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Motorola testet elektronische Tattoos und Pillen für Authentifizierung

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von Bestboyz Signet  //  Facebook Twitter Google+

Elektronische Tattoos und Pillen sollen als Authentifizierungsmethode dienen. Google-Tochter Motorola Mobility testet bereits erste Prototypen.

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Auf der gestrigen D11-Veranstaltung haben Motorola Mobilitys Top-Repräsentanten nicht nur das Moto X angekündigt, sondern auch einen Blick in die Zukunft gewährt. Regina E. Dugan, ehemalige Direktorin der Militärbehörde Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) hatte zwei Projekte mitgebracht: ein elektronisches Tattoo und eine Pille.

Smartwatches oder Brillen, also Wearable Computing devices, seien zu kantig und steif, während Menschen weich und kurvig sind – sagte Dugan, die Motorola Mobilitys Advanced Technology and Projects-Abteilung leitet.

Das elektronische Tattoo kommt von der Firma MC10 Inc. und ist von der Form und Größe klein, Regina Dugan trug sogar eins auf ihrem Arm. Genauere Informationen zu der Funktionsweise wurden nicht enthüllt, der primäre Zweck soll aber die Authentifizierung sein. In der Theorie könnte man also alle seine Passwörter ersetzen, ob das auch im realen Leben funktioniert, prüft das ATAP-Team derzeit mit einem speziellen Smartphone. Das High Tech-Tattoo wird aus Silicium hergestellt und besteht aus Komponenten wie einer LED, Sensoren für Temperatur und Elektrokardiogramm. Zudem besitzt es eine Funkantenne.

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Das zweite Projekt ist etwas fortschrittlicher und ehrlich gesagt grenzwertig, finde ich: Es ist eine Pille, die man wie eine gewöhnliche schluckt und zu sich nimmt. Die sogenannte Proteus Digital Health Pill wurde sogar von der US-amerikanischen Gesundheitsagentur U.S. Food and Drug Administration (FDA) als zugelassen erklärt. „Man könne 30 Tage, jeden Tag eine schlucken“, erklärte Dennis Woodside, CEO Motorola Mobility. Die Passwort-Alternative wird von einem kleinen Computer angetrieben, der seinen Storm über die Magensäure gewinnt. Erst dann strahlt es ein 18bit-Signal aus, der von Smartphones und anderen Geräten empfangen werden kann.

Diese Sachen kommen nicht morgen oder übermorgen auf den Markt. Es werden sicherlich viele Jahre vergehen, bis derartige Technologien zum Einsatz kommen. Der Gedanke, der ist schon heute verfügbar.

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