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Steve Wozniak: Apple braucht ein iPhone mit Android

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Bild: Steve Wozniak: Flickr-User Carlos Varela; Rest: TechStage

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Un-fass-bar. Da baut ja noch eher Nokia ein Android-Smartphone. Doch die Aussage ist deutlich: Apple-Mitbegründer Steve Wozniak hat im Rahmen des Congreso de Mentes Brillantes Anfang November in Madrid gesagt: "Apple must join Android System".

Damit meint er nicht, dass Apple iOS aufgeben sollte – das wäre zweifelsfrei ein gigantischer Fehler. Aber für ebenso falsch hält es Wozniak, dass sich das von ihm mitgegründete Unternehmen den kompletten Android-Markt durch die Lappen gehen lässt.

Seiner Beobachtung nach kaufen die Menschen ihre Smartphones nämlich nicht nach objektiven Kriterien oder Testberichten, sondern richten sich nach ihrem direkten Umfeld. Noch sieht er bei Android tatsächliche Vorteile gegenüber iOS, schreibt die spanische Cinco Dias – und nennt dabei konkret die Spracherkennung. Außerdem sei es viel leichter, unter Android neue Apps zu veröffentlichen, als unter iOS.

Zwar sagt er auch: "Ich bin kein Geschäftsmann". Aber er sieht Erfolgschancen, wenn Apple zweigleisig fahren würde: Das Premium-Segment soll weiterhin mit iPhones und iOS bedient werden. Zusätzlich könnte das Unternehmen günstigere Geräte mit Android herausbringen und damit eine Zielgruppe erreichen, die bislang keine Apple-Produkte kauft – entweder, weil sie Android nutzen möchte, oder weil die iPhones schlicht zu teuer sind.

Könnte es künftig tatsächlich aPhones geben? Ich würde die Hand dafür ins Feuer legen, dass das nicht passiert. Auch wenn Wozniak recht haben sollte und Apple Umsätze verloren gehen – die Gefahr, dem Marktanteil von iOS nachhaltig Schaden zuzufügen, wäre bei Android-iPhones viel zu hoch. Und die Umsätze im App Store dürften für Apple fast noch wichtiger sein als die Umsätze beim Verkauf der Hardware – denn sie sichern dem Unternehmen langfristig Einkünfte.

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