TechStage
Suche

Ein Angebot von

Experte meint: 1080p-Auflösung auf Smartphone ist nicht wirklich besser als 720p

von Bestboyz Signet  // 

Experte für Display-Technologie belächelt Werbestrategie der Smartphones mit 1080p-Auflösung.

Das ist im Moment eines der wichtigen Kriterien eines High End-Smartphones: Es sollte mit einer möglichst hohen Auflösung auf den Markt kommen. Brillantere Farben, mehr Sättigung und Schärfe, das verspricht der ein oder andere Hersteller seinen Kunden. Und da wir mittlerweile viel auf unseren Bildschirmen gucken, ist das auch ein kräftiges Argument.

Dr. Raymond Soneira, CEO von DisplayMate, klärt allerdings auf: Eine 1080p-Auflösung, also 1920 Pixel in der Breite mal 1080 Pixel in der Höhe im Vollbildverfahren, unterscheidet sich im Grunde nicht von einer 720p-Auflösung (1280 mal 720 Pixel) – da das menschliche Auge eine derartig hohe Pixeldichte auf einem kleinen Display nicht wahrnehmen kann. Die meisten werden Bilder und Videos als kaum schärfer empfinden, da die Medien ohnehin auf viele Pixel aufgeteilt werden – von der Auflösung ganz unabhängig.

Die höhere Auflösung könnte sich sogar negativ auswirken. Hält man das Gerät etwas weiter von sich entfernt, reduziert sich die Schärfe. Augen vom Durchschnitt aller Menschen können nicht mehr als 229 Pixel pro Zoll erfassen. Als Apple sein Markendisplay „Apple Retina“ vor zwei Jahren vorstellte, sagte man, dass die ideale Pixeldichte 326ppi sei. Nahezu jedes High-End Smartphone löst heute ähnlich hoch oder noch höher auf...

Es verhält sich hiermit also ähnlich wie beim Megapixel-Wahn der mobilen Kameratechnologie: Mehr ist eben nicht wirklich immer mehr. Aber gut verkaufen lässt sich das Ganze und wird es auch weiterhin.

[Quelle: Ars Technica]

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige