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Samsung Galaxy S8 im Hands-on: DAS Android-Phone 2017?

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Nur noch wenige Wochen, dann kommt das Samsung Galaxy S8 in die Läden. Die Verfügbarkeit und Liefertermine sind zwar noch unverbindlich, aber voraussichtlich ab Ende April (28. 4. 2017) soll das S8 tatsächlich zu kaufen sein. Ob sich der Kauf lohnt, zeigt unser Hands-On.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger wirkt das S8 tatsächlich wieder wie ein neues Produkt und nicht wie ein Facelift. Das Design wird noch wichtiger, vor allem die Displays wirken riesig – und wir kommen dem randlosen Smartphone ein Stück näher. Das S8 kommt in zwei Varianten: Die Standard-Ausführung hat ein 5,8 Zoll großes Display, das Plus-Modell wächst auf 6,2 Zoll. Eine Edge-Variante wie beim aktuellen Galaxy S7 gibt es nicht mehr: Alle Varianten haben ein „Edge“-Display, bei dem die Anzeige bis in den Rand läuft.

Die Displays haben ungewöhnliche, aber sehr hohe Auflösungen. 2960 × 1440 Bildpunkte bei beiden Modellen, das entspricht einer Pixeldichte von 570 (S8) respektive 529 ppi (S8+). Je höher dieser Wert, desto schärfer erscheint die Darstellung. Das ist allerhöchstes Niveau. Die Darstellung von Inhalten erfolgt aber nicht in der vollen Auflösung sondern in den für Android weit typischeren 2560 × 1440 Pixeln. Die 400 weitern Bildpunkte nutzt Samsung als Reserve für die virtuellen Knöpfe unterhalb der Anzeige.

Moment – virtuelle Knöpfe? Zumindest der Home-Button war bei den Oberklasse-Galaxys traditionell ein Hardware-Knopf, in den letzten Versionen auch mit integriertem Fingerabdruckscanner. Letzterer wandert nun auf die Rückseite des S8. Das mag am Anfang etwas ungewohnt sein, kommt aber auch bei Smartphones anderer Hersteller vor – und funktioniert da eigentlich ganz gut. Blöd nur, wenn das Gerät vor einem auf dem Tisch liegt, dann ist der Sensor nämlich nicht erreichbar.

Ebenfalls neu ist ein zusätzlicher Knopf an der Seite des Geräts. Er aktiviert den neuen, Samsung-eigenen Sprachassistenten Bixby. Er soll als Konkurrenz zu Googles Dienst und zu anderen Lösungen wie Apples Siri oder Alexa von Amazon auf Sprachbefehle des Nutzers reagieren. Einzigartig ist, zumindest im Moment, dass Bixby kontextbezogen reagiert und beispielsweise auf Befehl das Foto löschen kann, das der Nutzer gerade auf dem Display sieht.

Uns in Deutschland nützt das aber wenig, denn Bixby versteht momentan nur Englisch, Koreanisch und Chinesisch. Und unabhängig davon ist Samsung in der Vergangenheit stets bei der Einführung eigener Software-Dienste gescheitert – egal, ob es sich dabei um einen eigenen App-Store, um Online-Dienste für Video-Streams oder E-Book-Käufe oder um einen Chat-Dienst handelt.

Die technischen Details sind keine große Überraschung. Selbstverständlich sind USB-C und Qi zum Laden, die Klinkenbuchse bleibt – etwa im Gegensatz zum HTC U Ultra – zumindest in dieser Geräte-Generation noch vorhanden.

In Deutschland werden wir das S8 voraussichtlich mit Samsung-eigenem Exynos-Achtkernprozessor mit maximal 2,3 GHz und 4 GByte RAM bekommen, in anderen Märkten kommt der Snapdragon 835 zum Einsatz. Das S8 hat grundsätzlich 64 GByte Flash-Speicher, Varianten gibt es nicht. Dafür aber einen Slot für microSD-Karten, auf denen sich Fotos, Videos & Co. ablegen lassen. Der Akku im S8 hat eine Kapazität von 3000 mAh, der des S8+ speichert 3500 mAh.

Die Kameras haben keine außergewöhnlichen Features wie beispielsweise die Dual-Kameras von Huawei (P10 im Test) oder Apple (iPhone 7 Plus im Test). Beim Vorgänger war das genauso. Trotzdem gehört die Kamera mit zu den besten überhaupt (Galaxy S7), daher haben wir hier hohe Erwartungen. Die Auflösung beträgt 12 Megapixel.

Über die weiteren technischen Daten informiert das folgende Datenblatt.

Auf dem Galaxy S8 läuft Android 7.0 – also Nougat. Inzwischen ist schon Android 7.1 verfügbar.

Die Oberfläche unterscheidet sich nur in Details von den früheren Versionen. Auffälligstes Merkmal: Auch Samsung lässt nun den App Drawer weg, also das klassiche „Hauptmenü“, in dem sich die Icons aller Anwendungen befinden. Andere Hersteller gehen den Weg schon länger. Immerhin: Bei Samsung lässt sich diese Übersicht per Wischgeste noch aufrufen.

Ähnlich wie bei den letzten Windows-Phone-Geräten gibt es nun auch bei Samsung eine Art Dock und einen Desktop-Modus. Wer das S8 eindockt, bekommt das Bildsignal per HDMI auf einen Monitor und kann das Gerät mit Tastatur und Maus steuern. Das klappt mit allen Android-Apps und mit ausgewählten Windows-Programmen. Ähnlich wie bei Microsoft besteht aber auch hier die Gefahr, dass der Desktop-Modus in der Praxis keinen echten PC ersetzen kann – und damit nur in wenigen Szenarien wirklich hilfreich ist. Das wird in einigen Wochen dann ein ausführlicher Test klären.

Unsere Kollegen von heise online waren bei der Vorstellung des Galaxy S8 vor Ort und hatten die Möglichkeit, ein Hands-on-Video zu drehen. Das möchten wir Euch nicht vorenthalten, bis wir mit einem eigenen Video dienen können:

Galaxy S8 im Hands-on

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Außerdem gibt es das Galaxy S8 in Grau und Silber, das Galaxy S8 Plus ist ebenfalls in Grau und Silber zu haben. Modelle in Gold und Blau sind bereits gelistet, aber noch nicht erhältlich.

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