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Stagefright-Lücke: Telekom schaltet MMS-Versand ab

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Die Stagefright-Lücke, die derzeit Android-Smartphones in höchstem Maße bedroht, sorgt für erste Konsequenzen: Die Telekom stellt derzeit keine MMS-Nachrichten mehr zu. Der Grund: Angreifern ist es mit Hilfe der Multimedia-Nachrichten möglich, Schadecode in fast alle Android-Smartphones einzuschleusen.

Wer nun als Telekom-Kunde eine MMS bekommt, erhält stattdessen lediglich eine SMS mit einem Link, über den sich die Multimedia-Nachricht abrufen lässt. Wie lange diese Sperre aufrechterhalten wird, ist derzeit noch unbekannt. „Die Telekom ist mit den Herstellern in Abstimmung wie die Sicherheitslücke behoben werden kann. Sobald es eine Lösung gibt, wird wieder auf den gewohnten MMS-Versand umgestellt“, so der Netzanbieter.

Mit der Sperrung der MMS ist die Sache übrigens nicht vom Tisch. Die Stagefright-Lücke lässt sich auch über andere Wege ausnutzen, die Multimedia-Dateien involvieren. Dazu gehören etwa Webseiten, Apps oder aber auch Facebook- und WhatsApp-Nachrichten. Die MMS-Sperre dürfte unterm Strich also eher einen Tropfen auf den heißen Stein darstellen. Und mal ehrlich: Wann habt Ihr die letzte Multimedia-SMS verschickt?!

Bislang gibt es nur wenige Hersteller, die ihre Geräte per Update gegen die Sicherheitslücke geschützt haben. Auf der sicheren Seite sind beispielsweise Nutzer des Google Nexus 6 oder von Cyanogenmod 11 und 12. Bleibt nur zu hoffen, dass sich hier bald etwas bewegt.

Nächste Woche Mittwoch findet in Las Vegas die BlackHat-Sicherheitskonferenz statt, auf der weitere Details zu dem Exploit bekanntgegeben werden sollen. Es kursieren aber bereits Anleitungen für einen Proof-of-Concept im Netz, und offenbar verkauft bereits der russische Anbieter Intevydis einen Exploit auf Basis von Stagefright.

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