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Universität zwingt Studenten, Fitness-Tracker zu tragen

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Die Oral Roberts University in Tulsa stellt hohe Ansprüche an die Fitness seiner Studenten. Ab diesem Jahr setzt die Universität hier auf Wearables – alle 900 Erstsemester sind verpflichtet, einen FitBit-Tracker zu tragen und bestimmte Ziele zu erreichen.

Fitness hat bei der Oral Roberts University eine lange Tradition – und das war bislang ganz schön kompliziert. Die Studenten mussten nämlich händisch in Tabellen eintragen, wie lange sie jetzt den Rasen gemäht oder Basketball gespielt haben. Das gab dann Punkte, und die Studenten mussten bestimmte Ziele erreichen.

Wie die Washinton Post berichtet, sind nun alle 900 Erstsemester verpflichtet, einen FitBit Charge HR (Test) zu tragen. Der rund 120 Euro teure Tracker misst neben der Tagesschrittzahl auch die Herzfrequenz – und überträgt die Messwerte dann an einen Computer der Universität. Die Studenten sind angehalten, täglich 10.000 Schritte zu gehen und sich pro Woche 150 Minuten intensiv körperlich zu ertüchtigen.

Bislang hat sich der Universitätsprovostin Kathaleen Reid-Martinez zufolge keiner der Studenten über den Eingriff in die Privatsphäre beschwert.

Falls Ihr Euch fragt, was für eine Einrichtung überhaupt auf so eine Idee kommt: Die Oral Roberts Universtity ist streng christlich-religiös und verbietet den Studenten wie Angestellten beispielsweise Rauchen, Trinken und außerehelichen Sex. Weitere kontroverse Punkte, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, findet Ihr im Wikipedia-Artikel zu der Universität.

Auch hierzulande gab es immer mal wieder Diskussionen, ob beispielsweise Krankenversicherungen Fitness-Tracker ausgeben und ihre Kunden wiederum für einen aktiven Lebensstil belohnen dürfen. Was sagt Ihr denn dazu: Findet Ihr es gerecht, wenn aktive Personen ihre Beiträge senken können – und weniger aktive Menschen dann womöglich letztendlich mehr zahlen?

Abgesehen davon ein Tipp am Rande: Viele Krankenkasse bezuschussen nicht nur Vorsorgeuntersuchungen oder Akupunktur, sondern auch Fitness-Tracker. Die Techniker Krankenkasse beispielsweise zahlt hier bis zu 50 Euro, und das etwa explizit auch für die Apple Watch.

Washinton PostFitbits now mandatory for students at this Oklahoma university

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