begriff „Unified Design“ statt „OmniBalance“ hört, möchte der Hersteller Akzente in der Disziplin Minimalismus setzen. Das Smartphone besteht großflächig aus Metall, genauer gesagt aus einer Aluminiumlegierung aus Japan. Die Ränder vorne als auch hinten sind abgerundet, weshalb sich das Gerät besonders weich in der Hand anfühlt – ändert nur nichts and der Sache, dass es rutscht. Das Gehäuse ist IP68 geschützt und damit für eine bestimmte Zeit gegen Staub und Wasser resistent. Zwar ist das Aussehen nahtlos und zeitgemäßer geworden, als alles bisherige von Sony, aber uns stören einige Kleinigkeiten. Dazu gehört zum Beispiel die immer noch sehr tief platzierte Laut-Leise-Wippe auf der rechten Seite.

Laut Hersteller ist das Highlight die Kamera: 23 Megapixel, ein neuer Bildsensor, und erstmals bei Sony: ein Weißabgleichsensor sowie ein Laserfokus zur Bestimmung der Distanz. Außerdem ist ein – so sagen sie es – vorausschauendes Hybrid-Autofokussystem integriert worden, das die Motivbewegungen präventiv errechnen soll. Das sind zwar alles Technologien, die wir hier und da schon einmal in anderen Smartphones gesehen haben, aber Sony will dieses Mal alles richtig machen. Zum Beispiel sollen die Bildfarben anhand eines Weißabgleich-Sensors gemessen werden. Und das Fokussieren dauert, so heißt es, keine 0,6 Sekunden. Für Low-Light Aufnahmen stehen leider keine allzu offene Blende oder ein optisch-mechanischer Bildstabilisator (OIS) zur Verfügung, stattdessen geht die Lichtempfindlichkeit bis zu ISO12800. Die Kamera hört sich vielversprechend an, aber im Großen und Ganzen ist da nichts Neues dabei.

Sonys Xperia XZ ist ausgestattet mit Android OS 6.0 Marshmallow und eine Menge intelligenter Software-Features. Im Inneren gibt es einen Qualcomm Snapdragon 820 und – ein wenig enttäuschend – nur drei GByte RAM. Der interne Speicher beträgt 32 GByte und lässt sich per microSDXC-Karte erweitern. Im Telefon integriert ist ein Akku mit einer Nennladung von 2900 mAh, der sich mittels der Spezifikation USB 2.0 und dem neuen Industrieanschluss USB Type C aufladen lässt. Eine Schnellladetechnik wird von dem Gerät zwar unterstützt, allerdings muss das entsprechende Ladegerät zusätzlich erworben werden, hieß es auf Nachfrage.

Auf der vorderen Seite befinden sich zwei Lautsprecher, dazwischen sitzt das 5,2 Zoll große Display mit Flüssigkristalltechnologie. Im Vergleich zur vorherigen Generation hat sich hier nichts getan: Full-HD-Auflösung bleibt, für hochauflösendes QHD sieht Sony aktuell keine Verwendung. Das Xperia XZ wird es in drei Farben geben. Die Hero-Farbe in diesem Jahr ist Blau. Das Telefon wird im vierten Quartal zu einer UVP von 699 Euro auf den Markt kommen. Ein ausführlicher Test folgt demnächst, aber schon jetzt ist klar, dass auch dieses Sony-Gerät es nicht einfach haben wird gegenüber dem bestehenden Galaxy S7 oder anderen bald erscheinenden Smartphones.

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