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Acer R13 im Test: Chrome-Book mit Android-Apps

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Das Acer R13 ist ein edel aussehendes Convertible – also sowohl Notebook, als auch Tablet, bestens ausgestattet mit Full-HD-Touchscreen, Quad-Core-Prozessor, 4 GByte Arbeitsspeicher und Chrome-OS als Betriebssystem. Wie auf allen zukünftig erscheinenden Chromebooks laufen auf dem Acer R13 auch Android-Apps. Ob dies wirklich einen Mehrwert bietet, aber natürlich auch, was das Gerät prinzipiell taugt, zeigen wir Euch in diesem Testbericht.

Nicht nur optisch, auch haptisch macht das Acer R13 mit seinem Aluminiumgehäuse richtig was her. Das Chromebook wirkt hochwertig und ist gut verarbeitet. Das Scharnier des Bildschirms, das ein Umklappen um 360 Grad erlaubt, ist allerdings aus Kunststoff und gibt unter Druck etwas nach. Somit trübt dieser Punkt den ansonsten sehr guten Gesamteindruck ein wenig.

Bild: Techstage Das Acer R13 Chromebook steckt in einem Aluminium-Gehäuse.

Auf der linken Seite des Laptops finden sich ein USB-Typ-C- und ein herkömmlicher USB-3.0-Anschluss, ein HDMI-Ausgang und ein Speicherkartenleser. Rechts sitzen Einschalter, Lautstärkewippe und Kopfhörereingang. Die Abmessungen des R13 betragen 326 × 228 × 15,5 Millimeter bei einem Gewicht von knapp 1,5 Kilogramm.

Als Prozessor kommt beim R13 ein Quad-Core-Chip von Mediatek zum Einsatz. Dem M8173C mit seinem Maximaltakt von 2,1 GHz stehen 4 GByte Arbeitsspeicher zur Seite. Erfreulicherweise kommt das R13 ohne Lüfter aus und ist im Betrieb komplett geräuschlos. Der interne Speicher des Chromebooks ist 64 GByte groß und lässt sich per microSD-Karte erweitern. Ins Internet geht es per Dual-Band-WLAN nach 802.11ac.

Das Laden des 4670 mAh starken Akkus erfolgt über den USB-C-Port. Darüber hinaus gibt es einen HDMI-Ausgang, eine 0,9-Megapixel-Webcam und – eher ungewöhnlich für Chromebooks – eine mechanische Lautstärkewippe. Zwei Lautsprecher, die ihren Platz links und rechts an der Seite gefunden haben, geben Stereo-Sound aus.

Und dann wären da noch das Full-HD auflösende Touchdisplay mit einer Diagonalen von 13,3 Zoll, das sich komplett nach hinten umklappen lässt, und die Chiclet-Tastatur nebst ordentlich bemessenem Touchpad; es misst gut 10 × 6 cm. Eine Tastenbeleuchtung gibt es leider nicht – das dürfte dem Preis in Höhe von 400 Euro geschuldet sein.

Bild: Techstage Mit seinem um 360 Grad drehbaren Display sind verschiedene Nutzungs-Szenarien möglich.

Auffällig beim 13,3 Zoll großen Full-HD-Display ist der große Rand unterhalb, der knapp 3 Zentimeter breit ist. An den Seiten sind es jeweils etwas mehr als 1 und oben nicht ganz 2 Zentimeter. Der Bildschirm an sich bietet eine gute Farbdarstellung und eine für die meisten Einsatzgebiete ausreichende Helligkeit. Auch in Sachen Blickwinkelstabilität kann das Chromebook überzeugen. Bezüglich Bedienung mit den Fingern unterstützt das Panel 10 Berührungspunkte. Eingaben werden präzise und akkurat erkannt und umgesetzt. Durch die Möglichkeit, das Display um bis zu 360 Grad umklappen zu können, gibt es verschiedene Formen, in denen man das Convertible benutzen kann: Stehend mit gutem Blick aufs Display als „Zelt“, mit nach hinten geklappter Tastatur als „Tablet“, mit nach hinten geklapptem Bildschirm als „Präsentation“ und natürlich auch simpel als „Notebook“. Der Bildschirm verharrt dabei immer solide in der entsprechenden Position.

Die 0,9 Megapixel auflösende Kamera oberhalb des Displays erfüllt Ihren Zweck als Videotelefonie-Cam, mehr aber auch nicht. Die Bildqualität ist nicht besonders dolle.

Bild: Techstage

Der Quad-Core-Prozessor von Mediatek macht in Sachen Performance einen guten Job. Das R13 meistert auch eine ganze Reihe geöffneter Chrome-Tabs, ohne dabei ins Straucheln zu kommen. Auf dem Chicklet-Keyboard lässt es sich gut tippen, für meinen persönlichen Geschmack dürfte der Druckpunkt allerdings noch etwas knackiger sein. Schwer begeistert bin ich hingegen vom Touchpad, das sehr präzise funktioniert und auch dank seiner Größe eine gute Bedienung des Chromebooks ermöglicht.

Bild: Techstage 10 Stunden Laufzeit sind eine ordentliche Hausnummer.

Acer gibt die Akkulaufzeit seines Chromebooks mit bis zu 12 Stunden an. Das ist wie üblich in Produktbeschreibungen sehr optimistisch, 10 Stunden sind bei normaler Nutzung allerdings problemlos drin. Die seitlich angebrachten Lautsprecher klingen ordentlich – so macht auch das Filmeschauen auf dem Gerät richtig Laune.

Auf dem Acer R13 läuft Chrome-OS, inklusive der Möglichkeit, Android-Apps installieren zu können. Aktuell geht dies allerdings nur, wenn man den Chrome-OS-Beta-Channel nutzt. Über kurz oder lang sollte der Play Store aber auch Teil des offiziellen Chrome OS sein, denn die Sache läuft im Großen und Ganzen schon recht gut. Obwohl noch nicht größer für die Nutzung auf Chromebooks optimiert, lassen sich die meisten Android-Apps problemlos installieren und nutzen.

Zwar funktionieren manche Programme auch im Fenster-Modus und verhalten sich dann etwa so wie unter Windows. Man kann die Größe der Apps aber nicht anpassen. Wäre dies möglich, wäre der Mehrwert, den die mobilen Apps auf Chromebooks mit sich bringen, noch um einiges größer. Außerdem fällt auf, dass viele Android-Apps bislang nicht für große Displays mit hohen Auflösungen optimiert sind. So werden Texte teils sehr klein dargestellt oder Apps nutzen den zur Verfügung stehenden Platz nicht optimal. Hier muss Google noch einiges tun, damit Android-Apps unter Chrome-OS in Zukunft so optimal wie möglich laufen. Trotzdem ist es auch aktuell schon eine praktische Sache, die vom Handy oder Tablet gewohnten Applikationen auch auf seinem Chromebook installieren zu können.

Das Acer R13 ist ein tolles Chromebook, ich persönlich bin schwer begeistert. Vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt einfach: Für 400 Euro bekommt man einen Langläufer mit tollem Look & Feel, guter Performance, einem erstklassigen Full-HD-Touchscreen, guter Tastatur und sehr gutem Touchpad. Da sich der Bildschirm um bis zu 360 Grad umklappen lässt, zeigt sich das R13 außerdem als sehr flexibles Gerät, mit dem man einerseits gut arbeiten kann, das aber auch beim Anschauen von Video-Clips und Filmen eine gute Figur macht.

Was die Android-Apps unter Chrome-OS angeht: Die Sache ist zugegebenermaßen noch ausbaufähig, bietet aber auch zum aktuellen Zeitpunkt durchaus schon einen Mehrwert.

Einen Blick auf das R13 zeigt unser Video weiter unten.

Wer mit Chrome-OS nichts anfangen kann, aber Convertible-Devices eine tolle Sache findet, für den könnte das sehr günstige Chuwi Hi10 Pro mit Windows und Android oder das Lenovo Yoga Book mit Windows oder Android eine interessante Alternative sein.

Acer R13 im Test

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