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360-Grad Unterwasser-Gehäuse von Holaca im Test

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Der Sommer steht vor der Tür. Da ist es an der Zeit, die Freunde mit einer 360-Grad-Aufnahme vom Ausflug an den See oder einem Zeitraffer-Film vom Straßenfest so richtig neidisch zu machen. Was aber, wenn Regen aufzieht? Genau für solche Fälle haben wir das Unterwasser-Gehäuse von Holaca für LG 360 Cam und Ricoh Theta S getestet.

360-Grad-Videos und Fotos machen einfach Spaß. In Verbindung mit einer VR-Brille sind Zuschauer mitten im Geschehen. Zwei der von uns getesteten Rundum-Kameras im unteren Preissegment sind die LG 360 Cam und die Ricoh Theta S.

Motive am Pool, im Paddelboot oder Zeitrafferaufnahmen im Freien sind mit den beiden Kandidaten aber immer ein Risiko für die Technik: Ein unachtsamer Augenblick und die Kamera ist abgesoffen. Der Hersteller Holaca hat kürzlich ein spezielles Unterwassergehäuse für die LG auf den Markt gebracht. Obwohl nicht vom Hersteller beworben, passt auch die Theta S perfekt hinein.

Der Lieferumfang beinhaltet auch einen Adapter für das nicht mittig angebrachte Stativgewinde der LG 360 Cam.

Das Hardcase besteht aus einer Grundplatte, an der die Kamera befestigt ist, und einem durchsichtigen Oberteil. Die zwei Teile des Gehäuses werden einfach zusammengeschraubt. Die Grundplatte hat auf der Unterseite ein Stativgewinde, damit man die Kamera auch mit Gehäuse einfach am Ministativ oder Fahrradlenker befestigen kann. Da das Stativgewinde der LG 360 Cam nicht mittig, sondern leicht versetzt an der Unterseite angebracht ist, hat Holaca einen passenden Adapter beigelegt. So sitzt nun auch die LG absolut in der Mitte. Durch die Höhe des Adapters sitzen die Objektive der LG 360 Cam etwa an derselben Stelle wie die der Ricoh Theta S.

Obwohl nicht vom Hersteller angegeben, passt auch die Theta S in das Gehäuse.

Ob so ein verhältnismäßig einfacher Aufbau mit Gummiring zwischen Grundplatte und Gehäuse auch wirklich dicht hält? Wir haben da erstmal so unsere Zweifel. Also ab ins Wasser damit. Unsere Kamera wollten wir dafür aber nicht riskieren. Daher erst einmal Trockenübungen – beziehungsweise eben nicht. Satt Kamera findet ein Zewa-Tuch Platz im Inneren des Gehäuses, das wir dann für 24 Stunden in einem Eimer voller Wasser versenkt haben. In diesem Experiment hat das Gehäuse auf jeden Fall gehalten, was es verspricht. Auch in 30 Metern Tiefe würden wir aber erst einmal einen Versuch ohne Kamera empfehlen.

Auch für Zeitrafferaufnahmen ist das Case wirklich praktisch: So kann man die Kamera unbeaufsichtigt draußen aufstellen, ohne Angst vorm nächsten Regenschauer haben zu müssen.

Test einer 180-Grad Zeitrafferaufnahme mit der LG 360 Cam

Die Aufnahmen im Gehäuse gelingen erstaunlich gut. Auf den ersten Blick ist kein großer Unterschied zu Videos und Fotos ohne Case erkennbar. Eine minimale Unschärfe ist bei genauer Betrachtung dann leider doch zu erkennen; der Gesamteindruck ist trotzdem gut. Wir hatten mit einer weit stärkeren Beeinträchtigung der Bildqualität gerechnet.

Bei Benutzung des Gehäuses entsteht eine leichte Unschärfe. (rechte Bildhälfte)

Eine 360-Grad Rafting-Tour oder eine Tiefschneeabfahrt für die VR-Brille sind so auch mit LG 360 Cam oder Ricoh Theta S gefahrlos machbar. Auch interessante Außenaufnahmen sind dank wasserdichtem Gehäuse wetterunabhängig umsetzbar und schaffen neue kreative Möglichkeiten. Neben Aufnahmen auf und unter Wasser finden wir beispielsweise Zeitrafferaufnahmen mit vorbeiziehenden Wolken und wandernden Schatten extrem cool.

Den einzigen Minuspunkt gibt es für das Fehlen einer Transportmöglichkeit. Wer nicht aufpasst, hat schnell die ersten Kratzer im Kunststoff, was die Bildqualität erheblich beeinträchtigt. Wir haben das ganze deshalb für den Transport einfach in eine Baumwolltasche eingewickelt. Bisher hat das auch gut funktioniert.

Ein Transporttäschchen fehlt leider im Lieferumfang.

Wir finden, dass sich die knapp 22 Euro auf jeden Fall lohnen.

Wer noch keine 360-Grad-Kamera hat, findet das passende Exemplar in unserem Vergleich von 360-Grad-Kameras.

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