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Facebook M: Siri-Konkurrent im Facebook Messenger

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Siri, Cortana & Co. bekommen Konkurrenz: Facebook bringt mit „M“ einen eigenen persönlichen Assistenten an den Start. Zu finden ist die Funktion künftig im Messenger.

Wie Wired berichtet, sollen einige Hundert Nutzer im Großraum San Francisco gestern über die Messenger-App von einem gewissen „M“ kontaktiert worden sein. M stellt sich dabei als persönlicher Assistent vor, der jederzeit über den Messenger erreichbar ist. Als mögliche Themen, wobei er behilflich sein kann, nennt M das Bestellen von Blumen, Empfehlungen für Ausflüge oder die Suche nach einem hundefreundlichen Strand in der Nähe.

„Es wird nicht lange dauern, bis die Messenger-Nutzer feststellen, dass M viel mehr kann als die gewöhnlichen digitalen Helfer“, so der Messenger-Chef David Marcus. M könne Dinge tun, die niemand anderes kann. Der Grund dafür sei, dass M nicht nur ausschließlich auf künstliche Intelligenz setzt, sondern auch auf echte Menschen.

Damit steht Facebook M in der Mitte einerseits zwischen Services wie Google Now und Siri, die ausschließlich auf künstliche Intelligenz setzen, und Diensten wie GoButler oder Sixtyone Minutes, bei denen exklusiv Menschen die Anfragen beantworten. Soweit möglich setzt M auf künstliche Intelligenz, doch Facebook-Angestellte – sogenannte „M trainers“ überwachen die Anfragen und stellen sicher, das jede einzelne beantwortet wird.

Grundsätzlich soll die Nutzung von Facebook M kostenlos sein. Allerdings erhofft sich David Marcus wohl, über den Dienst künftig auch Dinge verkaufen zu können. Interessant in diesem Zusammenhang: Erst wurde Mitte 2014 der ehemalige PayPal-Boss David Marcus als Chef für den Messenger eingesetzt. Dann folgte in diesem Jahr eine Bezahlfunktion für die Chat-Software, mit der Nutzer einander Geld überweisen können.

Und künftig? Künftig können wir dann wohl mit Facebook M Pizza bestellen, Konzertkarten kaufen oder Blumensträuße verschicken. Und Zuckerberg verdient kräftig mit.

Aber es geht aber nicht nur um Verkäufe, sondern auch um die Schnittstelle zwischen Nutzer und Internet. Bei der Suche nach Informationen ist aktuell Google die allererste Anlaufstelle. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis das semantische Web (Web 3.0) kommt, und wir anstatt klassischen Website-Suchergebnissen eine direkte Antwort präsentiert bekommen. Und genau hier kämpfen Facebook, Google, Apple, Microsoft & Co. darum, das „nächste Google.com“ zu werden.

Facebook –
Wired –

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