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Ein sich selbstreparierendes Display für Smartphones: Eine Universität will wissen, wie's geht

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von Bestboyz Signet  // 

Eine selbstreparierende, kratzfreie Oberfläche für Smartphones – die Universität Eindhoven will das Geheimrezept entwickelt haben.

Nokia N9
Nokia N9

Es gibt Menschen, die hüten, pflegen und schützen das Display ihres Smartphones inniger als den eigenen Verlobungsring. Kratzer auf einem Smartphone schmälern das Vergnügen und wenn's ganz arg ist, die Haptik des Gerätes, wenn Kratzer beispielsweise sehr tief sind. Viele Kratzer trüben die Sicht auf das Wesentliche und das nervt. Viele Hersteller werben mit Gorilla Glass von Corning, Inc., das besonders widerstandsfähig sein soll – aber gegen Staub- und Sandkörnchen ist kein Kraut gewachsen, es scheint fast, die Dinger gäbe es nur, um einem Smartphone-Besitzer den Spaß mit seinem Gerät zu verderben.

Doch die Rettung naht: An der technischen Universität Eindhoven haben Forscher eine Beschichtung entwickelt, die neben einer wasserabweisende, auch eine selbstheilende Eigenschaft besitzt. Dabei können Kratzer wieder nahtlos beseitigt werden, ohne dass die Oberfläche etwas von seinem Glanz einbüßen muss.

Wie funktioniert das?

Ein hydrophober Stoff füllt Schäden im Glas wieder auf und dient als Ersatzteillager unter Polymeren, über die wiederum eine wasserabweisende Schicht als endgültige Oberfläche angebracht ist. Die Polymere bilden das Grundgerüst, sie stehen wie Blütenstängel, die bei einem Kratzer wie von einem vorbei laufenden Fuß geknickt werden. Nur dass sich die Polymere wieder aufrichten wie jemand, der gestolpert ist und sich nach dem Aufstehen nur noch mal die Jeans abklopft. Werden diese drei Schichten nicht komplett durchstoßen, kann ein Display also wieder repariert werden, nachdem es verkratzt wurde.

Diese Schicht wird sich wohl nach einer Zeit abnutzen, der hydrophobe Stoff kann aufgebraucht werden. Man sollte mit solch einer Beschichtung ausgestatteten Geräte darum trotzdem pfleglich und sauber behandeln, damit das Display lupenrein bleibt. Bisher ist das Ganze noch immer in den Innereien der Universität – aber solch eine Innovation wird wohl nicht allzu lange brauchen, um seinen Weg auf den Markt zu finden.

[Quelle: Technische Universität Eindhoven (1) (2)]

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