TechStage
Suche

Ein Angebot von

Samsung fälscht Benchmark-Ergebnisse vom Galaxy S4

von  //  Facebook Twitter Google+

Benchmark-Ergebnisse sind mittlerweile ein wichtiges Marketing-Instrument. Bringt ein Hersteller ein neues Smartphone oder Tablet auf den Markt, geht es vor allem darum, bei den ersten Benchmark-Tests ganz oben zu stehen. Schließlich will man beweisen, wieviel Dampf man unter der Haube hat – und darum, der Smartphone-Konkurrenz die Rücklichter zu zeigen. Die Benchmark-Zahlen an sich hinterfragt in der Regel kaum jemand.

Offenbar hat Samsung bei seinem Flaggschiff Galaxy S4 nicht nur auf die Hardware vertraut, sondern auch per Software nachgeholfen. Oder auf gut Deutsch gesagt: Samsung hat beschissen. Das Peinliche dabei ist, dass die Seite AnandTech dem Schwindel nun auf die Schliche gekommen ist: Immer dann, wenn man auf der Exynos-Variante des Samsung Galaxy S4 eine Benchmarking-App wie GLBenchmark, AnTuTu oder Quadrant öffnet, erhöht sich die Taktfrequenz der Grafikkerne über die eigentlichen Grenzen hinaus – und erhält zugleich eine höhere Untergrenze für den Ruhemodus.

Bild: AnAndTech Dieses Bild zeigt einen verdächtigen Ausschnitt aus dem Quellcode des Galaxy S4.

Es ist nicht das erste Mal, dass Samsung in Sachen Marketing tief schlägt. In Taiwan engagierte die dortige Samsung-Niederlassung zur Einführung des S4 Studenten, die in Foren schlecht über das HTC One schreiben sollten. Auch hier ließ man sich erwischen und musste sich entschuldigen.

Man könnte nun so schlaue Sätze, wie "ehrlich währt am Längsten" schreiben. Offenbar zahlt sich das Vorgehen aber aus. Schließlich ist das südkoreanische Unternehmen nicht nur unangefochtener Marktführer für Smartphones, sondern hat von seinem Flaggschiff S4 bereits über 20 Millionen Stück absetzen können.

Ob das nun am guten Marketing, den tollen Benchmark-Ergebnissen oder einfach an der guten Hardware liegt, lässt sich so wahrscheinlich nicht feststellen.

Quelle: Allaboutsamsung

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige