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Die High- und Lowlights der TechStage-Redaktion 2015

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Gefühlt hat 2015 nicht nur ein, sondern eher zehn Jahre gedauert – so viel ist in den vergangenen zwölf Monaten passiert. Erinnert Ihr Euch noch an die Vorstellung der Watch? Ja, das war 2015. Und auch das beidseitig gebogene Display des Samsung Galaxy S6 edge ist gefühlt schon ein alter Hut.

Wir blicken an dieser Stelle zurück auf unsere ganz persönlichen High- und Lowlights des vergangenen Jahres.

Im Mobil-Markt war dieses Jahr gar nicht so viel los, die Zeit der großen Innovationen scheint vorbei. Ich freue mich über ein qualitativ richtig hochwertiges Samsung Galaxy S6 edge und – endlich – über einen BlackBerry mit Android. Aber wo wirklich die Post abgeht, ist der Bereich der Drohnen, pardon, der Multicopter. Sie werden leichter steuerbar, können mehr, transportieren inzwischen testweise Defibrilatoren zu Verletzten oder Pakete nach Hause und überwachen Naturparks, um Waldbrände zu entdecken. Und das, was wir dieses Jahr gesehen haben, ist erst der Anfang.

Eines meiner ganz großen Highlights für 2015 war die Entwicklung im Multicopter-Markt.

Und auf der Kehrtseite? Immer schneller, immer größer, immer mehr? Das nervt. Aktuell mangelt es an echten Innovationen im Mobilsegment. Stattdessen verkaufen uns die Hersteller Kleinigkeiten als paradisische Äpfel: Mehr Megapixel und mehr Megabyte. Und was, bitte, soll ich mir davon kaufen? Solange eine Handvoll Spiele ohne große Anforderungen an die Hardware (Hearthstone zum Beispiel), der Webbrowser und YouTube flüssig laufen, bin ich schon zufrieden.

Die Zeit, dass man sich regelmäßig neue Smartphones kaufen musste, um die neuesten Apps und Features nutzen zu können, sind vorbei. Ich befürchte, dass das auch die Hardware-Hersteller in der nächsten Zeit bitter lernen müssen. Aber es gibt einen Ausweg: Traut euch wieder etwas! LG macht’s mit einem Klapp-Handy mit Android vor, BlackBerry bringt seit langem wieder einen Androiden mit Hardware-Tastatur. Mehr davon – bitte! Irgendwann ist vielleicht der Heilsbringer dabei, von dem die ganze Branche wieder Jahre profitiert – so wie damals der Umstieg von resistiven auf kapazitive Touchscreens.

Smartphones sind mittlerweile allgegenwärtig. Ob die Kamera jetzt 12, 16 oder 20 Megapixel hat, interessiert den informierten Benutzer wenig. Ein guter Preis, anständige Hard- und Software-Qualität und mehr als ausreichende Leistung muss das Telefon mitbringen. Das ist von Bedeutung. Innovationen werden nach wie vor gefeiert, leider gibt es sie viel zu selten. Aber um es kurz zu fassen: Wir sind an einem Punkt angekommen, wo bereits das Maximum der aktuell verfügbaren Technologie erreicht ist. Die nächste Gerätegeneration ist um die Ecke – dann startet eine neue Ära und wir sprechen noch einmal über „da ist viel Luft nach oben“. Was ich Euch also sagen möchte: 2015 gab es bis auf wenige Ausnahmen einige Smartphones, die wirklich interessant waren. Insofern gibt es für mich keine Highlights in diesem Bereich.

Was mich über die Zeit doch mehr und mehr interessiert sind neue Technologien und Bereiche: automatisiertes Fahren, AR, VR, Elektromobilität oder smarte Gegenstände. Ich bin gerade selbst dabei, mein Zuhause zu vernetzen. Licht, Türen, Sensorik – all das macht viel Spaß, gerade weil man die zentrale Steuereinheit, das Smartphone, in der Tasche hat. Der erweiterte Nutzen eines Smartphones ist genial.

„So oder so, in nicht allzu vielen Jahren wird sich das Konzept der Mobilität verändern. Dies sind die ersten Ansätze.“ – Kamal Vaid

Mein Flop in diesem Jahr sind die ganzen Smartwatches – egal ob Apple, Android Wear oder Proprietäres. Bereits 2014 lief es nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber das waren die Anfänge, deshalb hat man gerne wegguckt. Nun ist viel Wasser die Elbe hoch geflossen und viele haben mittlerweile eine Smartwatch. Und, wie ist es? Braucht man sie? Ich zum Beispiel laufe nicht mitten im Weg zurück, wenn ich meine Apple Watch vergessen habe. Sie ist gut. Ich telefoniere mit ihr des Öfteren, als ich es mir jemals vorgestellt habe. Aber fasziniert sie mich? Ne. Dasselbe behaupte ich auch von meinen Uhren mit Android Wear.

Meine Highlights in diesem Jahr waren im Smartphone-Bereich das Samsung Galaxy S6 edge. Eine schönes und handliches Smartphone mit gekurvtem Display, sehr guter Kamera und einer stabilen Akkulaufzeit. Die Rückkehr von BlackBerry mit einem Android-Smartphone und einer Slider-basierten Tastatur, ist mal was Neues. Ob es sich durchsetzen wird? Lasst es uns alle hoffen.

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein iPhone geworden…

Im Technologie-Bereich ist es Elon Musk mit seinem SpaceX-Unternehmen und der Rakete Falcon 9. Das ist spannend. Und wir dürfen nicht Amazon-CEO Jeff Bezos mit Blue Origin vergessen. Diese Organisationen haben sehr clevere Gedanken und Motive. Sie schaffen es in den Weltraum und wieder zurück – aber auf einer günstigen und nachhaltigen Art und Weise. Das macht sie so besonders.

Den Preis für den „Flop des Jahres“ übergebe ich sehr gerne an HTC. Für mich war das immer ein Unternehmen, das im Android-Segment dominiert hat. Doch die Produkte in diesem Jahr haben enttäuscht. Siehe das One M9 sowie das später hinzugekommene One A9. Was passte mir nicht? Die befriedigende Kamera des Flaggschiffs, sowie der hohe Preis des Mittelklasse-Smartphones. Ich hoffe 2016 wird es besser.

Einen klaren Favoriten für 2015 habe ich nicht, dafür aber jede Menge kleine Highlights. Ich habe mich über Microsofts offene Strategie unter Satya Nadella ebenso gefreut wie über die zahlreichen AR- und VR-Brillen, die 2016 dann auch endlich im Markt ankommen werden. Begeistert hat mich außerdem auch die Ansteck-Kamera DxO One.

Und noch einmal zurück zu den Smartphones: Auch wenn die gekurvten Displays der Samsung-Flaggschiffe wirklich hammerschick aussehen, habe ich mich eher über die Underdogs gefreut, insbesondere über BlackBerrys Einstieg in die Android-Welt mit dem Priv – besser spät als nie, gell? Und dass mit Gigaset wieder ein hiesiger Hersteller mitmischt, finde ich ebenfalls spannend.

Über den Einstieg von Gigaset in den Smartphone-Markt habe ich mich riesig gefreut.

Mein persönlicher Flop für 2015 war die Apple Watch. Statt hier eine Produktkategorie zu revolutionieren, hat Apple hier in meinen Augen ein innovationsarmes Me-Too-Produkt auf die Beine gestellt, das mich insbesondere auch in puncto Sensorik enttäuscht hat. Dass für die schickeren Modelle appletypisch absolute Mondpreise aufgerufen werden, hilft nicht unbedingt weiter. Meine Überlegungen, privat von Android auf iOS umzusteigen, hat Apple mit der Watch jedenfalls vorerst begraben.

Ein weiterer großer Flop war für mich Nintendos erste Android-App. Anstelle eines Spieleknallers mit Mario, Link oder dergleichen hat der japanische Konsolenhersteller hier eine bessere Chat-Anwendung vorgestellt. Ernsthaft? So wird das nix. Nicht 2015, nicht 2016 und auch nicht 2017.

In diesem Sinne: Die TechStage-Redaktion wünscht allen Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest, eine erholsame Zeit zwischen den Jahren und einen guten Start ins Jahr 2016. Möge es ein spannendes Jahr werden mit vielen tollen Innovationen und Überraschungen.

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