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DJI Spark im Test: Die beste Drohne für den Urlaub?

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Klein, leicht und startet aus der Handfläche: Die DJI Spark ist eine Drohne mit intelligenten Flugfunktionen und Steuerung per Handgesten. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 599 Euro ist sie zwar die günstigste Drohne von DJI, aber immer noch kein Schnäppchen. Wegen ihrer Kompaktheit und der guten Kameraqualität eignet sie sich besonders für spontane Ausflüge oder einfach zum Mitnehmen in den Urlaub.

In den vergangenen Tagen sind wir die Spark geflogen. Welche Erfahrung wir gesammelt haben und ob wir sie für den nächsten Urlaub empfehlen, das lest und seht Ihr in diesem Testbericht von TechStage.


Der Lieferumfang der Spark ist schnell aufgezählt: Drohne, Akku, zwei Ersatzpropeller, Ladekabel und etwas zum Lesen. Wer mehr möchte, der kann zur „Fly more combo“ greifen, einem Set mit zweitem Akku, Ladestation und dem DJI Remote Controller, also der Fernsteuerung. Ferner legt der Hersteller eine Schultertasche für den Transport bei.

Praktisch für Erstlinge: Für den Schutz Rotoren liegen sogenannte Propeller Guards (kurz Propguards) bei. Sie werden mit einem Klammersystem an die vier Arme der Drohne montiert und tragen zur Flugsicherheit bei. So kommen einzelne Äste nicht so schnell in die Propeller und führen zum Absturz – und bei einer Kollision brechen die Rotoren nicht sofort.

DJI Spark

An der vorderen Seite der Spark hängt die Foto- und Videokamera. Bilder landen mit einer Auflösung von 12 Megapixeln auf der Speicherkarte. Das Aufnehmen von Videos erfolgt im Format 1080p, den hochauflösenden Standard 4K Ultra-High-Definition gibt's bei DJI aktuell nur bei den teureren Modellen. Im professionellen Bereich kann das für manche Nutzer ein K.O.-Kriterium sein. Aber dann nutzt man ohnehin etwas anderes als eine „Selfiedrohne“ wie die Spark, oder nicht?

Die Qualität der Aufnahmen kann sich sehen lassen: Bilder und Videos sind scharf und detailreich. Über die DJI-App für Apple iOS und Googles Android OS können Fotografen auch manuelle Kamera-Einstellungen, etwa die Belichtungszeit, festlegen.

Im Vergleich zum großen Bruder, der Mavic Pro, ist die Kamera der Spark nicht an drei Achsen stabilisiert, sondern nur an zweien. Aufnahmen sehen trotzdem schön stabil aus – man merkt einen riesigen Unterschied zu günstigeren Coptern ohne Gimbal, das die Kamera stabilisert, aber nur einen kleinen zu teureren Coptern mit Drei-Achs-Gimbal.

Das selbstständige Fliegen mit der Spark bereitet viel Freude. Nutzt man die hochautomatisierten Flugfunktionen über das verbundene Smartphone, hebt sich das fliegerische Gefühl auf ein komplett neues Level.

Zum Beispiel: Active Tracking. Dabei folgt die Spark einem vorher auf dem Bildschirm des Telefons markierten Objekt. Das kann zum beispiel ein Mensch oder das Haustier sein. Beim Hinterherfliegen achtet das System stets auf eventuelle Hindernisse, um Kollisionen zu vermeiden. Die dafür benötige Sensorik befindet sich auf der Front.

Im Test hat die Verfolgungsjagd aus der Luft allerdings nicht immer funktioniert. Probleme gab es mit Gegenlicht: Sobald die Sonne direkt in die Kamera strahlt, unterbindet das System das Fliegen und fährt in einem risikoarmen Zustand zurück. Die Drohne fliegt höher und bleibt stehen.

DJI Spark

Die Spark beherrscht vier vorprogrammierte Flugmanöver:

  1. Um einen festgelegten Punkt einen endlosen Kreis fliegen, etwa um ein Haus oder ein Boot zu filmen
  2. Die Kamera der Spark blickt nach unten, während die Drohne wie eine Rakete nach oben schießt
  3. Dronie: Die Spark fliegt vom Piloten weg und behält ihn im Auge
  4. Helix: die simultane Kombination von allen drei Punkten

Die Aufnahmen aus der Luft sorgen für tolle Bilder und Videos. Aber leider hält die Freude nicht so lange: 15 Minuten fliegt die Spark in der Praxis. DJI bewirbt eine Flugzeit von 16 Minuten, das kommt etwa hin. Die Akkus werden auf der Ladestation in 50 Minuten aufgeladen. An der Spark selbst dauert das Aufladen 2 Stunden.

Erfahrene Copter-Piloten kommen aufgrund der vielen automatischen Modi allerdings nicht auf ihre Kosten. Loopings & Co. gehen mit diesem Copter nicht, er ist mehr eine fliegende Kamera.

  • DJI Spark Intelligent Battery
    DJI Spark Intelligent Flight Battery
  • DJI Remote Controller
    DJI Spark Fernsteuerung
  • DJI Spark Propeller
    DJI Spark Faltbare Schnellverschlusspropeller
  • DJI Spark Prop. Guards
    DJI Spark Propellerschutz
DJI Remote Controller
DJI Spark Case

Die Spark lässt sich über drei Wege bedienen: per Smartphone, per Gestensteuerung sowie über den DJI Remote Controller. Die unterschiedlichen Eingabemöglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile: Das Smartphone besitzt zwar eine Livebild-Anzeige, aber die aufgrund der WLAN-Schnittstelle auf etwa 50 Meter beschränkte Reichweite sowie eine maximale Fluggeschwindigkeit von 20 km/h sind zu gering und beschränken das Erlebnis.

Die Steuerung per Remote Controller erlaubt nicht nur eine längere Reichweite von bis zu 500 Metern und eine Geschwindigkeit von 50 km/h, sondern ermöglicht auch sehr genaues und präzises Pilotieren der DJI Spark.

Genau wie bei der Mavic Pro gibt es jedoch die Möglichkeit, das Beste aus beiden Welten zu kombinieren: Das Telefon lässt sich mit dem Controller koppeln und dient als Bildschirm für die Kamera. Eine Universalklemme für nahezu alle Smartphone-Größen ist vorhanden und funktioniert praktikabel. Während der Testzeit sind wir fast ausschließlich in dieser Konstellation geflogen.

Die dritte und letzte Möglichkeit ist das Fliegen über Handgesten: Zwei grüne LEDs geben dem Nutzer ihr „Okay“, sobald das 3D-System aktiv ist. Danach hebt die Spark selbstständig aus der Handfläche ab und wartet auf die Befehle des Nutzers – mit Handzeichen weist man eine Position zu, ein gehaltener Rahmen löst ein Foto aus. Mit etwas Übung kann man sogar wieder auf der Handfläche landen – ganz ungefährlich ist das aber nicht, hier muss man sich vorsichtig herantasten. Mit einiger Übung klappt das ganz gut. Das Gefühl von Sicherheit kommt nach den ersten Erfolgen.

„Ergreif’ den Moment“ – mit diesem Motto bewirbt der chinesische Hersteller seine Spark. Die Größe des Fluggerätes spielt eine große Rolle: Man soll sie überall mitnehmen und fliegen können. Tatsächlich ist das Transportieren der Spark keine schwierige Angelegenheit. Ob im Rucksack oder im Reisekoffer, der Fußabdruck der 300 Gramm leichten Spark macht sich kaum bemerkbar.

Am bequemsten ist der Transport in der originalen Tasche, die im Fly-more-Set beiliegt. Darin findet auch das restliche Zubehör Platz, wie ein zweiter oder dritter Akku.

Die Spark gibt es in zwei Ausführungen, die sich nur durch das mitgelieferte Zubehör unterscheiden. Außerdem wird sie jeweils in insgesamt fünf verschiedenen Farben angeboten.

  • Weiß
    DJI Spark weiß
  • Blau
    DJI Spark blau
  • Grün
    DJI Spark grün
  • Rot
    DJI Spark rot
  • Gelb
    DJI Spark gelb
  • Weiß Combo
    DJI Spark Fly More Combo weiß
  • Blau Combo
    DJI Spark Fly More Combo blau
  • Grün Combo
    DJI Spark Fly More Combo grün
  • Rot Combo
    DJI Spark Fly More Combo rot
  • Gelb Combo
    DJI Spark Fly More Combo gelb
DJI Spark

Die DJI Spark ist eine großartige Drohne zum Mitnehmen. Egal ob für den Urlaub am Strand oder zwischen den Bäumen im Wald. Sie ist klein, handlich, schnell und macht tolle Fotos und Videos. Für den professionellen Einsatz ist sie nicht gedacht, dafür fehlen der Kamera eine höhere Auflösung, höhere Frameraten und die stabilisierte dritte Achse.

Die Gestensteuerung ist ein praktisches Gimmick, aber mehr auch nicht. Man kann damit einfach und fast überall Selfies, pardon, Dronies schießen. Für uns kommt jedoch nur das größere Paket mit dem zusätzlichen Zubehör-Paket infrage: Nur Controller und Smartphone zusammen machen zum Steuern wirklich Sinn. Außerdem sorgt ein weiterer Akku für langanhaltenden Spaß. Der Spaß kostet allerdings 800 Euro – und dann eben auch fast so viel wie die Mavic Pro.

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