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Apple-CEO Tim Cook im D10-Interview: „S“ im iPhone 4S steht für Siri, Zusammenarbeit mit Facebook und Apples Verschwiegenheit

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von Bestboyz Signet  // 

iPhone 4S – das „S“ steht für Siri und nicht für „sorry, I‘m not an iPhone 5“.

Tim Cook, Chief Executive Officer Apple, Incorporated, hat sich zu einem Interview mit D10 bereit erklärt und interessante Einblicke in die Unternehmenspolitik gewährt. So musste der Mann Rede und Antwort stehen, zum Beispiel auf die Frage hin, warum Apple derartige Schlangenlinien bei der Namensvergabe fährt – als würde der Hersteller betrunken „Ene Mene Muh“ spielen, heißt das iPad der dritten Generation genauso wie das erste, während das der zweiten „iPad 2“ heißt. Darauf erwidert Cook, dass Geräte nicht nach einer Namensstruktur, sondern nach ihren Leistungen und Diensten benannt werden:

„Well you look back at iPod. We changed it a few times. We changed the size and came up with the ,iPod Nano.‘ Then we changed it massively and then we came up with ,iPod shuffle.‘“

Ähnlich wurde das mit den iPhones gestaltet: Das iPhone der fünften Generation heißt nicht „iPhone 4S", weil auf das Gerät der dritten Generation ein „3GS“ folgte, sondern das „S“ im „iPhone 3GS“ steht für „speed“, während das „S“ im „iPhone 4S“ für „Siri“ steht – der Sprachsteuerung von Apple.

Leider ist Tim Cook nicht darauf eingegangen, was für Produkte wir demnächst erwarten dürfen. Klar ist, dass Siri weiter entwickelt werden soll. So wird es wohl einen Zugang für Programmierer geben, damit sie Siri in ihre Applikationen integrieren können, um den Funktionsumfang der Sprachsteuerung zu erweitern und zu verbessern – denn bisher läuft die Software noch nicht rund. Bezüglich neuer Apple-Produkte meinte der groß gewachsene Mann lapidar:

„We're going to introduce some great stuff. I think you're gonna love it.“

Weiterhin erwähnt Tim, dass das Unternehmen auf mehr Transparenz bezüglich der Lieferanten abzielt. Foxconn ist für uns alle ein Begriff für unwürdige Arbeitsbedingungen – auch das scheint im Fokus von Apple zu liegen und hier möchte der Hersteller wohl sein Image aufpolieren. Gleichzeitig soll die Verschwiegenheit über neue Projekte verdoppelt werden.

Im Interview war ein weiteres Thema ganz groß: Facebook. Die wichtigste Schaltzentrale für soziale Vernetzungen sorgte bei Apple bisher nicht mehr als für eine hochgezogene Augenbraue, das soll sich ändern. Das geschluckte Bonbon seitens Apples hat aber einen bitteren Nachgeschmack: So äußerte sich Cook diesbezüglich zurückhaltend, man wolle den Nutzern geben, was sie wollen, wonach sie verlangen – und das ist mit der großen Zahl an Mitgliedern offenbar Facebook:

„We want to provide customers a simple way to do what they want to do. Facebook has millions of customers. We want them to have the best experience on our platform.“

Damit dürfte klar sein, dass Facebook für iOS 6 eine interessante Rolle spielen wird. Das tat das Soziale Netzwerk bisher nicht, sogar Twitter schien dem Konzern wichtiger. Wollte man bestimmten Stuff mit Sozialen Netzwerken teilen, ging das mit dem Piepvogel schneller und einfacher als mit Herrn Zuckerberg, da Twitter schlicht tiefer ins System integriert worden ist.

„So stay tuned.“

Lautet das abschließende Fazit zum Interview. Am 11. Juni findet die Apple WWDC 2012 statt – da erfahren wir hoffentlich mehr.

[Quelle: AllThingsD]

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