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Neues Mac OS X Mavericks: Tags, Finder-Tabs, Multidisplay

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Mac OS X Sea Lion als neue Version – das war nur ein Spaß auf der Keynote der WWDC. Apple verabschiedet sich von den Katzen-Namen und beginnt eine neue Ära der OS-Nomenklatur: Die neueste Version hört auf den Namen Mac OS X Mavericks, was dem Apple-Mutterland Kalifornien geschuldet ist.

Das Chaos mit zahlreichen verschiedenen Finder-Fenstern soll ein Ende haben. Nutzer können jetzt – analog zu aktuellen Webbrowsern – Tabs von verschiedenen Ordnern in einem Finder-Fenster öffnen. Wer Dateien hin- und herkopieren möchte, zieht einfach eine Datei auf ein anderes Tab, und fertig ist die Laube.

In der linken Seitenleiste des Finders tauchen jetzt Tags auf. Es lässt sich so ziemlich alles taggen – egal, wo es liegt. Wie nützlich das in der Praxis ist, dürfte wie bei allen Tag-Systemen elementar von der Disziplin des Anwenders abhängig sein. Auf den ersten Blick sehen die Tags jedenfalls sauber und logisch umgesetzt aus.

Endlich: Wer mehrere Displays verwendet und eine Anwendung ins Vollbild umschaltet, kann den zweiten Bildschirm nach wie vor vollständig nutzen – und hier wahlweise eine zweite Anwendung im Vollbild laufen lassen oder den Desktop mit kleinen Programmen verwenden.

Mission Control wurde ebenfalls an mehrere Bildschirme angepasst und zeigt jetzt auf jedem Bildschirm nur noch die Fenster an, die auf dem jeweiligen Display aktiv sind. Via AirPlay lassen sich jetzt außerdem auch Fernseher als zusätzliche Monitore nutzen.

Mac OS X Mavericks soll die CPU-Last um bis zu 72 Prozent verringern. Das soll dadurch erreicht werden, dass die Volllast- und Idle-Phasen des Prozessors zusammengefasst werden.

Außerdem hat Apple die Arbeitsspeicher-Verwaltung überarbeitet. Dadurch wacht Mac OS X angeblich bis zu 1,5-Mal schneller aus dem Standby auf. Außerdem soll bis zu 1,4-Mal mehr RAM zur Verfügung stehen.

Apples Webbrowser Safari hat ebenfalls eine Performance-Überarbeitung erhalten, und soll schneller und gleichzeitig akkuschonender laufen als die Konkurrenten. Außerdem gibt es eine neue, aufgeräumtere Startseite, eine Leseliste und eine Funktion, die auf Twitter und Linkedin geteilte Links von Freunden anzeigt.

iBooks kommt jetzt auch auf den Mac. Darüber hinaus hat Apple Maps überarbeitet. Die Kartendaten wurden verbessert, und Routen lassen sich einfach vom Mac aus an iPhone und iPad schicken. Außerdem ist es jetzt möglich, Passwörter über Mac-OS-X- und iOS-Devices hinweg zu synchronisieren.

Die große Revolution, wie es die neue OS-Nomenklatur verheißen mag, ist Mac OS X Mavericks nicht. Es gibt eine ganze Reihe kleiner sinnvoller Verbesserungen und neuer Features, den großen Knaller ist uns Apple aber schuldig geblieben.

Entwickler erhalten eine Preview-Version von Mac OS X Mavericks bereits heute. Für die breite Masse steht das Betriebssystem-Update leider erst im Herbst zur Verfügung.

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