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Kaufberatung: Das ist das beste Smartphone für Dich

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Natürlich sind Galaxy S8 und iPhone 7 die Top-Geräte auf dem Markt. Doch muss man für ein neues Smartphone unbedingt 800 Euro und mehr ausgeben? Die Standard-Anwendungen wie Telefonie, Email-Verkehr, Fotografie oder Social Media funktionieren schließlich auch mit den weit günstigeren Einsteiger- und Mittelklasse-Modellen.

Wer das Handy tatsächlich hauptsächlich zum Kommunizieren verwendet und hin und wieder einen Schnappschuss für die Freunde macht, der findet das passende Gerät in der Einsteigerklasse bis etwa 200 Euro.

Wer eine hochwertige Kamera, ein hochauflösendes Display, Dual-Band-WLAN, NFC oder einen schnellen Prozessor braucht, wird bei den Mittelklasse-Smartphones fündig. Allerdings muss man sich entscheiden, was einem davon wirklich wichtig ist. Denn alles zusammen bekommt man in der Preisklasse zwischen 200 und 400 Euro nicht.

Echte Hardcore-User und Fans mit entsprechendem Budget kaufen sich die Flagship-Modelle. Diese bieten die umfassendste Ausstattung und die beste Performance. Dafür kosten sie aber auch ein Vielfaches und einige Ausstattungsmerkmale sind auch eher prestigeträchtig als wirklich sinnvoll.

Die wirklich gute Nachricht lautet, dass es zumindest bei bekannten Herstellern keine wirklich schlechten Geräte gibt. Nur bei Angeboten bis 100 Euro sollte man wirklich vorsichtig sein – die Leistung und die Software von 60-Euro-Smartphones haben meist nichts mit aktuellen Geräten gemein. Gerne würden wir sagen, dass diese Teile mehr können, aber sie sorgen einfach nur für Frust und machen schlechte Laune.

Beginnen wir mit mit der Frage nach einem guten Display. Die Abmessungen spielen dabei eher eine untergeordnete Rolle; sie sind Geschmackssache. Schön, wenn das Display riesig ist – doof nur, wenn dabei beispielsweise die Bedienbarkeit mit kleinen Händen auf der Strecke bleibt. Um die richtige Größe zu finden, empfehlen wir einen Besuch im Elektronikmarkt: Einfach verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Abmessungen in die Hand nehmen und ausprobieren. So merkt man am besten, ob einem die Größe zusagt.

Die Pixeldichte und Auflösung des Displays sind hingegen entscheidende Punkte. Die Zeiten von schlecht aufgelösten Bildschirmen sind zwar vorbei, einige Ausnahmen gibt es aber nach wie vor. Als Faustregel gilt: Eine Pixeldichte ab etwa 300 ppi (Pixel pro Zoll) ergibt ein gestochen scharfes Bild. Einzelne Bildpunkte sind bei einem Abstand von 40 cm und mehr nicht mehr mit dem menschlichen Auge erkennbar.

Die von uns getesteten Billig-Smartphones fallen hier klar durch. Eine Auflösung von 854 × 480 wie beim ZTE Blade L5 ist heute einfach nicht mehr zeitgemäß.

Eine Mindestauflösung von 1280 × 720 (HD) halten wir im Einsteigersegment für angemessen – solange die Ausmaße des Displays nicht größer als 5 Zoll sind. Das entspricht dann 294 ppi und sorgt für ein angenehm scharfes Bild. Einzelne Pixel sind nur aus sehr kurzer Distanz erkennbar.

In der Mittelklasse darf es durchaus mehr sein. Full-HD (1920 × 1280) ist leider noch nicht Standard. Das LG K10 (2017) beispielsweise kommt mit einer HD-Auflösung (1280 × 1080) und einem 5,3-Zoll-HD-Display nur auf 277 ppi – die Qualität der Darstellung konnte uns trotz niedriger Pixeldichte überraschenderweise überzeugen.

Der Bildschirm des LG K10 hat uns trotz niedriger Pixeldichte überzeugt.

Bei den Flagship-Modellen ist mindestens eine Full-HD-Auflösung Pflicht. Die aktuellen Modelle bieten zum Teil sogar weit mehr. Das neue Samsung Galaxy S8 beispielsweise hat ein Display mit 2960 [×] 1440 Pixeln und sehr guten 570 ppi. Einzelne Pixel sucht man auch aus nächster Nähe vergebens.

Auch die Kamera gehört für die meisten Anwender zu einem wichtigen Kaufkriterium. Bis auf unsere zwei Billig-Geräte ZTE Blade L5 und Bluboo Mini haben alle getesteten Geräte vernünftige Ergebnisse erzielt.

Die Geräte im Einsteigersegment brauchen ausreichend gute Lichtverhältnisse, um eine annehmbare Qualität zu liefern. Bei Tageslicht und genügend Ausleuchtung entstehen aber auch mit den günstigen Smartphones brauchbare Schnappschüsse für Facebook & Co. Sobald die Beleuchtung schlechter wird, leidet die Bildqualität sehr stark. Die Bilder verrauschen und die Farben sind stark verfälscht. Außerdem geht der Kontrast flöten und die Bilder wirken matschig. Bei der Qualität der Videos sieht es ähnlich aus: Die Qualität ist extrem von der Ausleuchtung abhängig. Die Auflösung der Videos liegt immerhin bei ausreichenden 1280 × 1080 Bildpunkten, was zumindest für Social Media oder Messenger ausreicht. Das LG K8 für etwa 130 Euro machte bei unserem Test richtig schöne Fotos – ausreichende Beleuchtung vorausgesetzt.

Besser sieht es im mittleren Preisbereich aus. Bei genügend Ausleuchtung entstehen wirklich tolle Fotos. Die Farben sehen prächtig aus und der Kontrast ist schön hoch. Die Qualität ist so gut, dass es auch lohnt, Ausdrucke der Fotos zu machen.

Nimmt die Lichtintensität ab, leidet aber die Qualität. Kontrast und Farbtreue gehen verloren. Die Ergebnisse sind, verglichen mit den Einsteiger-Geräten, zumindest noch ganz in Ordnung.

Videos entstehen je nach Modell in HD- oder teils in Full-HD-Auflösung. Bei ausreichend gutem Licht sehen die Ergebnisse gut aus und reichen für einen Upload bei Youtube & Co. Positiv aufgefallen ist uns hier das Lenovo Moto G5 Plus – die Qualität der Bilder war auch bei mittelmäßigem Licht noch erstaunlich gut; der Autofokus arbeitet extrem schnell und sehr präzise.

Die Kamera des Lenovo Moto G5 Plus macht auch bei mässigen Lichtverhältnissen noch ansehnliche Fotos.

Im Highend-Bereich sind die Ergebnisse aller getesteten Modelle sehr gut. Bei Tageslicht entstehen wirklich attraktive Fotos. Wenn man keinen optischen Zoom braucht, kann der Fotoapparat guten Gewissens zuhause bleiben. Selbst bei mittelmäßigen Lichtverhältnissen ist die Qualität noch in Ordnung. Bei extrem wenig Licht tritt aber auch hier Bildrauschen auf und der Kontrast geht verloren. Nur wenig Abhilfe schafft ein integrierter LED Blitz. Er sorgt zwar für bessere Ausleuchtung und ermöglicht auch Aufnahmen in absoluter Dunkelheit, die Farbtreue leidet allerdings.

Einige Geräte wie das Honor 8 Pro haben einen Dual-Color-LED-Blitz verbaut, der die Farbtemperatur vom Blitzlicht an die Umgebung anpasst. Das soll gelb- oder blaustichige Fotos in schummriger Umgebung verhindern. Auch die Videos der High-End-Geräte können sich sehen lassen. Die Auflösung der Videos beträgt mindestens Full-HD (1920 × 1080). Auch UHD-Videos (4K) sind bei einigen Geräten in dieser Kategorie möglich. 4K-Auflösung ist unserer Meinung nach eher prestigeträchtig, als praktisch sinnvoll. Es fehlt nach wie vor an Wiedergabemöglichkeiten und der Speicherbedarf ist extrem hoch. Für eine Stunde Videomaterial sind bereits mehr als 20 GByte nötig – der interne Speicher wäre also sehr schnell voll.

Die Geschwindigkeit der von uns getesteten Geräte war, abgesehen von den wirklich billigen China-Handys, immer ausreichend für den alltäglichen Gebrauch mit Social Media, Online-Videoclips, E-Mail oder casual Games wie Mahjong.

Die billig-Smartphones ZTE Blade L5 und Bluboo Mini waren eine echte Enttäuschung und wir raten dringend vom Kauf ab!

Am besten beurteilen lässt sich die Performance der Smartphones mittels eines Benchmarks oder beim Zocken. Einen leider nicht immer ganz aktuellen Überblick über das Performance-Ranking gibt es beispielsweise auf der Seite der Macher des Antutu-Benchmarks.

Grafisch aufwändige Spiele sorgen bei den Einsteiger-Geräten für sehr lange Ladezeiten und sie laufen auch nicht flüssig. Ständige Ruckler und Frust sind die Folge. Für einfache Spiele ohne komplexe Grafik reicht die Performance allemal aus.

Die Mittelklasse-Smartphones aus unseren Tests waren alle in der Lage, auch anspruchsvolle Games vernünftig darzustellen. Nur anhand der etwas längeren Ladezeiten und ein paar wenigen Rucklern während des Spiels unterscheiden sie sich von den High-End-Smartphones.

Die Flagship-Smartphones diesen Jahres landen im Antutu-Ranking allesamt auf den vordersten Plätzen. Auch aufwendige 3D-Spiele oder Videobearbeitung per App sind kein Problem. Die Ladezeiten sind kurz und die Darstellung ist absolut flüssig und ruckelfrei.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Aktualität der Android-Version. Gerade bei den günstigen Android-Geräten sieht es schlecht aus mit Updates. Wer sich jetzt ein Gerät mit altem Android kauft, kann froh sein, wenn dieses überhaupt je auf ein neueres Android geupdated wird.

Das HTC U Play wird mit Android 6.0 ausgeliefert und es ist derzeit kein Update angekündigt.

Die aktuelle Version ist Android Nougat 7.1.1 vom Dezember 2016 – diese ist aber noch nicht mal auf den Flagship-Geräten vorinstalliert. Einige Hersteller wie HTC, haben auch Anfang dieses Jahres noch neue Geräte mit Android Marshmallow (6.0) herausgebracht. HTC hat auf seinen Geräten zwar die Sicherheitslücken geschlossen und alle wichtigen Neuerungen der aktuellen Version implementiert – trotzdem sorgt eine aktuelle Version zumindest für ein besseres Gefühl.

Die Akkulaufzeiten sind in allen Preisklassen problematisch. Nur wenige Geräte halten bei normaler Benutzung länger als einen Tag lang durch. Bei richtig intensiver Nutzung ist der Akku oft noch viel früher leer.

Einige Smartphones bieten immerhin noch die Möglichkeit den Akku zu tauschen. Wer plant das Smartphone mehrere Jahre zu nutzen sollte darauf achten. Ansonsten bleibt für den Akkutausch bei altersbedingter Abnutzung nur noch der Gang zum Fachhändler oder der Griff zum Schraubendreher.

Preislich interessant sind einige Geräte aus dem Vorjahr. Das Sony Xperia XA (2016) für etwa 170 Euro, oder das 200 Euro teure HTC Desire 530 (2016) hinterließen einen wirklich guten Eindruck und die Ausstattung ist für Einsteiger-Smartphones in Ordnung. Auf beiden Geräten läuft zudem ein aktuelles Android. Das Xperia XA ist zudem sehr sexy, hat aber eine relativ kurze Akkulaufzeit.

Für einen Preis von unter 200 Euro muss es nicht zwingend ein Gerät aus dem Vorjahr sein. Ein aktuelles Beispiel ist die K-Reihe von LG. Das aktuelle LG K8 und K10 gibt es zu Dumpingpreisen von 130 und 150 Euro. Die Ersparnis von 20 Euro zwischen den beiden LG Smartphones lohnt unserer Ansicht nach nicht, das K10 ist schneller und das Design gefällt uns viel besser.

Auch das Huawei Honor 5c für knapp 170 Euro hinterlässt bei unserem Test einen durchweg guten Eindruck. Es hat zwar nur Android 6.0 vorinstalliert, das Update auf Android 7.0 ist laut Honor aber mittlerweile verfügbar.

Das Honor 5c hat für ein Einsteiger-Smartphone ein wirklich gelungenes Design.

Eine weiter Alternative ist das rund 180 Euro teure Lenovo Moto G5. Es ist ausreichend schnell und verfügt zudem über eine vernünftige Kamera. Die nur zwei Gigabyte Arbeitsspeicher fallen im Alltagsgebrauch kaum auf; führen aber zu teils längeren Ladezeiten beim Arbeiten mit großen Apps. Auch ein Kompass ist nicht integriert, weshalb es sich nicht zum Navigieren eignet.

Für rasante 3D-Spiele, Tabellenkalkulation und Fotobearbeitung muss die Rechenleistung dann schon etwas höher sein. Die Mittelklasse-Smartphones, die wir in den letzten Monaten getestet haben, waren alle schnell genug, um auch grafisch anspruchsvolle Spiele und große Apps ausreichend flüssig darzustellen. Die Ladezeiten sind dabei etwas länger als die von High-End-Geräten. Das Spielerlebnis selbst leidet aber nicht darunter. Die getesteten Games liefen alle ohne große Ruckler oder Hänger.

Wem es hauptsächlich um schöne Optik und weniger um schnelle Hardware geht, für den kommt das HTC U Play in Frage. Störend fanden wir den verhältnismäßig hohen Preis von rund 355 Euro und das Fehlen eines klassischen Kopfhöreranschlusses. Dafür ist bereits ein aktueller USB-C-Port verbaut und die Optik ist einfach klasse. Das größte Manko am U Play ist die Software. Obwohl es erst Anfang 2017 erschien, läuft es mit Android 6.0. Wer sich nicht an der Android-Version stört, bekommt ein echtes Schmuckstück mit ausreichender Leistung.

Wirklich schnell ist das Dual-Sim-Smartphone Huawei P10 lite. Mit einem Preis von etwa 320 Euro gehört es zu unseren Favoriten im Mittelklasse-Bereich. Wer auf den USB-C-Anschluss verzichten kann, der bekommt ein Smartphone mit sehr hochwertigem Gehäuse und einer wirklich guten Kamera.

Das Huawei P10 lite verzichtet auf den aktuellen USB-C-Anschluss.

Herausragend gut fanden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis des Lenovo Moto G5 Plus für rund 280 Euro. Es sieht klasse aus, hat eine überdurchschnittliche Ausstattung mit NFC, Dual-Band-WLAN und einer großartigen Kamera. Auch das Display und der Fingerabdrucksensor haben uns überzeugt. Lediglich die leicht überstehende Kameralinse hatten wir zu beanstanden.

Eine Empfehlung für eines der Flagship-Geräte ist da schon schwieriger. Gibt es überhaupt das eine, beste Smartphone? Unserer Meinung nach: Nein! Die Performance ist bei allen Geräten super und die Unterschiede in der Leistung fallen in der Praxis nicht auf. Hier kommt es vor allem auf den eigenen Geschmack und eventuell auf speziell benötigte Funktionen wie drahtloses Aufladen, Spritzwasserschutz oder Dual-Sim-Funktionalität an.

Das Samsung Galaxy S8 ist ein echter Hingucker.

Das Apple iPhone 7 hat iOS – das kann gut oder auch schlecht sein. Das Samsung Galaxy S8 sieht am besten aus, ist aber sehr empfindlich. Das Honor 8 Pro und das LG G6 haben aber ein weit besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Auch diejenigen, die ein Smartphone hauptsächlich zum Telefonieren und für WhatsApp suchen, sollten nicht einfach das Billigste kaufen. Geräte unter 100 Euro sind nicht empfehlenswert und führen zu jeder Menge Frust.

Im mittleren Preissegment geht man immer einen Kompromiss ein und muss sich für bestimmte Ausstattungsmerkmale entscheiden. Wer ein gestochen scharfes Display will, muss beispielsweise Abstriche bei der Kamera oder der Performance hinnehmen.

Nur wer sich für ein High-End-Modell entscheidet, bekommt ein quasi kompromisslos gutes Smartphone. Das Prestige, ein Flagship-Smartphone zu besitzen, kostet aber Aufpreis. Wer bereit ist, weit über 500 Euro auf den Tisch zu legen, muss aber dafür wenigstens keine Abstriche in der Ausstattung hinnehmen.

Die beste microSD-Karte für Android-Smartphones (Kaufberatung)

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