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Dieser Chip aus Gorilla Glass zerstört sich selbst

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Als Basis eines Chips, der über einen Selbstzerstörungsmechanismus verfügt, kommt ironischerweise das wegen seiner hohen Bruch- und Kratzfestigkeit geschätzte Gorilla Glass zum Einsatz.

Eigentlich ist Gorilla Glass für seine Robustheit bekannt und kommt aus diesem Grund bei vielen Smartphones und Tablets zum Schutz des Displays zum Einsatz. Im Falle der Entwickler von Xerox PARC dient Gorilla Glass jedoch als Basis für einen Chip, der sich bei Bedarf selbst zerstört. Dabei zerspringt das Glas in Tausende Einzelteile.

Dies wird durch Hitze erreicht, die durch einen Wiederstand produziert wird. Auslöser war bei einer Demonstration helles Licht, das auf eine Fotodiode fiel. Die Selbstzerstörung des Schaltkreises ist jedoch auch durch andere Auslöser denkbar – als Beispiele führen die Kollegen von heise online einen mechanischen Schalter oder eine Funkfernbedienung an.

Die Forscher des Selbstzerstörungs-Chips sehen vor allem im Sicherheitsbereich potential für die Verwendung ihrer Entwicklung. Beispielsweise könnten die verschiedensten sensiblen Daten auf dem Chip gespeichert und bei Bedarf in James-Bond-Manier zerstört werden. Laut den Entwicklern gibt es keine Möglichkeit, einen auf diese Weise in tausend Einzelteile zersprungenen Chip zu rekonstruieren.

Unterstützt wird das Projekt mit 2 Millionen US-Dollar von der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA). Diese Behörde ist dem Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten zugehörig und führt in erster Linie Forschungsprojekte für die US-Streitkräfte durch. Aktuell liegt ein großer Fokus der DARPA auf Terrorismusbekämpfung.

PCWorldXerox PARC's new chip will self destruct in 10 seconds
heise onlineDieser Chip zerstört sich selbst in: 10, 9, 8, …

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