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HSR-1 im Test: Roboter-IP-Cam mit Smartphone-Fernsteuerung

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Der Home-Security-Rover HSR-1 ist ein kleiner Roboter, mit dem man sein Zuhause im Blick behalten kann – auch wenn man unterwegs ist. Wir haben die fahr- und fernsteuerbare IP-Cam auf Herz und Nieren getestet.

Wie der 179,90 Euro teure Home-Security-Rover HSR-1 bei uns abgeschnitten hat, und ob die angepriesenen Sicherheitsfeatures uns überzeugt haben, erfahrt Ihr in folgendem Video:

Gadget-Test: – Das kann der HSR-1

Wer lieber liest statt ein Video zu gucken: Nachfolgend findet Ihr den Inhalt des Clips als Text.

Der Home-Security-Rover HSR-1 wird vom Handy aus mit dem heimischen WLAN verbunden und ist dann per Smartphone-App aus ansteuerbar – auch von unterwegs übers mobile Internet. Entsprechende Applikationen gibt es für Android ab Version 4.1 und für iOS 6 oder höher. Zur Steuerung des Kleinen gibt es zwei virtuelle Joysticks. Durch die Gegend navigieren lässt er sich recht präzise – ein stabiles WLAN-Netzwerk und eine gute Internetverbindung vorausgesetzt.

Nicht ganz so präzise funktioniert allerdings das Heben und Neigen des Roboterkopfes, in dem die Kamera sitzt. Der reagiert in der Regel etwas zähflüssig. Was die Kamera angeht, gibt es zwei Qualitätseinstellungen: „High“ hat eine höhere Auflösung mit einem größeren Datendurchfluss und kann so auch zu einer ruckeligeren Steuerung des Gadgets führen, als die Einstellung „Low“. Für Nachtfahrten gibt es eine LED-Beleuchtung, die das Sichtfeld allerdings nur in einem kleinen Bereich ausleuchtet.

Was dem Security-Rover vors Visier kommt, lässt sich in Form von Bildern oder Videos festhalten. Bilder lösen bei niedrigerer Qualität 960 × 720 Pixel auf und bei höherer Quali 1920 × 1440 Pixel. Bei Videos sind es 480 × 360 respektive 960 × 720 Pixel. Die aufgenommen Medien werden auf dem Smartphone abgespeichert und finden sich dort in der Galerie. Für eine bewegliche IP-Cam, die sich auch von unterwegs durchs eigene Heim navigieren lässt, ist die Bildqualität der Kamera okay – zumindest auf dem Smartphone betrachtet. Auf einem größeren Bildschirm machen die aufgenommen Videos und Fotos allerdings nicht viel her.

Was die Sicherheitsfeatures des Security-Rovers angeht, versagt er auf fast ganzer Linie. Eine versprochene Gesichterkennung mit anschließender Verfolgung der erkannten Person funktionierte im Test gar nicht. Die Bewegungserkennung, die den Besitzer auf dem Smartphone beispielsweise über eventuelle Eindringlinge informieren soll, meldet sich zwar ab und an – allerdings nicht wirklich immer, wenn sich vor dem Auge des kleinen Roboters etwas abspielt.

Wenn sich der Akkustand des HSR-1 dem Ende neigt, bekommt man eine Benachrichtigung auf dem Smartphone. Dann lässt sich das Gadget per Knopfdruck wieder auf die Ladestation kommandieren. Dazu muss der kleine Roboter sich in ihrer unmittelbaren Nähe befinden, verdunkelt dann das Sichtfeld und wird schließlich per Lichtsignal geleitet und angedockt. Auf der Ladestation lässt sich die fahrbare IP-Cam weiterhin nutzen, sie ist um 360 Grad drehbar.

Wenn der Security-Rover während seiner Patrouille an einem Hindernis stolpert und stürzt, kann er per Knopfdruck wieder aufgerichtet werden. Das braucht manchmal bis zu drei Anläufe, hat im Test aber jedes Mal funktioniert. Die vom Verkäufer des Gadgets versprochene Gegensprechfunktion funktioniert hingegen nur in eine Richtung zufriedenstellend: Was am Smartphone eingesprochen aus dem Lautsprecher des HSR-1 herauskommt, ist gut zu verstehen. Will man hingegen hören, was im überwachten Bereich gesagt wird, muss das Gerät mit seinem integrierten Mikrofon direkt vor der Quelle stehen.

Vor allem was die Sicherheitsfeatures angeht, kann der Home-Security-Rover HSR-1 nicht halten, was er verspricht. Um beispielsweise von unterwegs aus zuhause nachzuschauen, was die Haustiere gerade so treiben – oder ob man vergessen hat den Herd auszuschalten oder alle Fenster zu schließen –, lässt sich das Gadget durchaus gebrauchen.

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