TechStage
Suche

Ein Angebot von

Kaufberatung: VR-Brillen für Smartphone

1
von  //  Twitter Google+

Der günstigste Einstieg in die Welt der Virtuellen Realität (VR) ist Googles Pappschachten CardBoard? Längst nicht mehr – deutlich komfortablere Kunstsstoff-Gehäuse für Android & iPhone kosten schon weniger. Wir vergleichen verschiedene Modelle.

Wer schon einmal mit HTC Vive oder Oculus Rift gezockt hat, weiß: VR ist ein großes Stück Zukunft, und es geht gerade so richtig los. Zugegebenermaßen sind die Einstiegshürden aber groß. Die Brillen kosten mehrere hundert Euro, dazu braucht es noch einen Gaming-PC mit fetter Grafik-Hardware – oder, im günstigsten Fall, eine PlayStation 4 samt VR-Zubehör.

Deutlich günstiger, teils schon für unter 10 Euro, klappt VR mit dem Smartphone statt einer expliziten Brille. Google Cardboard hat's vorgemacht: Smartphone rein, Linse dahinter, App starten – und los geht's ohne teure Hardware. Natürlich kann man so keine High-End-Games spielen, aber es gibt tolle (und kostenlose) Anwendungen dafür – etwa einen Tauchgang mit 360°-Rundumsicht, Skydiving in einer neuen Perspektive, ein Hawaii-Besuch ohne Flugkosten oder ein Mythbusters-Video, in dem ein Post-Lieferwagen gesprengt wird. Außerdem gibt es neben diesen Videos auch diverse Apps für VR auf dem Smartphone.

Die Top-Modelle unter den VR-Brillen haben trotz des vergleichsweise hohen Preises von um die 100 Euro kein eigenes Display, sondern setzen ebenfalls auf das Smartphone zur Bildwiedergabe. Sie sind relativ hochwertig verarbeitet, was man vor allem beim Tragekomfort bemerkt. Außerdem gibt es häufig ein paar Goodies, die den Preis zumindest ein bisschen rechtfertigen. Im Beispiel Samsung Gear VR ist ein Controller enthalten, der die Bedienung des Smartphones ermöglicht, während es in der Brille eingespannt ist. Das ist ansonsten nämlich nervig, wenn man zum Wiederholen eines Videos oder um das nächste zu starten die Brille abnehmen und vielleicht sogar das Smartphone herausnehmen muss, um den Touchscreen zu bedienen.

Außerdem ist die Darstellung bei hochwertigen Brillen üblicherweise besser. Das liegt an höherwertigen Linsen, die im Inneren verbaut sind, um den kleinen Abstand zwischen Augen und Display auszugleichen. Mehr Details zu den Unterschieden lest Ihr zum Beispiel bei unseren Kollegen von c't, die Googles Daydream VR ausführlich getestet haben.

Vor allem bei den teureren VR-Boxen ist allerdings die Smartphone-Auswahl stark eingeschränkt. Googles Daydream funktioniert ausschließlich mit den Google-eigenen Handys Pixel und Pixel XL, die aktuelle Generation von Samsungs Gear VR verlangt nach Galaxy S8 oder Galaxy S8 Plus. Ausnahme ist da etwa die Zeiss VR One Plus, die „Smartphones zwischen 4,7 und 5,5 Zoll“ aufnimmt – also etwa auch das iPhone.

  • Samsung
    Samsung Gear VR SM-R324 (SM-R324NZAADBT)
  • Zeiss
    Zeiss VR One Plus
  • Google
    Google Daydream View dunkelgrau
  • Google
    Google Daydream View rot

Wer nur einmal in die Welt der Virtuellen Realität hereinschnuppern möchte, ohne gleich viel Geld auszugeben, sollte sich eine der vielen No-Name-VR-Brillen mit Kunststoff-Gehäuse zulegen. Zwar ist es grundsätzlich sinnvoll, solche Produkte beim Händler vor Ort zu kaufen – denn dort kann man das Smartphone testweise einlegen und den Tragekomfort direkt begutachten. Leider fällt das oft flach, da nur die wenigsten Händler sich solche Produkte auf Lager legen.

Im Folgenden zeigen wir eine Auswahl an universellen VR-Brillen mit Kunststoff-Gehäuse und großer Verbreitunt im niedrigen Preissegment – los geht's schon ab etwa 10 Euro. Obwohl sich die meisten VR-Brillen auch mit Sehhilfe tragen lassen, haben einige Modelle auch einen einstellbaren Dioptrien-Ausgleich.

  • Noon VR
    Noon VR Headset
  • Ednet VR
    Ednet VR-Brille für Smartphones (87000)
  • Homido
    Homido
  • LogiLink
    LogiLink Virtual Reality Brille (AA0088)
  • Stealth VR
    Stealth Gear VR100
  • Celexon
    Celexon Economy VRG-1
  • Auvisio
    Auvisio ZX-1600
  • Trust
    Trust GXT 720 (21322)
  • 4smarts
    4smarts VR Spectator Plus
  • Urban Revolt
    Trust Urban Revolt Exos 3D (21179)

Losgetreten wurde das VR-Thema bei Smartphones von Google mit einer Pappschachtel namens Cardboard. Die Pappschachtel gibt es immer noch, allerdings empfehlen wir sie nicht. Sie ist ein nettes Goodie, nett als Beigabe – aber Geld würden wir dafür nicht ausgeben. Vor allem der Trage„komfort“ bleibt bei den Pappschachteln vollständig auf der Strecke. Gut für ein erstes Experiment, aber nichts für die Nutzung – und auch nicht wirklich billiger als einfache VR-Brillen mit Kunststoff-Gehäuse.

  • Cardboard
    Google Cardboard VR-Brille
  • Cardboard 2.0
    Google Cardboard 2.0 VR-Brille
  • Cardboard Pop
    Mr. Cardboard Pop! Cardboard 2.0 (MRC-31340)

Wer VR noch nie ausprobiert hat, sollte unbedingt zuschlagen. Wir haben schon gute Erfahrungen mit Kunststoff-Brillen im Bereich von 20 bis 30 Euro gemacht. Natürlich ist das Erlebnis mit hochwertigen und teureren Brillen besser, und vor allem, wer VR öfters nutzt, wird irgendwann um einen externen Controller nicht herumkommen. Doch für die ersten Schritte reicht auch eine einfache Variante.

Geld für Pappschachteln würden wir nicht mehr ausgeben. Öfters gibt es sie mal als Goodie auf Messen oder als Beigabe zu einer Zeitschrift – das ist okay.

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige