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Sky Go Kids: Video on Demand für kleine und große Kinder

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Bereits seit einiger Zeit hat der Pay-TV-Anbieter Sky einen Video-on-Demand-Dienst für den Abruf per Browser, per iOS-App und per Xbox 360: Sky Go ermöglicht das Anschauen von Filmen, Serien und Sportereignissen über Internet. Neu im Programm ist ein Angebot explizit für Kinder. Wir haben es ausprobiert.

Die Flintstones sind beim Kinderprogramm von Sky Go mit von der Partie.

Zunächst die positive Überraschung: Die Auswahl ist ordentlich groß, die Biene Maja ist ebenso vertreten wie Familie Feuerstein, es gibt Tom & Jerry, Bugs Bunny, Heidi, Sindbad und die Powerpuff Girls. Dazu kommen noch gut 20 Spielfilme, an denen auch Erwachsene ihre Freude haben: Die Schlümpfe, die Abenteuer von Tim & Struppi, Rio, Ice Age 2 oder Mr. Poppers Pinguine. Doch im Detail bleiben viele Wünsche unerfüllt.

Auf den ersten Blick sieht das nach einem wahnsinnigen Portfolio aus, doch von Familie Feuerstein gibt es nur fünf Folgen (Episode 3, 20, 28, 120 und 171) – das wirkt willkürlich, blöd auch die nicht chronologische Reihenfolge. Die Biene Maja hat gerade mal fünf Folgen im Programm, von Bugs Bunny gibt es zwölf. Laut Sky befindet sich das Angebot noch im Aufbau und soll sich regelmäßig ändern, doch was wann dazukommt, und ob das "ändern" bedeutet, dass Inhalte wieder wegfallen, konnte uns das Unternehmen bislang nicht beantworten.

Harry Potter ist ab zwölf Jahren freigegeben – wer den Film sehen möchte, braucht einen Code.

Wer außerhalb des Kids-Bereiches durch die Filme und Serien stöbert, hat eine deutlich größere Auswahl. Damit der Nachwuchs nicht versehentlich einen Blick in Papas Filme wirft, fragen iPad-App und Browser-Player nach einem PIN-Code – eine simple, aber gute Lösung, zumindest solange die Kinder die vierstellige Zahlenkombination nicht kennen.

Unabhängig von der relativ kleinen Auswahl im Kinder-Bereich hat Sky Go ein paar größere Haken. Zum Einen ist das Online-Angebot nicht einzeln, sondern nur in Kombination mit einem TV-Receiver im Monatsabo zu haben.

Wer die HD-Programme gebucht hat, bekommt den Video-on-Demand-Service gratis dazu – das günstigste Angebot liegt mit einem der Pakete (Film, Sport, Bundesliga) derzeit dann bei in der Summe 35 Euro pro Monat in den ersten 12 Monaten, danach 45 Euro. Bei zwei Paketen zahlt man 40, nach 12 Monaten 57 Euro, bei allen drei 50 Euro, nach einem Jahr 67 Euro pro Monat. Immerhin sind der HD-Receiver und ein Festplatten-Rekorder im Preis enthalten. Vorsicht: Das aktuelle Angebot läuft noch gut vier Tage, dann kann sich der Tarif ändern.

Ganz schön teuer, wenn man zwischendurch mal die Kinder beschäftigen möchte – aber ein Schnäppchen, wenn man ohnehin schon Sky-Kunde ist.

Zum Anderen schränkt das Rechtemanagement die mobile Nutzung ein: Sky Go mit dem iPad im Ausland gucken? Geht nicht. Filme oder Serien herunterladen und den Kids beim Autofahren das Tablet in die Hand drücken? Geht auch nicht – nur Streamen ist erlaubt.

Insgesamt gefällt uns der Ansatz gut. Die Kombination aus den Angeboten für Kinder und Erwachsene ist ordentlich, und vor allem Sport-Fans werden die Option lieben, auch unterwegs einen Blick in laufende Fußballspiele werfen zu können. Doch als einziges Argument für ein Sky-Abo taugt die Go-App derzeit nicht, denn das Angebot für Kinder muss dringend ausgebaut werden, und speziell für Tablet-Nutzer wäre die Möglichkeit, Filme oder Serien herunterzuladen, wirklich wichtig – selbst, wenn man die Inhalte nur für 24 Stunden ansehen könnte.

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