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Samsung Galaxy S4 & Co.: 2013 wird das Jahr der Full-HD-Smartphones

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Nachdem HTC in der letzten Woche mit dem Butterfly J das erste Smartphone mit einem Full-HD-Display vorgestellt hat, gibt es nun Berichte, nach denen auch die wichtigsten Konkurrenten fleißig an entsprechenden Modellen arbeiten. Von Samsung könnte es bereits auf dem Mobile World Congress im Februar ein Galaxy S4 mit 5 Zoll großem AMOLED-Display in Full-HD-Auflösung zu sehen geben.

Das lässt sich zumindest einem Bericht des koreanischen Online-Magazins mk entnehmen. Demnach soll es in der ersten Jahreshälfte 2013 sowohl von Samsung als auch von LG 5-Zoll-Smartphones mit Full-HD-Display geben. LG will dabei auf seine LCD-Technik setzen; ein entsprechendes Panel im 5-Zoll-Format mit einer Pixeldichte von 440 PPI hat das Unternehmen laut mk bereits im Mai vorgestellt. Samsung setzt weiterhin auf die AMOLED-Technik. Hier erwähnt der Bericht ebenfalls eine Diagonale von 5 Zoll und einer Schärfe von über 400 Pixel pro Zoll. Darüber hinaus soll auch Sony an einem Smartphone mit einer vergleichbaren Anzeige arbeiten.

Derzeit gelten Handy-Displays mit einer Pixeldichte von über 300 Pixeln pro Zoll (PPI) als hochauflösend, obwohl die Darstellung eigentlich bereits ab etwa 250 PPI gestochen scharf wirkt. Vorreiter in diesem Bereich war das Motorola Milestone mit zunächst mit 256 PPI. Erst später kam das iPhone 4, das über ein 3,5 Zoll großes LCD mit 640 × 960 Pixeln verfügt - und damit auf 326 PPI kommt. Apple hat den dazu passenden Marketing-Begriff Retina geschaffen – und erklärt, dass die Auflösung des iPhones so hoch sei, dass das menschliche Auge bei normalem Betrachtungsabstand keine einzelnen Bildpunkte mehr erkennen kann. Damit wäre also theoretisch die bestmögliche Auflösung erreicht, denn mehr bringt nichts.

Bild: HTC Das HTC J Butterfly ist das erste Smartphone mit Full-HD-Display. Es kommt zunächst nur in Asien in den Handel.

Nun kommt aber HTC bei seinem Butterfly J auf eine Pixeldichte von 443 PPI und überragt das iPhone damit deutlich. Ist das dann Quatsch? Teilweise, wie der Display-Experte Dr. Raymond Soneira in einem Interview gegenüber arstechnica erklärt. Bei Fotos und Videos bemerkt der gemeine Mensch demnach keinen Unterschied. Fotos an sich seien üblicherweise schon zu pixelig und zu wenig perfekt, als dass eine höhere Auflösung des Displays noch für eine Verbesserung sorgen könnte: Hier ist das Quellen-Material schlechter als die Darstellung, sagt Soneira. Für Videos gilt demnach das Gleiche, dazu kommt noch die Bewegung im Bild. So fällt es dem Auge noch schwerer, eine einzelnes scharfes Bild zu erkennen. Anders sieht es bei Computer-Grafiken aus, die etwa in Form von Menü-Icons oder gerenderten Hintergrundbildern oder Logos zum Einsatz kommen könnten: Trainierte Augen nehmen laut Soneira einen Unterschied zwischen gut 300 und gut 400 Pixel pro Zoll wahr. Und so dürfen wir uns trotz aller Kritik freuen auf das, was uns Galaxy S4 und Konsorten bringen werden.

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